Armut in Berlin : Jedes dritte Schulkind ist bedürftig

34,1 Prozent der Kinder an öffentlichen Schulen in Berlin bekommen Bücher kostenlos, weil ihre Eltern nicht genug Geld haben. An freien Schulen sind es nur 10,2 Prozent. Auch zwischen den Bezirken sind die Unterschiede groß.

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Lernen ist teuer: Bücher, Arbeitshefte, Stifte - alles will angeschafft werden.
Lernen ist teuer: Bücher, Arbeitshefte, Stifte - alles will angeschafft werden.Foto: Mike Wolff

In Berlin gibt es immer mehr Schulkinder, deren Eltern vom Kauf der Schulbücher befreit sind, weil sie Transferleistungen erhalten.

Im aktuellen Schuljahr 2014/15 galt dies an den öffentlichen Schulen für 101.390 Schüler, das entspricht 34,1 Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote an den öffentlichen Schulen noch 33,4 Prozent.

Für 2013/14 legte die Bildungsverwaltung auf Anfrage eine Übersicht über die Lage in den einzelnen Bezirken vor.

Demnach war die Quote der bedürftigen Kinder in Mitte am höchsten (58,8 %), gefolgt von Neukölln (55,9 %), Friedrichshain-Kreuzberg (47,9 %) und Marzahn-Hellersdorf (39,5 %). Am wenigsten lernmittelbefreite Kinder gab es in Steglitz-Zehlendorf (11,5%), Pankow (18,6 %) und Treptow-Köpenick (20,2 %).

Die Quote an den freien Schulen betrug 2013/14 10,2 Prozent.

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