Qualitätsurteil: sehr gut : „Jugend testet“ prüft Produkte auf Herz und Nieren

1700 Schüler nahmen am "Jugend testet"-Wettbewerb teil und nahmen etwa Chips, Pflaster und Fotodienste unter die Lupe.

Manche Chips knuspern so laut wie ein vorbei fahrendes Motorrad. Das fand eine Schülergruppe heraus, die im „Jugend testet“-Wettbewerb der Stiftung Warentest die salzigen Knabbereien unter die Lupe genommen hat. Andere besonders gelungene Projekte wurden nun von Stiftungsleiter Werner Brinkmann und Julia Glöckner (CDU), Staatssekretärin im Verbraucherschutzministerium, ausgezeichnet.

Der mit 2000 Euro dotierte erste Preis der Kategorie „Produkte“ ging an zwei Schülerinnen aus Bayern. Da sie im Sommer gern barfuß laufen, kamen sie auf die Idee, die häufig benötigten Pflaster zu überprüfen. In Kategorien wie Klebkraft, Saugfähigkeit und im 24-Stunden-Test mussten sich Pflaster von zehn Herstellern beweisen; nur die Marke Optisana konnte sich das Prädikat „Sehr gut“ sichern. In der Kategorie „Dienstleistung“ gewann eine Schülerin aus Nordrhein- Westfalen, die Online-Fotodienste testete. Dazu schickte sie Fotos an verschiedene Anbieter und beurteilte später das Ergebnis. Einen klaren Sieger gab es nicht: Die einzelnen Dienste hätten alle ihre Stärken und Schwächen, hieß es – je nachdem, ob das Bild als Poster oder auf einem T-Shirt gebraucht wird.

Die Jury, der auch TV-Moderator Cherno Jobatey und „Deutschland sucht den Superstar“-Jurorin Nina Eichinger angehörten, zeigte sich beeindruckt vom Ideenreichtum der Schüler. Schön sei auch, dass Jugendliche nicht nur passive Konsumenten sind, sondern sehr kritisch an Produkte und Dienstleistungen herangehen. „Gerade heute, wo wir oft die Qual der Wahl haben, ist es wichtig, ein kluger Verbraucher zu sein und sich nicht von Werbung täuschen zu lassen“, sagte auch Glöckner. Die mit insgesamt 9000 Euro dotierten Preise des Wettbewerbs werden bereits seit 1979 vergeben. In diesem Jahr nahmen 1715 Schüler aus ganz Deutschland mit 442 Projekten teil. ses

Informationen zum Wettbewerb: www.test.de/jugendtestet

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