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Verkehrsunfall in Berlin-Moabit : Raser rammt Taxi und flüchtet - Taxifahrer im Krankenhaus

Zwei Autofahrer haben sich auf der Stromstraße in Moabit möglicherweise ein Straßenrennen geliefert. Ein Wagen kollidierte mit einem Taxi - der Unfallfahrer flüchtete.

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SymbolbildFoto: dpa/Patrick Pleul

Raser haben in der Nacht zu Dienstag erneut einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Mit "sehr, sehr hoher Geschwindigkeit" fuhren zwei Autos in der Nacht die Stromstraße in Richtung Alt-Moabit entlang. Das berichtete ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen.

Rote Ampel überfahren: Kollision auf der Kreuzung

An der Kreuzung zur Turmstraße kam es zum Zusammenstoß: Einer der Wagen, ein Audi A4, kollidierte gegen 0.45 Uhr mit einem Taxi, das die Kreuzung queren wollte.

Der Taxifahrer hatte laut Polizei "Grün" gehabt - ergo muss der Audifahrer direkt vor dem Unfal eine Rote Ampel überfahren haben.

Das Taxi wurde von dem Audi am Heck getroffen, durch die Wucht des Aufpralls lösten die Airbags beider Autos aus. Der 39-jährige Taxifahrer wurde schwer, sein 20-jähriger Fahrgast leicht verletzt. Der Taxifahrer kam ins Krankenhaus.

Unfallfahrer lässt Verletzte zurück

Anstatt sich um seine Opfer zu kümmern, flüchtete der Audifahrer von der Unfallstelle. Kurze Zeit später entdeckten die Beamten den beschädigten Wagen in der nahegelegenen Bochumer Straße.

Der Audi wurde sichergestellt. Entgegen anderslautenden Medienberichten habe es in diesem Zusammenhang jedoch keine Festnahmen gegeben, hieß es am Dienstagmorgen bei der Polizei. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Audi A4 gestohlen wurde, so die Polizei.

Beide Raser sind flüchtig

Der Unfallfahrer ist flüchtig. Auch der Verbleib des zweiten Fahrzeugs ist unklar. Mehrere Zeugen sahen den Unfall; die Polizei geht entsprechenden Spuren nach.

Möglicherweise lieferten sich die Raser auf der Stromstraße ein illegales Rennen. Damit hatte es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben. Anfang Februar starb dadurch an der Tauentzienstraße ein unbeteiligter Autofahrer. Im aktuellen Fall konnte der Polizeisprecher jedoch nicht bestätigen, dass die beiden Wagen gegeneinander antraten.

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