Live-Blog zur Bundestagswahl 2013 : Vorläufige amtliche Endergebnisse: FDP nicht im Bundestag, in Hessen aber drin

In der Nacht bestätigte der Bundeswahlleiter den Unionssieg und die Wahlpleite der FDP. In Hessen schafften es die Liberalen doch noch in den Landtag. Aber für Schwarz-Gelb reicht es nicht. Hier unser Live-Blog zur Wahl zum Nachlesen.

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Der Morgen nach dem Wahltag in Berlin: Mit wem verhandelt Angela Merkel? Es bleibt weiterhin spannend.Weitere Bilder anzeigen
Foto: AFP
23.09.2013 15:07Der Morgen nach dem Wahltag in Berlin: Mit wem verhandelt Angela Merkel? Es bleibt weiterhin spannend.

2.52 Uhr: Jetzt ist auch das vorläufige amtliche Endergebnis der Bundestagswahl da: Der Bundeswahlleiter bestätigt hochoffiziell den Unionssieg - FDP und AfD sind nun mit letzter Sicherheit draußen. Die Union ist damit klarer Wahlsieger - die FDP erstmals seit 1949 nicht mehr im Bundestag vertreten. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kamen CDU/CSU auf 41,5 Prozent der Stimmen. Die FDP scheiterte mit 4,8 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde, die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) verpasste mit 4,7 Prozent knapp den Einzug in den Bundestag. Wie der Bundeswahlleiter weiter mitteilte, erreichte die SPD 25,7 Prozent (23,0). Die Grünen sackten auf 8,4 Prozent (10,7). Die Linke bekam 8,6 Prozent (11,9) und liegt damit vor der Ökopartei. Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) verpasste bei ihrer ersten Bundestagswahl mit 4,7 Prozent nur knapp den Einzug ins Parlament. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis ergibt sich im 18. Deutschen Bundestag folgende Sitzverteilung: CDU/CSU 311 Mandate, SPD 192 Mandate, Linke 64 Mandate, Grüne 63 Mandate. (Interaktive Grafiken hier).

2.34 Uhr: Und prompt folgt das vorläufige amtliche Endergebnis für Hessen: Demnach wird die CDU mit 38,3 Prozent stärkste Partei, die SPD legt kräftig auf 30,7 Prozent zu. Die Grünen erreichen 11,1 Prozent, die Linkspartei kommt auf 5,2 Prozent - und die bisher mitregierende FDP schafft tatsächlich mit 5,0 Prozent gerade noch den Sprung in den Landtag. Für Schwarz-Gelb reicht es nicht.

2.29 Uhr: In Hessen bleibt es in der Nacht noch spannend: Die FDP hat nach neuesten Hochrechnungen nun doch äußerst knapp den Sprung in den hessischen Landtag geschafft. Doch auch mit einem Ergebnis von 5,0 Prozent der Stimmen für die FDP, von denen ARD und ZDF in ihren abschließenden Hochrechnungen nun ausgehen, hätte eine schwarz-gelbe Koalition in Hessen keine Mehrheit.

2.02 Uhr: Laut Internetseite des Bundeswahlleiters sind die Wahlkreise zwar alle ausgezählt. Mit der formellen Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Ergebnisses zum 18. Deutschen Bundestag ist aber erst ab 2.45 Uhr zu rechnen, wie der Bundeswahlleiter mitteilt.

Wie sieht Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff das Wahlergebnis? Eine Videoanalyse aus dem Newsroom:

1.40 Uhr: Die Nachrichtenagentur dpa meldet: Auszählung beendet - Sieg der Union, FDP gescheitert Die Union ist klarer Wahlsieger - die FDP erstmals seit 1949 nicht mehr im Bundestag vertreten. Nach Auszählung aller 299 Wahlkreise kamen CDU und CSU am Sonntag auf 41,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die FDP scheiterte mit 4,8 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde, die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) mit 4,7 Prozent. Diese Zahlen wurden auf der Internetseite des Bundeswahlleiters veröffentlicht - aber noch nicht als vorläufiges amtliches Endergebnis, sondern als „Zwischenergebnis“.

1.38 Uhr: Auf die komplette Auszählung von drei Wahlkreisen wartete Deutschland nachts noch lange - zwei davon lagen in Berlin. Um 1.38 Uhr stand es dann aber endgültig fest. Die CDU ist der große, die SPD der kleine Wahlgewinner in der Hauptstadt. Grüne und FDP büßten dagegen ein, die Linke verzeichnete nach Angaben der Landeswahlleiterin leichte Verluste, während die europakritische AfD wie im Bund fast fünf Prozent erreichte. Am Ende machten 72,4 Prozent der Berliner von ihrem Stimmrecht Gebrauch - und damit deutlich mehr als bei der letzten Bundestagswahl 2009 (70,9). Mehr zu Berliner Ergebnissen hier und hier. In unserer interaktiven Deutschland-Wahlkarte ist Berlin noch einmal gesondert ausgewiesen.

1 Uhr: Der britische Premier David Cameron hat Angela Merkel per Twitter zum Wahlsieg gratuliert.

00:57 Uhr: Sahra Wagenknecht warnt die SPD. Die stellvertretende Parteivorsitzende ist grundsätzlich bereit zu Gesprächen über ein Linksbündnis - doch nur, wenn diese von der SPD auch ernsthaft geführt werden. "Wenn die SPD nur pro forma mit uns verhandelt, um den Preis für eine große Koalition hochzutreiben, ist es natürlich sinnlos", sagte Wagenknecht dem Tagesspiegel. "Falls es eine Mehrheit für eine rot-rot-grüne Koalition gibt, werden wir die SPD an ihre Wahlversprechen erinnern." Eine Analyse zum Abschneiden der Linkspartei finden Sie hier.

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