Schulstreik in Berlin : Schulfinanzierung durch Grabsteinhandel?

Ein Leser schlägt vor, die Sanierung maroder Schulen durch den Verkauf von Grabsteinen zu finanzieren. Dafür will er den Parkfriedhof auf den Platz des 4. Juli erweitern.

Angestellte Lehrkräfte protestieren am 20.06.2016 in Berlin bei einem Warnstreik für gerechte Bezahlung.
Angestellte Lehrkräfte protestieren am 20.06.2016 in Berlin bei einem Warnstreik für gerechte Bezahlung.Foto: dpa/Maurizio Gambarini

Alle zwölf Bezirke Berlins sind eine Großstadt für sich. Für jeden gibt es jetzt den wöchentlichen Newsletter „Tagesspiegel Leute“. Lesen Sie hier einen Auszug.

In den vergangenen Tagen waren viele Berliner in irgendeiner Weise vom Schulstreik betroffen. Dem Organisator des Streiks in unserem Bezirk, Juri Strauß, fällt jedenfalls „auf Anhieb keine Schule ein, die nicht sanierungsbedürftig ist“. Keine Frage, da muss was geschehen. Auch wenn man vielleicht nicht gleich Grabsteine verkaufen muss, um die Sanierung der Schulen zu finanzieren, wie es Leser L.-D. vorschlägt. Seine Idee führt uns auf den Platz des 4. Juli. Der soll ja bekanntlich bald entsiegelt werden und nach Plänen des Bezirksamts begrünt werden. Leser L.-D. regt an, doch den angrenzenden Parkfriedhof zu vergrößern - das bringe durch den Verkauf von Grabstätten „einiges wieder rein“; und der Erlös könne zur Sanierung der Schulen im Bezirk aufgewendet werden. Zugegeben: Dieser Zusammenhang ist gewagt. Und doch: Die maroden Schulen und die Zukunft des Platzes des 4. Juli sind Themen, die vielleicht auch Sie, liebe Leser beschäftigen - und damit die Wahl des Bezirksparlaments im Herbst prägen werden. Wir wollen nun gern wissen, welche Themen für Sie wahlentscheidend sind. Lassen Sie es uns hier wissen.

Maike Edda Raack hat Romanistik und Politikwissenschaften studiert. Für den Tagesspiegel ist sie seit 2007 im Einsatz. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-m.raack@tagesspiegel.de.

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