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Museum in Berlin-Karlshorst : NPD bricht Kundgebung vorzeitig ab

Am 70. Jahrestag und am Ort der Kapitulation der deutschen Wehrmacht hat die rechtsextreme NPD zu einer Kundgebung aufgerufen - brach jedoch frühzeitig ab, wohl auch aufgrund der zahlreichen und lautstarken Gegendemonstranten.

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"Wahrheit macht frei" - NPD-Anhänger feiern nicht, sie demonstrieren an dem Ort, an dem die deutsche Kapitulation besiegelt wurde.
"Wahrheit macht frei" - NPD-Anhänger feiern nicht, sie demonstrieren an dem Ort, an dem die deutsche Kapitulation besiegelt wurde.Foto: Jens Kalaene/dpa

Nachdem am Freitag tagsüber die russische Motorrad-Gruppe "Nachtwölfe" in dem Ort an die deutsche Kapitulation vor 70 Jahren erinnerten, kam es Abends zu einer Kundgebung der rechtsextremen Partei NPD. Um 18 Uhr versammelten sich etwa 50 Rechte zu einer Mahnwache vor dem Deutsch-Russischen Museum, in dem vor 70 Jahren Generalfeldmarschall Keitel die Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterschrieb. Die Kundgebung stand unter dem Motto "Wir trauern um unsere deutschen Gefallenen des Zweiten Weltkriegs", sie sollte von 18 Uhr bis 23.55 Uhr dauern. Allerdings brach der Veranstalter schon vor 20 Uhr die Veranstaltung ab - wohl auch, weil sich rund 150 Gegendemonstranten versammelt hatten und lautstark protestierten. Laut Polizei kam es offenbar zu keinen Ausschreitungen oder Festnahmen.

Gleichzeitig veranstaltet das deutsch-russische Museum den ganzen Tag von 10 bis 24 Uhr ein Museumsfest als „Tag der Begegnung und des Dialogs“. Es gibt eine Sonderausstellung, Führungen, Gespräche, Lesungen, Konzerte, Kulinarisches und ein Feuerwerk sowie um 22 Uhr einen „Toast auf den Frieden“, den die Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sprechen wird.

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