Weihnachten : Bushido, Mia und Icke&Er: Fiese Geschenke (I)

Häschen-Pullover und Keramikdildo: Zwölf Stars und ihre überflüssigsten Bescherungen zu Weihnachten.

André Görke[Ric Graf],Sebastian Leber
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Icke&Er&Schnee. Die beiden Typen bekommen schlechte Geschenke und haben eine schlechte Nachricht: Sie hören 2008 auf.Foto: promo

„Letztlich ist die Formel an Heiligabend ganz simpel: Es ist der schönste oder schlimmste Tag. Man freut sich auf Nintendo – und kriegt Socken.“

Afrob, 28, Rapper („Reimemonster“)

„Mein schlimmstes Weihnachtsgeschenk? Ich hab mir mit 14 einen Amiga 500 gewünscht und stattdessen ein Fahrrad bekommen. Ein traumatisches Erlebnis, das meinem Verhältnis zu Computern einen irreparablen Schaden zufügte. Übrigens, diese Zeilen erreichten den Tagesspiegel per Taube.“

Dendemann, 33, Rapper („EinsZwo“)

„Das schrägste Geschenk? Das war ein Flaschenöffner in Form eines pechschwarzen Keramikdildos. Den bekam ich mit 17 von einem damaligen Freund mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Ganz vorne dabei in der Kategorie: ,Dinge, die die Welt nicht braucht’.“

Jennifer Ulrich, 23, Schauspielerin („Elementarteilchen“, demnächst spielt sie in der Verfilmung „Die Welle“)

„Letztes Jahr haben Icke&Er von ihrem Manager ein Wellness-Wochenende mit allen Schikanen in der Eifel geschenkt bekommen. Das war wirklich sehr langweilig. Außerdem ist die Eifel echt weit weg und der Manager war die ganze Zeit dabei und Icke&Er ihr Manager ist so ziemlich das genaue Gegenteil von Wellness.“

Icke&Er, Rapper („Richtisch Jeil“).

Die beiden gehen übrigens auf Abschiedstour und spielen am 26. Januar noch einmal im „Frannz“ in der Kulturbrauerei.


„Es gibt fast nichts, was mich geschenketechnisch aus der Fassung bringt. Nur einmal konnte ich mich nicht so recht freuen. Ich hatte mir vom Weihnachtsmann eine Geige gewünscht. Vielleicht war ich nicht konkret genug, als es um den Wunschzustand des Instrumentes ging, denn ich bekam ein nie gespieltes Dekorationsstück ohne Kinnstütze und ohne Bogen. Daraufhin verwarf ich meine Geigenpläne wieder und widmete mich meiner Gitarre. Tja, im Nachhinein betrachtet könnte es sich auch um einen geschickten Schachzug meiner Eltern handeln. Ich werde das bei Gelegenheit mal ansprechen.“

Mieze, 28, Sängerin von Mia.


„Mir hat die Mutter eines Kumpels mal eines dieser schwarz-rot-karierten Baumwollhemden geschenkt, die in den 90ern wirklich jeder hatte. Nur leider waren die Dinger seit zehn Jahren verdammt out, als ich es geschenkt bekam. Sah megapeinlich aus, wie vom Krabbeltisch. Ich hab’s schnell in den Schrank gepackt und erst wieder rausgeholt, als mir ein Vogel aufs Auto geschissen hatte. Damit habe ich den Lack sauber gemacht und … obwohl, das sollte die Mutter jetzt lieber nicht lesen, oder?“

Malik Fathi, 24, Fußballprofi des Bundesligisten Hertha BSC


„Ach, Walter, Gott hab’ ihn selig. Ich war zehn Jahre alt, und wir feierten Heiligabend bei Oma und Opa in Güstrow. Abends war Bescherung, und Opa Walter sagte irgendwann zu mir: So, Kleener, komm’ mal ins Nebenzimmer, Bescherung! Ich war ganz aufgeregt und dachte: Boah, Arnim, Alter – jetzt kriegst du ein geiles Fahrrad oder einen Riesenfußball! Aber, nee, vor mir stand eine Eisenbahnplatte mit Bergen, Bäumen und Schienen, auf denen Mini-Züge immer wieder hin und her fuhren. Voll langweilig, voll uncool! Ich habe gar nichts gesagt, aber Opa hatte leuchtende Augen und sich diebisch gefreut. Bei mir hält sich bis heute der hartnäckige Verdacht, dass er die Eisenbahn für sich gekauft hat.“

Arnim, 33, Sänger der Beatsteaks

„Ein 12-jähriges Mädchen fühlt sich ja gerne mal schon erwachsen. Ich wollte immer die coolen Sachen meiner älteren Schwester anziehen und eben auch die gleichen Sachen geschenkt bekommen wie sie. Dann kam der Weihnachtsabend: Meine Schwester bekam ein total schönes, hippes, cooles Shirt – und ich? Ich bekam allen Ernstes einen Pullover, in orange (!), mit einem riesengroßen Hasen drauf (!!), der gerade eine Möhre isst (!!!). Nach drei Jahren habe ich das hübsche Teil ausrangiert.“

Stefanie, 23, Sängerin von Silbermond


„Ich mag es generell nicht so sehr, Geschenke zu bekommen. Aber mein Musikverlag hat mir vor zwei Jahren mal einen Gutschein über 1 000 Euro für einen Edelpuff geschenkt. Das fand ich ziemlich cool, auch wenn ich ihn noch immer nicht eingelöst habe. Vielleicht mache ich’s ja am 24. Dezember. Oder ich chille.“

Bushido, 29, Rapper


„Bisher hatte ich immer Glück. Aber die Vorstellung, in jedem Jahr unter dem Weihnachtsbaum vielleicht Socken, Krawatten oder After-Shave zu finden, das ist einfach gruselig.“

Mark Medlock, 29, Popsänger


„Ohrringe! Ick hasse jegliche Art von Schmuck, hab ’ne Phobie und kann dit nich anfassen! Alle in meiner Schule früher haben Ketten getragen, nur ich nicht. Beim Sportunterricht musste ich, wenn ich mal wieder aus Versehen mein Sportzeug vergessen hatte, auf den Schmuck meiner Klassenkameraden aufpassen und die ganze Stunde über Ohrringe, Ketten, Ohrstecker in der Hand behalten. Dieses kleine Zeugs hat mich wahnsinnig gemacht! Seitdem verkackt jeder, der mir so ein Geschenk macht.“

Anna Fischer, 21, Schauspielerin („Fleisch ist mein Gemüse“)
und Sängerin der Rockband Panda

„Meine Eltern meinten immer, mir irgendetwas praktisches für den Haushalt schenken zu müssen. Kurz vor Weihnachten standen sie bei mir in der Küche und stellten fest: Kind, Du hast ja gar keine Mikrowelle. Du brauchst doch eine Mikrowelle. Woraufhin ich antwortete: Ich will auch keine Mikrowelle! Dies wiederholte ich in den nächsten Tagen immer wieder, da ich schon ahnte, was mich unter dem Weihnachtsbaum erwarten würde. Meine Eltern haben meinen vorauseilenden Protest aber geschickt ignoriert. Ich habe das Ding übrigens bis heute nicht angefasst.“

Collien Fernandes, 26, Moderatorin beim Fernsehsender Viva

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