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Nach Übergriff auf 17-jährigen Farbigen : Zeugen nach rassistischem Angriff gesucht

Vier Männer sollen am 26. November in Prenzlauer Berg auf einen 17-Jährigen Schwarzen eingeschlagen und eingetreten haben. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Foto: dpa/Archiv

Nach einer rassistischen Gewalttat am 26. November in Prenzlauer Berg sucht die Polizei nun nach Zeugen.

Am Tag der Tat war ein 17-jähriger schwarzer Jugendlicher gegen 4.30 Uhr zusammen mit einer 18-Jährigen und einem 16-Jährigen in der Husemannstraße unterwegs, wo sie auf vier unbekannte Männer trafen. Als einer der Männer einen Hitlergruß zeigte, stellte ihn der 17-Jährige zur Rede. Die anschließende Diskussion eskalierte, als der Jugendliche einen der Unbekannten schlug. Der Jugendliche versuchte zu fliehen, wurde aber von einem der Männer aus der Gruppe geschubst. Am Boden liegend traten alle vier Männer auf ihn ein. Erst als Zeugen auf das Geschehen aufmerksam wurden, flüchteten die Angreifer. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen. Jede Polizeidienststelle nimmt Hinweise zu den Radfahrern oder den Tätern entgegen.

Mutter meldet sich in emotionalen Blogeintrag zu Wort

Laut Polizei ging der 17-Jährige nach dem Angriff nach Hause. Am Tag darauf klagte er über Schmerzen. Seine Mutter brachte ihn in ein Krankenhaus, wo unter anderem eine schwere Verletzung an der Schulter festgestellt wurde und er zur Behandlung stationär aufgenommen wurde.

Die Mutter des Opfer sorgt sich um steigenden Rassismus. (Symbolbild)
Die Mutter des Opfer sorgt sich um steigenden Rassismus. (Symbolbild)Foto: dpa

In einem Blogeintrag hat sich die Mutter des Jugendlichen inzwischen zu Wort gemeldet. Ihr Sohn und ihre anderen Kinder seien bereits häufiger wegen ihrer Hautfarbe beleidigt worden. Sie habe das "grässliche Gefühl, dass der Rassismus gerade aufblüht" und rief die Politik dazu auf, rassistische Äußerungen härter zu bestrafen.

Auch am Gendarmenmarkt soll ein Mann am Freitag den Hitlergruß gezeigt und rechte Parolen gerufen haben. Zeugen alarmierten Donnerstagabend die Polizei. Die Beamten nahmen den 34-Jährigen vorläufig fest. Nach einer Blutentnahme durfte der Mann die Gefangenensammelstelle wieder verlassen. (Tsp)

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