MITARBEITER DER WOCHE : Der unermüdliche Kämpfer gegen Aids

Name



Uli Meurer, 57

Beruf

Vorstandsmitglied der Berliner Aids-Hilfe

Alltag

Uli Meurer hat die Aidskrise von Anfang an mitbekommen. Geboren im Rheinland, hat er in Karlsruhe die Aids-Initiative mitgegründet. 1987 kam er nach Berlin, er war HIV-Referent der Berliner Aids-Hilfe und hat dort vor 20 Jahren das Café PositHiv mit aufgebaut, das bis heute existiert und inzwischen offen für alle ist. „Damals waren Positive viel stärker ausgegrenzt als heute, weil sie sofort zu erkennen waren“, erzählt er. Heute arbeitet Meurer ehrenamtlich im Vorstand der Berliner Aids-Hilfe und als Online-Redakteur beim Spendenportal helpdirect.org. Vieles hat sich, nicht zuletzt aufgrund der Einführung der Kombinationstherapie Mitte der 90er Jahre, verändert: „Früher hatten wir fünf Sterbefälle die Woche. Heute sage ich 20-jährigen Infizierten: Junge, mach deinen Abschluss zu Ende, du hast gute Überlebenschancen. Das gilt allerdings nicht für die Schwellenländer, wo die meisten HIV-Infizierten leben.“ Aber auch in Deutschland hätten viele Infizierte Probleme, etwa am Arbeitsplatz. Im Dezember wurde Uli Meurer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet – für sein unermüdliches Engagement im Kampf gegen HIV und Aids. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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