Nach Angriff in Berlin-Spandau : Drei Jahre Haft für prügelnden Polizisten

In seiner Freizeit prügelte ein Berliner Polizist einen Mann brutal nieder, jetzt muss er dafür ins Gefängnis. Den Vorwurf des versuchten Totschlags sah das Gericht aber nicht bestätigt.

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Eine Polizeimütze
Der Polizist Andreas R. war bei seiner Prügel-Attacke außerdienstlich unterwegs.Foto: dpa

Ein Polizist, der in seiner Freizeit einen Mann brutal niedergeprügelt hatte, muss für drei Jahre hinter Gitter. Der 41-Jährige wurde am Dienstag der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen. Der Angriff vor einem Lokal wurde als Affekttat eingestuft. Die Anklage hatte dagegen auf einen versuchten Totschlag und vier Jahre Gefängnis plädiert.

Der Beamte hatte privaten Stress und war wegen der Trennung seiner Freundin angespannt, als er am 27. Oktober ein Rockcafé in Wilhelmstadt verließ. Er sei von einem Mann angesprochen worden, mit dem es bereits in der Kneipe einen kleinen Disput gegeben hatte, sagte er im Prozess. Weil er sich provoziert gefühlt habe, sei es zur Prügelei gekommen. Das 46-jährige Opfer hatte erhebliche Verletzungen im Gesicht erlitten.

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