Antisemitismus in Berlin-Treptow : Mann wegen seiner Kippa von Schlägern angegriffen

Im Treptower Park hat sich am Dienstagabend ein antisemitischer Übergriff ereignet: Ein Mann wurde beleidigt und geschlagen, weil er eine Kippa trug.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt seit Dienstagabend wegen eines offenbar antisemitisch motivierten Übergriffs in Alt-Treptow. Ein 21 Jahre alter Mann war gegen 21.30 Uhr im Treptower Park an der Puschkinallee unterwegs, als er von drei - nach Aussage des Opfers arabisch aussehenden - Männern auf seine Kippa angesprochen wurde. Das Trio beleidigte den Mann, dann griff einer der Drei den 21-Jährigen mit Schlägen und Tritten an. Hinterher flüchteten die Täter. Der Angegriffene - ein Deutscher jüdischen Glaubens - wurde leicht verletzt, musste aber nicht ärztlich versorgt werden.

In Berlin ereignen sich immer wieder antisemitische Übergriffe im öffentlichen Raum. Meist werden die Opfer attackiert, weil sie sich durch das Tragen einer Kippa zum jüdischen Glauben bekennen. Zuletzt wurde im Oktober 2015 ein Israeli auf dem U-Bahnhof Schönleinstraße von vier offenbar arabischstämmigen Männern beleidigt und bespuckt.

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