Nach Schlagstockattacke in der Leipziger Straße : Geprügelter Radler aus dem Krankenhaus entlassen

Das Opfer der Schlagstockattacke vom Mittwoch wurde am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen. Derweil hat die Polizei einen Verdächtigen identifiziert, konnte ihn aber noch nicht festnehmen.

Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild)
Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Zwei Tage nach der Schlagstockattacke auf einen Radfahrer in der Leipziger Straße sucht die Polizei weiter nach dem Täter. Wie berichtet, war der Radler am Mittwochnachmittag um 17.30 Uhr während der Fahrt aus einem Mietwagen heraus attackiert worden. Das Auto hielt an der Ecke Mauerstraße, der Täter stieg aus und schlug den Radler nieder. Als das Opfer ein Foto des Täters machte, erhielt es einen Tritt ins Gesicht und wurde bewusstlos. Mittlerweile geht es dem Opfer besser: Laut Polizei wurde der 33-Jährige am Freitagvormittag aus dem Krankenhaus entlassen.

Identität eines Verdächtigen bekannt - handelte der Täter allein?

Die Polizei sucht nun nach einem 30- bis 40-jährigen Mann mit dunklem Haar und Dreitagebart. "Wir haben die Identität des Mannes ermittelt, der den Wagen gemietet hat", sagte ein Polizeisprecher, „er wurde aber nicht an seiner Wohnanschrift angetroffen.“ Zu Gerüchten, wonach der Verdächtige polizeibekannt ist, wollte sich der Sprecher nicht äußern.

Fraglich ist, ob der Gesuchte auch der Täter ist, und ob der Angriff tatsächlich nur von einem Einzeltäter verübt wurde. Zeugen sagten aus, dass der Radler durch das Beifahrerfenster geschlagen wurde – es scheint unwahrscheinlich, dass der Täter auf dem Fahrersitz saß und mit einer Hand steuerte, während er mit der anderen schlug. "Möglicherweise waren zwei oder mehr Personen im Wagen", sagte der Sprecher.

Unbeteiligte Passanten wurden gefährdet

Anlass für die Attacke war ein Kontakt zwischen Rad und Auto kurz vorher; daraufhin fuhr der Autofahrer dem Radler hinterher, wobei er der Polizei zufolge auch den Bürgersteig der Leipziger Straße benutzte – und dabei völlig unbeteiligte Passanten gefährdete. „Mehrere Zeugen sagten aus, dass sie sich gerade so in Sicherheit bringen konnten“, sagte der Polizeisprecher. Man suche weiter nach Zeugen, die den Vorfall miterlebt haben.

Suche nach flüchtigem Radler vom Teltower Damm bisher erfolglos

Auch der Radfahrer, der am 23. Juni einen 70-jährigen Passanten auf dem Teltower Damm anfuhr und so schwer verletzte, dass dieser fünf Tage später starb, wird weiter gesucht. Er war nach der Kollision mit dem Senior geflüchtet. Am Dienstag hatte die Polizei das Bild eines Verdächtigen veröffentlicht – bisher ohne Erfolg. „Wir wissen noch nicht, wer er ist. Wir arbeiten aber mit Hochdruck daran, seine Identität in Erfahrung zu bringen“, hieß es. Es werde nun erwogen, rund um den Unfallort Fahndungsplakate aufzuhängen.

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