Sechster Verhandlungstag im Fall Jonny K. in Berlin : Angeklagter erleidet Schwächeanfall

Der sechste Verhandlungstag im Fall Jonny K. begann am Donnerstag mit einem Schwächeanfall des Angeklagten. Später wurden zwei Polizistinnen vernommen, die kurz nach dem Angriff auf den 20-jährigen Jonny K. am Alexanderplatz eintrafen. Die Angeklagten hatten bereits gestanden, sich an der Prügelei beteiligt zu haben. Am Tod von Jonny sei aber keiner von ihnen Schuld.

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Ein Kreuz steht am 13. Mai am Tatort am Alexanderplatz in Berlin. Im neuen Prozess um die tödliche Prügelattacke gegen Jonny K. am Berliner Alexanderplatz wurden am Donnerstag zwei Polizisten als Zeugen vernommen.
Ein Kreuz steht am 13. Mai am Tatort am Alexanderplatz in Berlin. Im neuen Prozess um die tödliche Prügelattacke gegen Jonny K. am...Foto: dpa

Kaum hatte der sechste Tag im Prozess um die tödliche Prügelattacke auf Jonny K. begonnen, bat der mit 24 Jahren älteste Angeklagte um ein Glas Wasser. Nur Minuten später musste die Befragung einer Zeugin unterbrochen werden: Bilal K. saß kreidebleich neben seiner Verteidigerin. Es wurde die im Kriminalgericht Moabit tätige DRK-Sanitäterin gerufen. Nach etwa 45 Minuten konnte die Verhandlung aber fortgesetzt werden.

Zwei Polizistinnen wurden am Donnerstag vernommen. Eine 24-jährige Beamtin war kurz nach dem Angriff auf den 20-jährigen Jonny K. und dessen Begleiter am Tatort am Alexanderplatz und dann im Krankenhaus. „Er wird sterben“, seien die ersten Worte der behandelnden Ärztin gewesen, erinnerte sich die Kommissarin. Am Tatort seien viele Kollegen gewesen, sie habe die Befragung von Zeugen den erfahrenen Beamten überlassen.

Jonny K. war kurz nach der Prügelattacke in der Nacht zum 14. Oktober 2012 an massiven Hirnblutungen gestorben. Als mutmaßliche Angreifer sitzen sechs 19- bis 24-Jährige vor dem Landgericht. Ihnen wird Körperverletzung mit Todesfolge sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Alle Männer gestanden zwar eine Beteiligung an der Prügelei, bestritten aber jede Schuld am Tod von Jonny K. Sie gaben jeweils einen Tritt oder Schlag zu, durch den er nicht gestürzt und keine Kopfverletzungen erlitten habe. Der Prozess geht am 15. Juli weiter.

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