Weihnachtsmarkt am Alex : 14 Schüler hingen in Gondel fest

Auf dem Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz ist eine Karussell-Gondel mit 14 jugendlichen Besuchern in etwa acht Metern Höhe steckengeblieben. Die Feuerwehr rettete alle einzeln über Drehleitern.

Annette Kögel,Sylvia Vogt
314554_0_2cb04645.jpg Foto: Michael Koerner
Gerettet. Die Feuerwehr war mit Höhenrettungsspezialisten im Einsatz. -Foto: Michael Koerner

So hatten sie sich ihren Wandertag nicht vorgestellt: Rund eine halbe Stunde hingen 14 Schüler aus dem Berliner Umland in acht Metern Höhe in einem Karussell fest. Um 13:44 Uhr blieb das Fahrgeschäft „Revolution“ auf dem Weihnachtsmarkt zwischen dem Einkaufszentrum Alexa am Alexanderplatz und der Jannowitzbrücke stehen.

Das „Revolution“ ist ein sogenanntes Top-Spin-Gerät. Dabei sitzen die Passagiere angeschnallt auf einer langen Bank aufgereiht, die von zwei Hebearmen horizontal und vertikal durch die Luft gewirbelt wird. „For highest feelings“, steht auf der Gondel.

Die jugendlichen Fahrgäste im Alter zwischen 14 und 17 Jahren mussten wenigstens nicht kopfüber auf ihre Rettung warten. Die meisten der Schüler reagierten gelassen, ein paar weinten. Die Feuerwehr war schnell mit Höhenrettungspezialisten vor Ort und konnte binnen einer halben Stunde alle Passagiere retten. Die Schüler wurden einzeln per Drehleiter aus der Gondel geholt.

Ein Notarztteam kümmerte sich um die Schüler. „Einige waren doch sehr aufgeregt“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Verletzt wurde aber niemand.

Unglücksursache ist nach Feuerwehrangaben vermutlich ein Getriebebruch an dem Karussell. Peter Nickel, der Juniorchef des „Revolution“, spricht von einem Getriebeschaden. Jetzt prüft der TÜV das Gerät. Vorerst steht es still.

„Zum Glück ist nichts passiert“, sagte die Frau vom Glühweinstand. „Aber wenn das ‚Revolution’ wieder aufmacht, werden die Schlangen wieder lang sein“.

Im August war es auf dem Deutsch-Amerikanischen Volksfest in Zehlendorf zu zwei Unglücksfällen gekommen. Am 1. August starb ein elfjähriger Junge bei einer Fahrt mit der Achterbahn, einige Tage später mussten 14 Fahrgäste eine halbe Stunde kopfüber in schwindelnder Höhe ausharren, als das Fahrgerät "Stargate" steckengeblieben war.

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