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Wettbewerb : Die besten Comics des Jahres - Martin Jurgeits Favoriten

07.12.2012 16:39 Uhr
Martin Jurgeit. Foto: Siegfried ScholzBild vergrößern
Martin Jurgeit. - Foto: Siegfried Scholz

Nach unseren Lesern nennt jetzt die aus neun professionellen Comiclesern bestehende Jury ihre Favoriten des zu Ende gehenden Jahres. Heute: Comixene-Chefredakteur Martin Jurgeit

In den vergangenen Wochen haben wir unsere Leser gefragt, welches für sie die besten Comics des Jahres 2012 waren. Mehr als 100 Einsendungen mit teilweise ausführlichen Begründungen erreichten uns, hier ist eine Auswahl davon dokumentiert.

Jetzt ist die Fach-Jury dran. Sie besteht aus Anne Delseit (AnimaniA, Comix), Lutz Göllner (zitty), Volker Hamann (Reddition), Matthias Hofmann (Alfonz), Martin Jurgeit (Comixene), Stefan Pannor (Spiegel Online), Frauke Pfeiffer (Comicgate), Andreas Platthaus (FAZ) und Lars von Törne (Tagesspiegel).

Jedes Jurymitglied war aufgefordert, unter den im vergangenen Jahr auf Deutsch erschienen Titeln seine fünf Favoriten zu nennen und die Auswahl kurz zu begründen. Hier die Antworten von Martin Jurgeit, Chefredakteur der Zeitschriften Comixene und Comix.

Spitzencomics: Das Cover von "Alois Nebel" und eine Szene aus "Als ich so alt war". Foto: PromoBild vergrößern
Spitzencomics: Das Cover von "Alois Nebel" und eine Szene aus "Als ich so alt war". - Foto: Promo

Platz 5: "Als ich so alt war" von Katja Klengel (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Mit dem Zeitungs-Comic "Als ich so alt war" legt Katja Klengel ihr erstes großes Werk vor, das, ungeachtet des etwas überstürzten Endes, zu überzeugen weiß. Ein Familienroman in leider nur 100 Folgen, der einen - trotz der eher kleinbürgerlichen Szenerie - mal an die Buddenbrooks und dann - gerade auch wegen des Schauplatzes Dresden - an die Hoffmann/Rohdes von Tellkamp erinnert.

Platz 4: Alois Nebel von Jaroslav Rudiš und Jaromír 99 (Voland & Quist)
Endlich gibt es diesen tschechischen Comic auch auf Deutsch! "Alois Nebel" richtet im harten Schwarzweiß-Zeichenstil den Blick auf einen gottverlassenen Weltwinkel: Das Sudetenland, über das wirklich alle Stürme des 20. Jahrhunderts so unerbittlich hinwegfegten. Jaroslav Rudiš und Jaromír 99 gelingt es mit ihrem Comic-Epos gerade auch die deutschen Leser (wieder) für eine Historie zu interessieren, die hierzulande über die Jahre komplett ausgeblendet wurde.

Von Oktober 2011 bis Mai 2012 in der "Frankfurter Rundschau": "Riekes Notizen". Foto: PromoBild vergrößern
Von Oktober 2011 bis Mai 2012 in der "Frankfurter Rundschau": "Riekes Notizen". - Foto: Promo

Platz 3: "Riekes Notizen" von Barbara Yelin (Frankfurter Rundschau)
In einer Art Blog-Comic auf Zeitungspapier erzählt die Zeichnerin Barbara Yelin mittels ihres Alter Egos Rieke aus ihrem Leben als Künstlerin. "Riekes Notizen" kippen immer wieder ins Phantastische, unterstützt von einem wunderbar lockeren Buntstift-Strich. Endlich einmal ein richtiger Comic-Strip mit (fast) täglicher Pointe. Ein Glück, dass die "Frankfurter Rundschau" nicht schon ein Jahr früher untergegangen ist.

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