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Versuchter Raubmord am Alex : Polizei fahndet per Video nach Täter

Nach dem brutalen Angriff auf eine 35-jährige Frau im Bahnhof Alexanderplatz am Mittwoch sucht die Mordkommission mit Hilfe von Videobildern nach dem Täter. Das Opfer liegt schwer verletzt im Krankenhaus.

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Dieser Mann soll die 35-Jährige am Alexanderplatz krankenhausreif geschlagen und getreten haben.
Dieser Mann soll die 35-Jährige am Alexanderplatz krankenhausreif geschlagen und getreten haben.Foto: Polizei

Um die Ermittlungen voranzutreiben, hat die Mordkommission Bilder und eine Videosequenz einer Überwachungskamera, die den mutmaßlichen Täter filmte, veröffentlicht.
Wie berichtet war eine 35-jährige Polin, die zur Obdachlosenszene gehören soll, am Mittwoch gegen 4.35 Uhr äußerst brutal und unvermittelt attackiert worden: Nach ersten Erkenntnissen wollte die betrunkene Frau Richtung S-Bahn gehen, als ihr ein Unbekannter in der Bahnhofshalle des S-Bahnhofs Alexanderplatz in Höhe des Fahrkartenschalters zunächst massive Faustschläge versetzte. Danach trat er ihr gezielt und mit voller Wucht gegen den Kopf und den Körper, hieß es bei der Polizei. Ein Passant hatte den Täter angesprochen und dadurch offensichtlich den Gewaltausbruch beendet. Der Angreifer nahm mehrere persönliche Gegenstände, darunter auch einen Schlüssel, des Opfers an sich und flüchtete.

Wie ein Ermittler dem Tagesspiegel sagte, hat die 35-Jährige Bekannte in der Obdachlosenszene und hielt sich dort auch auf. Ob sie den Täter kannte oder es vorher möglicherweise eine Auseinandersetzung gegeben hat, müsse noch ermittelt werden.


Die 35-Jährige wurde mit erheblichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Aufgrund der brutalen Vorgehensweise des Täters hat die 4. Mordkommission die Ermittlungen wegen versuchten Raubmordes übernommen.

Im Video ist zu sehen, wie das spätere Opfer zunächst an einem Fahrkartenschalter steht. Der Täter, mit einem weißen Basecap auf dem Kopf, kommt von links und greift die 35-Jährige unvermittelt an. Die Tathandlung selbst ist nicht zu sehen. Die Polizei hat sie rausgeschnitten, "weil es äußerst brutale und schockierende Bilder sind, die wir der Bevölkerung nicht zumuten wollen", sagte ein Polizeisprecher. Zudem seien die Bilder der Tat nicht entscheidend für die Identifizierung des Schlägers: in den Sequenzen vorher und nachher sei er ebenso zu sehen - wenn auch in mäßiger Qualität.

Die Polizei fragt: Wer kennt den abgebildeten Mann? Wer kann Angaben zu seiner Person oder seinem Aufenthaltsort machen? Wer hat die Tat gesehen, sich aber bisher nicht bei der Polizei gemeldet?

Hinweise nimmt die Polizei unter 4664-911401 entgegen. Insbesondere interessiert die Ermittler der Passant, der dem Opfer zur Hilfe eilte und sich anschließend wieder verschwand. Der wichtige Tatzeuge wird dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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