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Marzahn-Hellersdorf : Volksverhetzung vor russisch-deutscher Schule

Der Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung vor einer russisch-deutschen Schule in Marzahn-Hellersdorf. Dort wurden einschlägige Flugblätter und eine Reichsflagge gefunden.

Foto: dpa

Die deutsch-russische Lomonossow-Grundschule in Marzahn-Hellersdorf ist am Wochenende Schauplatz eines volksverhetzenden Anschlages geworden. Unbekannte verteilten auf dem Schulgelände Flugblätter und Pappschilder mit rechtsradikalen und ausländerfeindlichen Inhalten, wie die Polizei mitteilte. Der Inhalt der Parolen richtete sich explizit gegen den russlanddeutschen Migrationshintergrund der Schüler. Deshalb ermittelt nun der Staatschutz. Zudem wurde eine Reichsflagge am Tor der Schule in der Allee der Kosmonauten und eine Sexpuppe mit einem Strick um den Hals an einen Basketballkorb befestigt. Die Gegenstände befinden sich derzeit bei Experten der Spurensicherung.
Regina Kittler und Hakan Tas von der Linkspartei in Berlin bezeichneten den Anschlag als „neue Stufe der Eskalation“. „Es ist unfassbar, dass organisierte Neonazis nicht einmal vor kleinen Kindern halt machen, um ihre kruden Gedanken zu verbreiten“, teilten die beiden Politiker mit. Der Polizei warfen Kittler und Tas vor, die Schulleitung nicht rechtzeitig über den Vorfall informiert zu haben. Ein Polizeisprecher entgegnete, die Beamten hätten nach mehreren missglückten Telefonanrufen ein Schreiben in den Briefkasten geworfen, das offenbar erst im Laufe des Vormittags gelesen wurde.

 

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