Unterkunft in Charlottenburg : Flüchtlinge gehen mit Besen und Eisenstangen aufeinander los

Massenschlägerei in einer Charlottenburger Flüchtlingsunterkunft. Fünfzig Kontrahenten aus verschiedenen Herkunftsländern gerieten in der Nacht zum Dienstag aneinander.

Foto: dpa

Mit Besen, Eisenstangen, Steinen und Fäusten gingen in der Nacht zum Dienstag laut Polizei rund 50 Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft an der Charlottenburger Glockenturmstraße aufeinander los. Zuvor habe es eine Auseinandersetzung im Speisesaal gegeben, berichteten später Mitarbeiter eines im Heim eingesetzten Sicherheitsdienstes.

Anfangs stellten sich die Security-Männer zwischen die Kontrahenten und drängten eine Gruppe wieder zurück in die Wohnbereiche. Als sie daraufhin mit Steinen beworfen wurden, riefen sie kurz nach 22 Uhr die Polizei. Etwa 60 Beamte rückten an, doch als sie das Heim erreichten, hatte sich die Lage schon wieder ein wenig beruhigt. Ein 15-jähriger mutmaßlicher Steinewerfer konnte ermittelt werden. Ihm droht nun ein Strafverfahren wegen Landfriedensbruch. Nach Polizeiangaben kamen die Streitenden aus verschiedenen Herkunftsländern. Verletzt wurde niemand.

Am frühen Montagabend hatte es im Speisesaal derselben Unterkunft bereits zwei weitere Auseinandersetzungen gegeben. Im ersten Fall wollte ein 16-jähriger Bewohner nach der Essensausgabe noch einmal kurz zurück in den Speisesaal. Ein unbekannter Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes soll ihn aus bislang unbekannten Gründen mit einem Kopfstoß daran gehindert haben, so dass er im Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Kurz zuvor war schon ein 33-jähriger Heimbewohner offenbar mit einem anderen Flüchtling in Streit geraten. Dieser griff ihn mit Faustschlägen und Tritten so heftig an, dass er gleichfalls in ambulante Behandlung musste.

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