Nach antifaschistischer Demo in Berlin-Buch : Linksextremer Übergriff auf mutmaßliche Rechte

Am Sonntagnachmittag ist es am S-Bahnhof Buch im Anschluss an eine antifaschistische Demo zu einem gewalttätigen Übergriff auf drei junge Männer gekommen. Die zur linken Szene gehörenden Angreifer gingen davon aus, dass die Männer zum rechtsextremen Spektrum gehören.

von

Der "antifaschistische Putzspaziergang" mit 50 Teilnehmern war nach Angaben der Polizei am Sonntagnachmittag zwischen 15 und 17.20 Uhr friedlich durch den Pankower Ortsteil Buch gezogen. Die Demonstration endete gegen 17.30 Uhr am S-Bahnhof Buch, von wo aus die Teilnehmer zurück in die Innenstadt fahren wollten. Dabei wurden sie auf drei junge Männer aufmerksam, die sich am Bahnhof aufhielten. Nach Angaben der Polizei waren die Demonstrationsteilnehmer überzeugt, dass es sich um Angehörige der rechten Szene handelte.

Zwei Demonstranten attackierten die drei jungen Männer mit einer mitgebrachten Fahnenstange und bewarfen sie mit Glasflaschen. Ein 23-Jähriger wurde durch Glassplitter am Bein verletzt, die beiden anderen blieben unverletzt. Die drei Angegriffenen retteten sich in einen nahen Imbiss, wo sie die Tür von innen zuhielten. Daraufhin wurden von außen weitere Glasflaschen und Stühle gegen die Fassade des Imbisses geworfen.

Zeugen riefen die Polizei. Diese konnte auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs zwei Tatverdächtige im Alter von 25 und 35 Jahren festnehmen. Nach Polizeiangaben gehören die Tatverdächtigen zur Antifa-Szene. Sie wurden vorübergehend festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Autor

51 Kommentare

Neuester Kommentar