Wohntraumstudie 2013 : Berlin, Berlin – wir wohnen in Berlin

Im Sommer 2013 befragte das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag von Interhyp Bundesbürger zu ihrer aktuellen Wohnsituation und ihren Wohnträumen. Viele Hauptstädter wünschen sich Eigentum mit moderner Einbauküche und Dachterrasse.

"Dreamhouse" an der Spree. Auch in Berlin träumen viele Mieter von den eigenen vier Wänden - mit einer schicken Küche.
"Dreamhouse" an der Spree. Auch in Berlin träumen viele Mieter von den eigenen vier Wänden - mit einer schicken Küche.Foto: imago

Der durchschnittliche Hauptstädter wohnt in einer 80 Quadratmeter großen Drei-Zimmer-Wohnung, selten mit Garage (13 Prozent), Fußbodenheizung (11 Prozent) oder gar Kamin (6 Prozent), dafür zu 51 Prozent mit Terrasse, Balkon beziehungsweise Loggia und fast genauso oft (45 Prozent) mit einer modernen Einbauküche. Aber: 82 Prozent der Berliner wohnen zur Miete. Dabei wünschen sich 69 Prozent der Befragten, irgendwann in den eigenen vier Wänden zu leben.

Das sind einige Ergebnisse der „Wohntraumstudie 2013“, einer Umfrage im Auftrag des Baufinanzierers Interhyp unter etwa 1800 Deutschen; knapp ein Drittel stammte aus den Metropolen Berlin, Hamburg, München und Frankfurt am Main. Das „Traumhaus“ an der Spree sollte demnach im Schnitt 140 Quadratmeter groß sein und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe sowie eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel bieten (95 Prozent). Bei der Ausstattung sind den meisten eine moderne Einbauküche (80 Prozent) und Terrasse, Balkon oder Loggia (77 Prozent) wichtig.

Immerhin 68 Prozent sind mit ihrer derzeitigen Wohnsituation zufrieden. Drei Viertel der Befragten glauben dagegen, dass sich ihr persönlicher Wohntraum nur in den eigenen vier Wänden umsetzen lässt.

Gute Zeiten für Mieter verheißen dagegen aktuelle Zahlen des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, der seine Jahresstatistik zu „Wohnungswirtschaftlichen Daten und Trends 2013/2014“ vorlegte. Bei den rund 3000 im GdW und seinen Regionalverbänden organisierten Wohnungsunternehmen sinkt demnach die Leerstandsquote, und die Betriebskosten steigen nur unterdurchschnittlich. Dagegen erhöhe sich die Zahl der barrierearmen beziehungsweise barrierefreien Wohnungen erheblich und die Energieverbräuche sänken.

Das laut Verband „umfassendste Zahlenwerk für die deutsche Wohnungswirtschaft“ basiert auf Daten aus den Mitgliedsunternehmen, die mit Ergebnissen der amtlichen Statistik und weiteren Erhebungen von Branchentrends verglichen wurden. Im Jahr 2012 hat die im GdW organisierte Wohnungs- und Immobilienwirtschaft demnach rund 9,6 Milliarden Euro in die Bewirtschaftung und den Neubau von Wohnungen investiert.

Zwischen 1990 und 2011 seien rund 62 Prozent der GdW-Gebäude energetisch modernisiert worden, so ein Ergebnis der Studie. Dadurch liege der Energieverbrauch der betreffenden Wohnungen rund 15 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Insgesamt hätten die vertretenen Unternehmen seit 2005 gut 16 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Bestände investiert, was die warmen Betriebskosten deutlich dämpfe.

Darüber hinaus seien Ende 2012 rund 328 000 GdW-Wohnungen (5,7 Prozent) barrierearm oder -frei gewesen – im Vergleich zu geschätzten 1,5 bis 2 Prozent aller Wohnungen bundesweit. (Tsp)

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