WG-Casting am Küchentisch : „Warum sollen wir gerade Dich nehmen?“

Wie gelingt die Vorstellung bei den neuen Mitbewohnern in der Wohngemeinschaft?

Evelyn Steinbach
Wer sich verstellt, fühlt sich in der Regel nicht wohl und kommt eher unsympathisch rüber.
Wer sich verstellt, fühlt sich in der Regel nicht wohl und kommt eher unsympathisch rüber.Foto: Inga Kjer/dpa

Nicht nur in Berlin, Hamburg, Köln oder München, auch in kleinen Uni-Städten kann es dauern, eine günstige Unterkunft für das Studium zu finden. Viele Studenten suchen aus Kostengründen nach einer Wohngemeinschaft. Meist findet ein WG-Casting statt, das meist an ein klassisches Vorstellungsgespräch erinnert: „Warum sollten wir gerade dich nehmen?“ Wie erhöhen sich im WG-Casting die Erfolgschancen?

PERSÖNLICH WERDEN

Bevor man sich der WG präsentiert, müssen Studenten sich oft per E-Mail oder telefonisch auf das Zimmer bewerben – mit persönlichen Infos. Manche WGs bitten um Links zum Facebook-Profil.

CHANCEN EINSCHÄTZEN

Studenten konzentrieren sich am besten gleich auf Wohnungsanzeigen, auf die sie zu passen scheinen. Häufig erfährt man darin schon über das aktuelle WG-Leben („Wir kochen am Wochenende gern gemeinsam“ oder „Bei uns hat jeder Freiraum und seine Ruhe zum Lernen“) und die Wünsche an den neuen Bewohner („Wenn du auch gerne feiern gehst, bist du bei uns richtig“).

VORBEREITEN

Vor dem Besuch der WG sollte man die Details aus der Anzeige verinnerlicht haben, um nicht alles doppelt erfragen zu müssen. Auf Pünktlichkeit wird geachtet sowie auf normale Kleidung. „Am besten erscheint man als der Mensch, der man ist“, sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin. Schließlich gehe es darum, einen authentischen Eindruck zu hinterlassen – und das von Anfang an.

INTERESSE ZEIGEN

„Beim Casting sollte man erst einmal darüber sprechen, was die WG von einem erwartet, und dann erfragen, wie sie funktioniert und was die anderen Bewohner so machen“, rät Grob. Denn das Wichtigste seien neben dem Zimmer die Mitbewohner, mit denen man sich gut verstehen muss. „Erst danach stellt man sich selbst etwas genauer vor und erzählt, was man in die WG einbringen kann.“ Und Grob empfiehlt, sich während des Castings nicht zu verbiegen. „Man sollte auch ansprechen, wie man sich selbst das Leben in der WG vorstellt.“

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