Interview mit Bischof Markus Dröge : „Wir verstehen uns als Volkskirche“

Bischof Markus Dröge über Mitgliederschwund, den Zulauf zu evangelischen Schulen und die um sich greifende Armut. Er sagt: Die Gesellschaft muss umdenken.

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Markus Dröge, Jahrgang 1954, ist seit November 2009 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Davor war der promovierte Theologe im Rheinland tätig. Dröge hat auch eine Ausbildung als Familienberater.
Markus Dröge, Jahrgang 1954, ist seit November 2009 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz....

Herr Dröge, Sie predigen am 24. Dezember im Berliner Dom und in St. Marien. Warum diese beiden Kirchen, wofür stehen sie?

 

Das sind die beiden traditionellen Kirchen der Mitte Berlins. St. Marien ist die älteste Kirche Berlins, die alte Bischofskirche, dort hat Otto Dibelius noch zu Zeiten der DDR gepredigt, dort sprach Martin Luther King über die Menschenrechte, als die Mauer noch stand. Der Dom ist geschichtlich das Symbol des wilhelminischen Zeitalters, als der Kaiser noch der oberste Mann der Kirche war, aber diese Tradition haben wir natürlich weiter entwickelt. Seit dem Dritten Reich, seit der Barmer Theologischen Erklärung (Barmer Bekenntnis von 1934 als Zeichen des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus, D. Red.) und seit es die Bundesrepublik gibt, haben wir die Trennung von Staat und Kirche in einem partnerschaftlichen Verhältnis. Aber der Dom hat auch heute noch eine Ausstrahlung als Kirche des deutschen Protestantismus in der Hauptstadt und dort speziell die Tradition der Preußischen Union, der Vereinigung also  von Reformierten und Lutheranern. Deshalb ist der Dom auch heute noch in der Trägerschaft der UEK, der Union der Evangelischen Kirchen.

 

Aber steht der Dom nicht immer noch für ein obrigkeitsstaatliches Kirchenverständnis, weit weg von den aktuellen Realitäten. Warum geht man an einem solchen Tag zum Predigen  nicht in einen Problembezirk?

 

Wir haben in Berlin an fast jedem Ort die Auseinandersetzung mit der Geschichte. Die meisten Kirchen sind etwa 100 Jahre alt. Ich predige in St. Marien und im Dom, auch weil das große Kirchen sind und viele Leute den Bischof hören wollen. Heute, am 19. Dezember, bin ich am Nachmittag bei Frank Zander und gebe Essen aus für Obdachlose, das heißt also, das eine schließt das andere ja nicht aus.

 

Sie erwähnen die Größe der beiden Kirchen. In der Tat können die Kirchen an Weihnachten nicht groß genug sein. Aber in einem Bundesland wie Sachsen-Anhalt sind gerade noch 20 Prozent der Einwohner Christen. Wie erträgt man als Bischof diese Bandbreite der kirchlichen Realität?

 

Ich freue mich über den guten Gottesdienstbesuch zu Weihnachten, denn das zeigt doch, dass die Menschen dann Sehnsucht nach der christlichen Botschaft und Tradition haben, wenn es ihnen wirklich existentiell wichtig ist. Aber natürlich wandelt sich unsere Kirche massiv und hat sich auch schon gewandelt. Wir leben hier in derjenigen Region weltweit, in der die wenigsten Menschen ein religiöses Selbstverständnis haben. Unsere Kirche ist also nicht mehr Volkskirche in dem Sinne, dass die Mehrheit des Volkes zur Kirche gehört. Der Umbau zu einer Quasi-Freiwilligkeitskirche ist im vollen Gange, denn wenn man zu unserer Kirche gehört, muss man sich ja bewusst dafür entscheiden oder dagegen, oder auch, ob man phasenweise dazu gehören will. Wir verstehen uns dennoch als Volkskirche, weil wir eine Kirche für das Volk sein wollen, eine Kirche, die die christliche Kultur im Volk repräsentiert, die gesellschaftlich und sozial aktiv ist, die also eine Institution der Gesellschaft ist.

 

Immer mehr Eltern wollen ihre Kinder auf evangelische kirchliche Schulen schicken, es gibt einen Gründungsboom. Wie erklären Sie sich das? Ist das nur Ausdruck des Misstrauens gegenüber dem staatlichen Schulsystem?

 

Ein Grund liegt in der Qualität der Schulen. Dann wollen sich die Eltern in den Schulen sehr engagieren, und schließlich haben wir auch viele Schulen mit innovativen Projekten. Die Evangelische Schule in Neuruppin hat in diesem Jahr den angesehenen Deutschen Schulpreis 2012 bekommen. Diese Schule ist in allen gefragten sieben Kompetenzfeldern als exzellent beurteilt worden. Da geht es um Leistung, um Schulatmosphäre,  darum, wie Verantwortung gelebt und gelehrt wird, darum, ob sich die Schulen selbst als lernende Institutionen verstehen. Das ist nur ein Beispiel…..

 

Jetzt reden Sie wie ein Schulpädagoge und nicht wie ein Bischof……

 

Na gut, mit dem letzten Grund kann ich den Horizont auch noch etwas weiter ziehen. Ich glaube, das hat auch eine historische Dimension. In der DDR hat der Staat den Schulen die Ideologie und das Wertesystem ganz klar vorgegeben. Heute stehen die freien Schulen geradezu symbolisch dafür, dass es unterschiedliche Werte in der Schullandschaft geben darf und sogar geben soll. Und nicht zuletzt ist es natürlich so, dass viele Eltern, auch Nicht-Christen, sagen: Das christliche Menschenverständnis möchte ich meinen Kindern gönnen. Diese Eltern erwarten von einer evangelischen Schule einen besonderen Zugang zu den Kindern, weil wir eben vom christlichen Menschenbild ausgehen.

 

Aber ist das nicht eine Diskrepanz: Auf der einen Seite in Sachsen-Anhalt nur noch 20 Prozent Christen, auf der anderen eine zunehmende Zahl von Eltern, die genau wegen des christlichen Hintergrundes ihre Kinder auf evangelische Schulen schicken?

 

Es gibt die große Suche nach Werten und nach Orientierung, aber es gibt auch die große Scheu, sich dauerhaft einer Institution anzuvertrauen und sich zu engagieren. Da hat die Kirche keine anderen Probleme als die Parteien, als die Gewerkschaften, als die Sportvereine. Aber die Werte, die wir vertreten, die sind eben durchaus attraktiv. Wir stehen im Vergleich mit unseren 24 Millionen Kirchenmitgliedern und unserem relativ kleinen Mitgliederschwund viel besser da als anderen Institutionen, die auch bestimmte Werte verkörpern, wie Parteien oder Gewerkschaften.

 

Steckt dahinter nicht am Ende aber auch ein elitäres Denken? Saugen die kirchlichen Schulen nicht die Kinder und vor allem die Eltern ab, die aufgrund ihrer Bildung und ihrer ethischen Grundeinstellung der stabilisierende Faktor der Gesamtgesellschaft   sein sollten?

 

Das ist ein Vorurteil, das wir gerade in Brandenburg entkräften konnten. Dort können die Kinder wegen der sozialen Verhältnisse der Eltern oft überhaupt nur den Mindestbeitrag in den evangelischen Schulen bezahlen oder sind sogar ganz vom Schulgeld befreit.  Es sind also durchaus nicht die Schulen der Reichen und der Schönen….

 

Wir meinten nicht die Reichen und Schönen. Wir meinen die Eltern, die sich in die Schulen einbringen. Wenn diese Eltern sich in staatliche Schulen einbringen würden, würde es diesen Schulen wahrscheinlich nicht ganz so schlecht gehen….

 

In Berlin besuchen knapp mehr als zwei Prozent der Schülerinnen und Schüler evangelische Schulen. Natürlich wollen die evangelischen Schulen auch, was Elternengagement angeht, ein Vorbild leben. Aber das hat doch eher eine Ausstrahlung auf die anderen Schulen. In der Schullandschaft insgesamt geben die evangelischen Schulen den Impuls, dass das Engagement der Eltern einfach zu einer Schule gehört.

 

Sollte das steigende Interesse der Eltern an Wertevermittlung, wie es sich im wachsenden Interesse an den kirchlichen Schulen äußert, auch ein Impuls für den Senat sein, das Thema Werte stärker in die staatlichen Schulen hinein zu bringen?

 

Das könnte in der Tat auch für die allgemeinen Schulen ein Impuls sein, zum Beispiel den Religionsunterricht als ganz normales integriertes Fach zu verstehen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen in Berlin und Brandenburg sind ja sehr unterschiedlich, da will ich gar nicht darauf eingehen. Aber die Werte, die wir an den evangelischen Schulen vertreten, sind genau dieselben Werte, die wir in den Religionsunterricht einbringen, und das sind integrative und nicht nur konfessionelle Werte. Das ist ja unsere Botschaft, dass wir uns einsetzen für den interreligiösen Dialog.  Eine Berliner Untersuchung hat gezeigt, dass Kinder, die regelmäßig evangelischen Religionsunterricht besuchen, besser als andere in der Lage sind, interreligiös zu kommunizieren.

 

Es hat sich ja gezeigt, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die am Religionsunterricht teilnehmen, trotz der staatlichen Schwierigkeiten ziemlich stabil geblieben ist. Wäre es an der Zeit, hier eine Evaluierung vorzunehmen und vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklung zu fragen, wie man das Thema Werte stärker in die Schulen bringen kann?

 

Wir sind dankbar, dass sich die Teilnehmerzahlen am  Religionsunterricht in Berlin stabilisiert haben. In Brandenburg hat sich in den letzten acht Jahren die Anzahl der Schüler, die am evangelischen Religionsunterricht teilnimmt, von neun auf  15 Prozent erhöht. Das sind ermutigende Zeichen und wir erwarten deshalb, dass der Unterricht an den Schulen auch finanziell stabilisiert wird. Wir haben in Berlin seit zehn Jahren keine Anpassung an die Kostenentwicklung mehr gehabt.

 

Stoßen Sie da beim Regierenden Bürgermeister auf offene Ohren?

 

Wir haben das vorgebracht, und das ist auf die Arbeitsebene weiter gegeben worden.

 

Hat sich der Koalitionswechsel positiv auf  das Klima zwischen Politik und Kirchen ausgewirkt?

 

Wir hatten auch vorher ein sehr gutes Arbeitsklima. Jetzt, in der Koalition der SPD mit der CDU, ist natürlich gerade beim Thema Religionsunterricht noch einmal ein anderes Interesse und ein anderer Ton dazu gekommen. Aber sowohl im sozialen als auch im Bildungsbereich ist das Klima eher von Kontinuität geprägt. Ein gutes, sachliches Arbeitsklima.

 

Neue Studien zeigen schockierend, dass Kinder nicht mehr selbstverständlich als Quelle von Zufriedenheit wahrgenommen werden und Hobbies teilweise höher stehen. Einer der Gründe ist die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ist in der Bundesrepublik eine falsche Familienpolitik gemacht worden?

 

Der Grund, dass sich der Kinderwunsch nicht so durchsetzt, ist wohl tatsächlich die Sorge vor einem sozialen Abstieg und die Sorge, am beruflichen und gesellschaftlichen Leben nicht mehr wie bisher teilnehmen zu können, wenn man Kinder hat. Die Untersuchungen zeigen ja, dass Deutschland im internationalen Vergleich immer relativ schlecht dasteht, wenn es um Kinderbetreuung und Geschlechtergerechtigkeit geht. Ich glaube, dass es in Folge der Wende mental eine Zurückhaltung im Ausbau von Kindertagesstätten für kleinere Kinder gegeben hat. Das galt als etwas, was im Osten durch den Bau von Kinderkrippen stark propagiert und gelebt worden war. Andere europäische Länder haben in den vergangenen 20 Jahren die Betreuung auch kleinerer Kinder viel offensiver ausgebaut. Bei uns gab es eher die ideologischen Vorbehalte – es soll doch nicht wieder so sein wie in der DDR. Wir müssen jetzt wieder aufholen. Ich glaube auch, dass das Betreuungsgeld ein Signal in die falsche Richtung gewesen ist. Wir müssen eher Infrastrukturen aufbauen, die so noch nicht vorhanden sind.

 

Hat die evangelische Kirche auch Versäumnisse zu beklagen, weil sie zu lange einem nicht so modernen Partnerschafts- und Familienmodell anhing?

 

Gerade hat eine Untersuchung vom Sozialwissenschaftlichen Institut unserer eigenen Kirche deutlich gemacht, dass unsere Familienbezogenen Angebote zu atomisiert sind. Hier eine Kindergruppe, da eine Kindertagesstätte, hier Jugendarbeit. Aber Familien können nicht erkennen, was an einem Ort für ein verlässliches, vernetztes Angebot von Stadt und Kirchen existiert. Da sind wir noch nicht gut genug. Wir halten natürlich am Ideal einer Familie mit Vater, Mutter und Geschwistern fest. Dieses Ideal darf aber nicht den Blick auf die Realität verstellen. Pankow ist jetzt der erste Bezirk, in dem mehr Kinder bei Alleinerziehenden aufwachsen als in Partnerschaftsfamilien. Darauf müssen wir uns einlassen. Das christliche Ideal sollte sich auch nicht an einer Form festmachen. Familie ist überall da, wo Menschen füreinander, Generationen übergreifend, Verantwortung für einander übernehmen. Auch ein Alleinerziehender, der sich um seine Mutter kümmert, lebt das christliche Ideal der Verantwortung. Das haben wir in der letzten Zeit sicher zu wenig im Blick gehabt.

 

Haben Sie das in einer bestimmten Situation besonders gespürt?

 

Wir haben das gemerkt im „Jahr der Taufe“, dass unsere normalen Tauffeiern ganz auf die Kleinfamilie ausgerichtet sind, die als Familie in die Kirche kommt und ihr Kind taufen lässt. Das ist aber keine Form von Feier, die sich eine allein erziehende Mutter wünschen würde, zumal, wenn sie finanziell nicht so gut da steht, eine ganze  Großfamilie dazu einladen zu können. Als wir aber im „Jahr der Taufe“ Tauffeste ausgerichtet haben, die die ganze Gemeinde organisiert und finanziert hat, wo man sich anmelden konnte, da waren plötzlich viele Alleinerziehende dabei, die sich eingeladen fühlten: Da kann ich ja mitfeiern.

 

Können Sie sich denn vorstellen, als protestantische Kirche  offensiv gegen ein Zerrbild wie das der „Rabenmütter“ vorzugehen,  die wieder früh in den Beruf zurück gehen wollen, denen man aber das Gefühl vermittelt, sie seien eigentlich gar keine „richtigen“ Mütter?

 

Ich denke nicht, dass solche Vorstellungen in unseren Kirchengemeinden noch weit verbreitet sind. Wir bemühen uns ja auch, in Pfarrfamilien, in denen Mann und Frau beruflich tätig sind, dass beide Familie und Beruf miteinander vereinbaren können.

 

Die Armutskonferenz hat ein anderes Bild von unserer Gesellschaft als die Bundesregierung in ihrem noch nicht veröffentlichten Armutsbericht, der ja im Bundeswirtschaftsministerium als Entwurf schon einmal frisiert worden ist. Haben wir nach Ihrer Beobachtung in der Gesellschaft in einem stärkeren Maß als früher ein Auseinanderfallen in arm und reich?

 

Wir beobachten ein stärkeres Auseinanderfallen  von arm und reich, und das lässt sich auch belegen, wenn man sieht, wie sich der individuelle Reichtum entwickelt und wie sich die Armut entwickelt. Schon 1997 wurde im Sozialwort der Kirchen gesagt, dass man, wenn man von Armut redet, auch über Reichtum reden müsse. Das darf kein Tabu sein. Insoweit bin ich der Armutskonferenz dankbar, die in ihrem kritischen Gegengewicht zum Armutsbericht der Bundesregierung darauf hinweist, dass sich die Armut verfestigt. Wir dürfen die Augen davor nicht verschließen. Im Hinblick auf die sich ändernde Bevölkerungspyramide und darauf, wie sich die Arbeitsverhältnisse junger Leute entwickeln,  muss man doch sagen, dass es ein großes Problem werden wird. Wir müssen in der Gesellschaft so offen und ehrlich sein, das nicht zu verdrängen.

 

Muss die Kirche auch deutlich sagen, wer für diese Finanzkrise verantwortlich ist? Es gibt ja Kräfte, die diese Krise ausgelöst, die an ihr verdient haben – aber wir alle müssen die Folgen ausbaden und die Spaltung der Gesellschaft wird dadurch weiter verschärft.

 

Die evangelische Kirche hat  in ihrem Wort „Wie ein Riss in einer hohen Mauer“ sehr deutlich gesagt, dass die Problematik noch viel tiefer sitzt. Die Finanzkrise führt zu einem Vertrauensverlust in der Bevölkerung, und dieser Vertrauensverlust destabilisiert die Demokratie. Wir haben klar gefordert, dass auch in der Finanzwirtschaft das Prinzip der Verantwortung für Fehler beibehalten werden muss und dass die Finanzmärkte reguliert werden müssen. Ich habe auch den Eindruck, dass nach dem Fall der Mauer der Begriff „soziale Marktwirtschaft“ sehr stark in Richtung auf „Marktwirtschaft“ verkürzt wurde und dass der Bereich des Sozialen, der Daseinsvorsorge, für die die Gesellschaft verantwortlich ist, zu stark in den Markt hineingezogen worden ist. Das geht bis in die sozialen Träger die sich in einem Verdrängungsmarkt bewähren müssen. Sie habe es dann sehr schwer, wenn sie selber angemessene Arbeitsverhältnisse anbieten. Die Gesellschaft muss umdenken und begreifen, dass es im Sozialen Bereiche gibt, die nicht einem kalten Marktgeschehen unterworfen werden dürfen.

 

Reicht es, sich in diesem Sektor dann für Mindestlöhne einzusetzen?

 

Die evangelische Kirche hat  sich klar für Mindestlöhne positioniert. Wir verstehen uns auch als Wächter, die sozialen Werte immer wieder in die Gesellschaft hinein zu tragen.

 

Muss ein Bischof, so betrachtet, auch immer ein politischer Bischof sein?

 

Auf jeden Fall. Wir haben von unserem Selbstverständnis her einen öffentlichen Auftrag. Wir sollen die Regierenden und die Regierten an Gottes Gebot und  Gerechtigkeit erinnern,  so steht es in der eingangs schon einmal erwähnten Barmer Theologischen Erklärung von 1934.

 

Respektiert die Politik das?

 

In meinen Gesprächen mit Politikern habe ich den Eindruck, dass Politiker gerne die Gemeinschaft mit uns suchen, weil sie mit jedem zusammen arbeiten wollen, der dem Gemeinwohl dient. Auch Politiker und Parteien, nicht nur die christlichen, auch die Linke, schätzen es, dass wir die Sozialwerte hoch halten. Deswegen bin ich auch, was unseren Auftrag angeht, zunehmend optimistisch. Diesem  Vertrauen versuchen wir gerecht zu werden.

 

 

Mit Markus Dröge sprachen Gerd Appenzeller und Gerd Nowakowski

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