Schule : Ein Haus für Inklusion

In Neukölln wird erstes Beratungszentrum eröffnet.

Zur Inklusion gab es in den letzten Monaten vor allem Rückschläge zu vermelden – wegen massiver Mittelkürzungen musste Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) die geplante flächendeckende Einführung des gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nichtbehinderten Kindern auf unbestimmte Zeit verschieben. Jetzt gibt es auch einmal eine positive Nachricht: Am heutigen Dienstag wird in Neukölln das erste Beratungs- und Unterstützungszentrum für inklusive Pädagogik (BUZ) eröffnet. Außer Sandra Scheeres werden die Vorsitzende des Inklusionsbeirates, Sybille Volkholz, und die Neuköllner Schulstadträtin Franziska Giffey (SPD) bei der Schlüsselübergabe erwartet.

Hauptaufgabe des Beratungszentrums ist die Fortbildung und Beratung von Lehrkräften und Schulleitern, aber auch Eltern können dort Unterstützung und Informationen erhalten. „Es herrscht ein großer Beratungsbedarf“, sagte Schulstadträtin Giffey. Die Einrichtung des BUZ bedeute aber nicht, dass der Bezirk bestehende Förderzentren schließen werde. „Im Gegenteil. Wir brauchen diese Schulen weiterhin“, sagte Giffey.

Rektorin des Neuköllner BUZ wird Sonderpädagogin Marion Seidel, die zuvor ein Förderzentrum geleitet hat. Das Beratungszentrum ist in den Räumen der ehemaligen Löwenstein-Oberschule in Nordneukölln untergebracht, und soll mit der benachbarten Karlsgarten-Grundschule kooperieren, die bereits seit Jahren Modellschule für Inklusion ist. Im Laufe dieses Schuljahres sollen noch weitere BUZ eröffnet werden – in Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Marzahn-Hellersdorf. svo

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