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Nach Attacke auf Zugführer in Berlin-Halensee : S-Bahnschläger: „Ja, das war ich!“

Knapp vier Wochen nach der brutalen Attacke auf einen S-Bahnführer wurde der Täter gefasst. Zeugen erkannten ihn in einem Restaurant.

Die Berliner Polizei (Symbolbild).
Die Berliner Polizei (Symbolbild).Foto: dpa

Die Bundespolizei meldete am Mittwoch, dass sie die brutale Gewaltattacke auf einen Zugführer auf dem S-Bahnhof Halensee aufklären und den gesuchten S-Bahnschläger festnehmen konnte.

Wie berichtet, kam es am 17. Juli 2014 am S-Bahnhof Halensee zu einem schweren Übergriff auf einen Zugführer der Ringbahn. Dabei schlug und trat der Täter den Zugführer mehrfach ins Gesicht und in den Bauch - auch als das 42-jährige Opfer bereits am Boden lag. Obwohl mehrere Zeugen versuchten, den Täter festzuhalten, gelang ihm die Flucht.

Die Bundespolizei leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Polizei und Staatsanwaltschaft suchten nach dem Täter auch mit Fotos von ihm, die am Tatort von Zeugen gemacht worden waren. Dank dieses Zeugenaufrufes gingen bei der Bundespolizei mehrere Hinweise von Bürgern ein, denen die Ermittler nachgingen. Der entscheidende Hinweis brachte die Beamten schließlich zum Arbeitsplatz des mutmaßlichen Täters, einem Restaurant. Von dort aus führte die Spur zu mehreren möglichen Wohnsitzen in Berlin.

In einer dieser Wohnungen in Charlottenburg konnte der dringend Tatverdächtige am Dienstagnachmittag durch Bundespolizisten vorläufig festgenommen werden. Bei seiner Festnahme gab er die ihm zur Last gelegte Tat spontan zu. Einem Polizeisprecher zufolge sagte er bei dem Eintreffen der Polizisten: „Ja, das war ich!“

Die Beamten durchsuchten zudem die Wohnräume des Tatverdächtigen und fanden mehrere Dokumente, die auf unterschiedliche Identitäten des Mannes hinweisen. Der dringend Tatverdächtige wurde einem Haftrichter vorgeführt und dann in Untersuchungshaft genommen. Die Ermittlungen dauern noch an. (lvt/Tsp)

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