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Berlin ist eine Hauptstadt (fast) ohne Hochhäuser : Schön auf dem Boden bleiben

Hochhauswohnraum für obere Einkommen ist in Berlin nicht im Angebot. Warum eigentlich nicht? Die Antwort hängt davon ab, ob wir Hochhäuser als Zeichen von Macht, Geld und Prestige sehen.

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Urbanes Bauen in Berlin: Die Türme der die einstige Stalin- und heutigen Karl-Marx-Allee.
Urbanes Bauen in Berlin: Die Türme der die einstige Stalin- und heutigen Karl-Marx-Allee.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Die Zeichen stehen auf Veränderung. Berlins Einwohnerzahl wächst in einer zumindest für die hiesigen Planungsabläufe geradezu dramatischen Weise. Lückenschließungen, noch dazu in komplizierten Baugemeinschaftsmodellen wie in den angesagten Quartieren von Prenzlauer Berg und Friedrichshain, reichen auch nicht annähernd aus, den Bedarf an standardisiertem Wohnraum für Zuwanderer zu decken. Noch kaum in Umrissen zeichnet sich ab, welche Arbeitsplätze in welchen Bauformen entstehen werden und entstehen müssen, um Neubürgern eine Perspektive zu bieten.

Um so wichtiger ist es, jetzt bereits das Übermorgen zu denken. Am Beispiel Frankfurts ließe sich erkennen, wie Stadtgestaltung mit einem Hochhausrahmenplan gelenkt werden kann. Doch am Hochhaus scheiden sich die Geister. Berlins Bausenator Andreas Geisel (SPD) hält von einem solchen Plan nichts, wie er dem Tagesspiegel sagte. Architekt Hans Kollhoff hatte zuvor leidenschaftlich für ein urbanes Bauen plädiert. Kann Berlin – von den Zentren und Einzelfällen abgesehen – gut und gerne auf diese Bauform verzichten?

Die ungebremste und an Geschwindigkeit und Stärke eher noch zunehmende, weltweite Urbanisierung zwingt jedenfalls dazu, feststehende Überzeugungen infrage zu stellen. Wie können ausreichende Büroflächen für den weiterhin überproportional wachsenden tertiären Sektor zur Verfügung gestellt werden? Wie vor allem kann der Wohnraum für die anschwellende Stadtbevölkerung geschaffen werden, die hier und nur hier Arbeit und Einkommen findet?

Das Thema des Wohnens im Hochhaus, lange Zeit eher eine Marotte für betuchte Individualisten, ist längst auf der Tagesordnung. Ein Blick nach China mit seinen Dutzendmillionenstädten, in denen zahllose Zuwanderer in genormten 30-Stock-Wohntürmen ihre Bleibe finden, genügt, die Dringlichkeit dieser Problemstellung zu unterstreichen.

Der Turm von Babel war ein Weltwunder

Die technisch-funktionalen Gründe, die für und wider das Hochhaus sprechen, sind hinlänglich bekannt. Auf der einen Seite stehen der geringe Grundstücksverbrauch im Verhältnis zur gebauten Bruttogrundfläche sowie die bessere Nutzung der Erschließung insbesondere durch den öffentlichen Personennahverkehr, auf der anderen Seite die mit der Gebäudehöhe geometrisch oder gar exponentiell anwachsenden Baukosten sowie das zunehmend ungünstiger werdende Verhältnis von Verkehrsflächen zur Nutzfläche.

Von den schwer zu beziffernden ökologischen Kosten, die je nach Betrachtung das Für und Wider bestärken, sei dabei ganz abgesehen. Tatsächlich aber geht es in den zumeist hitzigen Diskussionen nicht um die Abwägung nüchterner Sachargumente, sondern um Glaubensfragen: Befürworten wir Hochhäuser, als Zeichen von Macht, Geld, Prestige oder auch als "Stadtkrone" und Höhendominante, oder verurteilen wir sie, im Übrigen meist aus eben denselben Gründen?

Hochhäuser oder besonders hohe Bauwerke gibt es, seit es Städte gibt; die messbare Höhe ist dabei eine Variable, sie steigt im Laufe der Jahrhunderte mit den technischen Möglichkeiten an. Der Turm von Babel war ein Weltwunder, mit seinen - vermutlich - 91 Metern Höhe würde er heute kaum mehr Aufsehen erregen, aber für die damalige Zeit war er eine schier unglaubliche Leistung. Mittlerweile liegt der Höhenrekord bei satten 828 Metern, die der Burj Khalifa im arabischen Dubai vorweisen kann.

Frank Lloyd Wright, der große amerikanische Architekt, sah bereits in den 1950er Jahren in seinen visionären Stadtentwürfen ein "Mile High Building" vor, also einen Turm von umgerechnet 1600 Metern Höhe. "Technically sweet", sagt man in Amerika zu solchen Ideen, die technisch machbar, aber weder erwünscht noch gar zwingend notwendig sind.

Verdichtung ist das Gebot der Stunde

In globaler Perspektive nimmt sich Berlin wie ein Idyll aus. Ein im Verhältnis zur Einwohnerzahl ausgesprochen weites Stadtgebiet mit unbegrenztem Umland, viel innerstädtisches Grün, breite Straßen und eine gleichmäßig flache oder sagen wir: einheitlich höhenbegrenzte Bebauung kennzeichnen Berlin als so ziemlich die letzte Stadt, die dringend der Hochhäuser bedürfte.

Bei näherem Hinsehen differenziert sich das Bild. Berlins Stadtraum ist auch 70 Jahre nach Kriegsende weit davon entfernt, annähernd optimal nach den Funktionen von Wohnen, Arbeit und Verkehr geordnet zu sein; die Konversion von Brachflächen zumeist ehemaliger Fabriken und Lager, ist mehr denn je im Gange. Verdichtung ist das Gebot der Stunde, beschränkt sich jedoch bislang ausschließlich auf Lückenfüllungen innerhalb geschlossener Wohnbebauung.

Die Verdichtung von Gewerbeflächen im tertiären Sektor, wie sie Frankfurt am Main seit Jahrzehnten betreibt – nicht zuletzt, um potente Gewerbesteuerzahler in der Stadt zu halten –, ist ein noch vages Terrain.

Am Alexanderplatz mit den vorgeschlagenen zehn 150-Meter-Bauten wäre das beispielhaft vorzumachen, doch ist der Kollhoff-Plan der frühen neunziger Jahre stets unter ästhetischen oder gar moralischen Gesichtspunkten behandelt – und zumeist abgelehnt worden. Wohnhochhäuser sind für Berlin ein noch so fremdes Thema, dass es hier allenfalls rudimentäre Erfahrungen gibt.

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