Nach Absage der HoGeSa-Kundgebung : Auch "Reichsbürger"-Demonstration am 9. November ist abgesagt

Ein Verbot war offenbar nicht notwendig: Die gefürchteten Hooligan-Demos in Berlin, zu denen die Veranstalter zwischenzeitlich mit bis zu 10.000 Teilnehmern rechneten, scheinen auszubleiben.

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Die Berliner Polizei (Symbolbild).
Die Berliner Polizei (Symbolbild).Foto: dpa

Nachdem die Kundgebung der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) am 15. November zurückgezogen wurde, ist jetzt auch die „Reichsbürger“-Demo abgesagt. Sie war für den 9. November am Platz der Republik angemeldet. Im Internet sollen zahlreiche Hooligans ihr Kommen angekündigt haben, nachdem sich im Oktober 4 800 Randalierer in Köln Straßenschlachten mit der Polizei geliefert hatten.

Darüber hinaus seien der Polizei unter den zahlreichen Versammlungen am 9. November, Jahrestag des Mauerfalls sowie des Beginns der Novemberpogrome 1938 und des Hitler-Ludendorff-Putsches 1923, keine Hooligan-Demos bekannt, sagt ein Polizei-Sprecher. „Es gibt nichts, was Hooligan-Bezug hätte oder wo Ausschreitungen anstehen."

Zwei Gegenveranstaltungen sind nach Polizeiangaben weiterhin angemeldet: Unter dem Motto „Berlin gegen Nazis“ wollen am 9. und am 15. November am Reichstagsgebäude und am Pariser Platz je rund 500 Personen demonstrieren.