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Berlin-Britz : 13 Verletzte bei Schlägerei an der Alfred-Nobel-Schule

In der Alfred-Nobel-Schule in Britz gab es eine Massenschlägerei - und zuvor Streit zwischen arabischstämmigen Jugendlichen einer 8. Klasse mit jungen Syrern einer Willkommensklasse.

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Ein Krankenwagen in Berlin (Archivbild).
Ein Krankenwagen in Berlin (Archivbild).Foto: dpa

An der Alfred-Nobel-Sekundarschule am Britzer Damm in Britz hat es am Donnerstagmittag eine heftige Schlägerei gegeben. Zwölf Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren sowie ein Lehrer mussten hinterher ärztlich versorgt werden. Die Polizei sagte am Donnerstagnachmittag, dass elf Schüler zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden seien. Nach derzeitigem Kenntnisstand sei aber kein Jugendlicher so schwer verletzt worden, dass er stationär aufgenommen werden müsste. Ein weiterer Schüler und ein Lehrer seien vor Ort behandelt worden.

Schläge nach der zweiten Hofpause

Feuerwehr und Polizei waren gegen 11.45 Uhr aus der Schule alarmiert worden. "Als wir vor Ort eintrafen, war die Schlägerei noch im Gange", sagte ein Feuerwehrsprecher. Sie war laut Polizei im ersten Stock des Schulgebäudes ausgebrochen. Kurz nach der Feuerwehr traf auch die Polizei mit zehn Beamten ein; da hatte sich die Lage allerdings bereits beruhigt.

Nach Auskunft einer Sprecherin der Senatsschulverwaltung war die Schlägerei "nach der zweiten Hofpause, schon auf dem Weg zurück in die Klassen" ausgebrochen. Mindestens zehn Jugendliche hätten "äußerst massiv" aufeinander eingeschlagen. Es soll sich in der überwiegenden Mehrzahl um Achtklässler gehandelt haben.

Lehrer erlitten einen Schock

Mehrere Lehrer seien dazwischen gegangen, um die Kontrahenten zu trennen. Vier Lehrer erlitten unter dem Eindruck des Gewaltausbruchs einen Schock, hieß es aus der Schulverwaltung. Laut Polizei wurden die Lehrer aber nicht von den Jugendlichen attackiert. Allerdings waren laut RBB-Abendschau ein Pädagoge und eine Schülerin, die dazwischen gegangen waren, verletzt.

Schüler einer Willkommensklasse beteiligt

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei prügelten Schüler aus fünf verschiedenen Klassen der Schule aufeinander ein. Nach Informationen des Tagesspiegels war eine der Klassen eine sogenannte "Willkommensklasse" für Flüchtlinge. Waffen kamen nicht zum Einsatz. In der RBB-Abendschau sagte die Schulleiterin, es habe zunächst Streit zwischen jungen Syrern einer Willkommensklasse und arabischstämmigen Schülern einer 8. Klasse und gegeben. Bereits zuvor habe es Beleidigungen der Schülergruppen untereinander gebeben. Nun schlugen sich viele Jugendliche ins Gesicht.

Briefe an die Eltern

Der Unterricht an der Sekundärschule wurde nach der Schlägerei für den Rest des Tages beendet; am Freitag soll wieder wie gewohnt unterrichtet werden. Die Eltern sollen am Donnerstagnachmittag von den Geschehnissen informiert werden. Es wurden Elternbriefe herausgeschickt. Laut RBB-Abendschau besitzen 80 Prozent der 480 Schüler der Neuköllner Sekundarschule einen Migrationshintergrund. Ein Schulpsychologe soll nun herausfinden, warum die Schüler genau so erbittert aufeinander losgingen.

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