Dokumentiert : Das "Punk-Gebet" von Pussy Riot

17.08.2012 12:02 Uhr

Ihr musikalischer Protest gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin endete für die drei Mitglieder der Moskauer Punkband Pussy Riot mit einem Verfahren wegen „Rowdytums aus religiösem Hass“. Als Ort ihres „Punk-Gebets“ hatten sie sich ausgerechnet die wichtige orthodoxe Christ-Erlöser-Kathedrale im Zentrum Moskau ausgesucht.

Mutter Gottes, Jungfrau, verjage Putin Verjage Putin, Verjage Putin

Schwarze Kutte, goldene Epauletten

Alle Gemeindemitglieder kriechen zur Verbeugung

Das Phantom der Freiheit ist im Himmel

Homosexuelle werden in Ketten nach Sibirien geschickt.

Der KGB-Chef, ihr oberster Heiliger,

Er wirft die Demonstranten in Scharen ins Gefängnis.

Um den Höchsten nicht zu beleidigen, Müssen Frauen gebären und lieben.

Scheiße, Scheiße, Gottesscheiße Scheiße, Scheiße, Gottesscheiße

Mutter Gottes, Jungfrau, werde Feministin

Werde Feministin, werde Feministin

Kirchlicher Lobgesang an die verfaulten Führer

Der Kreuzzug der schwarzen Limousinen

In die Schule kommt zu dir der Prediger

Geh zum Unterricht - bring ihm Geld!

Der Patriarch Gundjajew (weltlicher Name von Patriarch Kirill) glaubt an Putin

Besser sollte er, der Hund, an Gott glauben

Der Gürtel der seligen Jungfrau ersetzt keine Demonstrationen

Bei den Protesten ist die Jungfrau Maria mit uns!

Mutter Gottes, Jungfrau, verjage Putin Verjage Putin, Verjage Putin

(Quelle: dapd)

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