Linksextremisten in Berlin aktiv : Drei Firmenwagen angezündet

In der Nacht zu Freitag haben Unbekannte drei Firmenwagen angezündet. Die Polizei geht von linksextremistisch motivierten Taten aus.

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In Kreuzberg sind in der Nacht zu Freitag auf einem Hof zwei Pkw vom Typ Ford angezündet, worden sie brannten vollständig aus. Gegen 3.10 Uhr alarmierte eine Anwohnerin des Paul-Lincke-Ufer Feuerwehr und Polizei, nachdem sie Flammen bemerkt hatte. Ein neben den betroffenen Autos stehendes Fahrzeug wurde durch die Hitzeeinwirkung beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Fahrzeuge gehören der Carsharing-Tochter "Flinkster" der Deutschen Bahn. In dem Hof am Paul-Lincke Ufer waren bereits vor Jahren Fahrzeuge der Bahn angesteckt worden. "Flinkster"-Autos sind in den vergangenen Jahren vor allem in Stuttgart angezündet worden, vermutlich aus Protest gegen das umstrittene Bauprojekt Stuttgart 21.

In Lichtenberg bemerkte eine Passantin um 2.50 Uhr einen brennenden Skoda. Der Wagen stand in der Alfred-Jung-Straße im Ortsteil Fennpfuhl. Der Skoda gehört dem Sicherheitsunternehmen Wisag. Auch diese Firma ist schon mehrfach von Linksextremisten angegriffen worden. Ein hinter dem Skoda stehendes Fahrzeug wurde durch übergreifende Flammen ebenfalls beschädigt. In allen Fällen hat der für politische Delikte zuständige Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Ein Bekennerschreiben lag bis Freitagnachmittag nicht vor. Zuletzt hatten in der Nacht zu Montag zwei Firmenwagen gebrannt.

Ein vierter Wagen brannte in der Nacht zu Freitag gegen 0.35 Uhr in der Viktoriastraße in Französisch Buchholz, und zwar ein Land Rover. Anwohner verständigten die Feuerwehr, die den Brand löschte. Personen wurden nicht verletzt. Ein politisches Motiv ist bei diesem Brandfall zurzeit nicht erkennbar, teilte die Polizei mit.

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