STADTMENSCHEN  : Gute Seele unter dem Dach

Über ihr Alter gibt es unterschiedliche Angaben. Sie selbst sagt, dass sie 83 ist. Fest steht, dass Helene Schwarz seit über 40 Jahren an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB) eine feste Institution ist. Das Angebot, Studienleiterin zu werden, lehnte die Sekretärin vor Jahren ab. Sie ist die gute Seele, das Gewissen, die Königin der Schule. Nach ihr ist eine der schönsten neuen Eventlocations benannt, das Café der DFFB unter dem Dach des Sony Centers. Der neue Betreiber Bernhard Thome von „kunst & kochen“ bewirtete am Sonntagabend dort eine Tafel mit 60 Gästen, darunter Schauspielerin Marie-Luise Marjan, RBB-Intendantin Dagmar Reim und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. DFFB-Direktor Jan Schütte betonte, dass er an diesem Abend nur Juniorpartner sei, freute sich aber, dass die Studenten dort künftig leckeres Essen bekommen und auch mal ein gutes Glas Wein trinken können. Die feinen Gerichte trugen philosophische Namen wie „Im Unbekannten gehen Vorfreude, Zuversicht und Ängste einen gemeinsamen Weg“. Küchenchef Max Haxel hat vorher im Facil gekocht. Der junge Koch Max Jensen kombinierte Wachtelei mit Gänseleberparfait und Himmel und Erde und kündigte an, im Frühjahr auf Filmwanderschaft zu gehen. Auch über Helene Schwarz gibt es einen Film, gedreht von Rosa von Praunheim, der, wie einst auch Rainer Werner Fassbinder, von der Akademie zwar abgelehnt wurde, sich aber gern mit Helene Schwarz im Café traf. Diese Kaffeestunden hat er übrigens mit Wolfgang Petersen gemeinsam. Bi

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