Ausstellung : Wie Schüler Flucht und Vertreibung sehen

Eine Schulklasse aus Spandau setzt sich künstlerisch mit dem Thema Flucht auseinander und konzipiert eine Ausstellung.

Sylvia Vogt
Schüler aus Spandau im Deutschen Historischen Museum vor dem Gemälde „Abschied der Auswanderer“.
Schüler aus Spandau im Deutschen Historischen Museum vor dem Gemälde „Abschied der Auswanderer“.Foto: Promo

„Ich packe meinen Koffer“ – so heißt ein Spiel, bei dem man sich immer mehr Gegenstände merken muss. Und so heißt auch ein Projekt, das die Klasse 8a des Spandauer Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasiums für vier Tage ins Deutsche Historische Museum geführt hat. Dort setzten sich die Schüler unter der Leitung des Künstlers Thomas Bratzke und im Rahmen des Landesprogramms Kulturagenten mit dem Thema Flucht und Migration auseinander. Auch dabei spielten Gegenstände eine wichtige Rolle. Eine Decke, ein Smartphone, ein Rucksack, ein Pass, ein Boot bekommen für einen Menschen auf der Flucht möglicherweise lebenswichtige Bedeutung.

Die Schüler sprachen mit einem Syrer über seine Fluchterfahrungen, gingen im Museum auf die Spuren der deutschen Auswanderer und Vertriebenen, stellten Plastiken, Zeichnungen und Polaroid-Fotos her. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist ab Donnerstag in einer Ausstellung in der Schule zu sehen (Jungfernheideweg 79, Siemensstadt).

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