Eigentumswohnungen : DDR-Kaderschmiede wird Luxusklause

"Metropol Park" am Köllnischen Park in Mitte geht in die Vermarktung.

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Roter Backstein war in den dreißiger Jahren stilbildend.
Roter Backstein war in den dreißiger Jahren stilbildend.Foto: promo

Die denkmalgeschützten Gebäude direkt am Köllnischen Park und dem Märkischen Museum gehen unter dem Projektnamen „Metropol Park“ jetzt in die Vermarkung. In Mitte entstehen hier mehr als 130 Eigentumswohnungen zwischen 30 und bis zu 330 Quadratmeter Größe.

Entwickelt wird das Gebäudeensemble vom Projektentwickler Home Center Management GmbH.

Durch die Aufteilung großer Wohnungen in kleinere Wohneinheiten sollen zusätzlich 18 neue Wohnungen mit einer Größe von 72 bis zu 165 Quadratmetern entstehen. „Der Metropol Park ist mit seiner Lage, dem riesigen Entrée, den bis zu 3,80 Meter hohen Decken – in einem Loft sogar sieben Meter hohe Decken – sowie der beeindruckenden Fassade und vielen historischen Elementen einmalig in Berlin", sagt Kai Massoumi, Head of Sales von Home Center Management.

Abschreibungen für Immobilien im Denkmalschutz möglich

Für die Käufer von Wohnungen im denkmalgeschützen Teil des Metropol Parks besteht die Möglichkeit steuerlicher Abschreibungen. Basis dafür ist die Denkmalschutz-Abschreibung (Paragraf 7i EstG/10f ESTG). „Die Denkmalschutz-Afa ist die letzte Steueroase in der Immobilienwirtschaft, die Wohnungskäufer nutzen können“, sagt Kai Massoumi. Im Jahr der Herstellung und in den folgenden sieben Jahren können je neun Prozent und in den darauf folgenden vier Jahren je sieben Prozent der Sanierungskosten abgeschrieben werden.

Die 25 Wohnungen in dem denkmalgeschützten Klinkergebäude von 1930/31 werden eine Größe von 30 bis zu 165 Quadratmetern haben. Die Wohnungen in den modernen Anbauten haben eine Größe von 70 bis 180 Quadratmetern und die vier Penthäuser sowie Lofts sind bis zu 180 Quadratmeter bzw. 330 Quadratmeter groß.

Errichtet wurde das Gebäude einst nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner für die Krankenkasse AOK. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es als Sitz der SED-Parteihochschule; ergänzt wurde es durch einen Neubau („Haus am Köllnischen Park“). Nach der Wende kehrte die AOK in den Altbau zurück; seit ihrem Auszug im Jahr 2003 steht das Gebäude leer.

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