Proteste : Buttons und Briefe für die Junglehrer

Eltern sowie Schüler machen sich für eine bessere Bezahlung angesteller Lehrer stark. Eltern an einer Kreuzberger Grundschule haben einen Protestbrief an Wowereit und Scheeres geschrieben.

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Der Protest für eine bessere Bezahlung angestellter Lehrer weitet sich aus. Eltern der Reinhardswald-Grundschule in Kreuzberg setzen sich in einem offenem Brief an Klaus Wowereit und Bildungssenatorin Sandra Scheeres (beide SPD) für sieben Junglehrerinnen ein, deren Wegzug sie fürchten. Die jungen Lehrerinnen müssten miterleben, dass Kollegen, die Berlin als Angestellte verlassen hätten, als Beamte zurückkehrten. Die Eltern fordern, „den politischen Unsinn des nicht harmonisierten Ausstiegs aus der Verbeamtung junger Lehrer zu unterlassen“ und die Personalsituation an Schulen in sozialen Brennpunkten zu verbessern.

Auch der Protest am Berggruen-Gymnasium in Charlottenburg geht weiter: Wie angekündigt, hat die Schülervertretung Buttons hergestellt, mit denen sie für die Besserstellung der angestellten Lehrer werben will. „Ziel ist es, ein Netz der Berliner Schulen untereinander zu spinnen“, sagt Schülersprecherin Tabea Hirth. „Die Schüler sollen die Buttons nicht nur in der Schule tragen, sondern auch in der Öffentlichkeit: Beim Kino-Gang, beim Einkaufen, beim Spazierengehen.“

Im Beethoven-Gymnasium in Lankwitz, Barbarastraße 9, findet am Donnerstag um 19 Uhr eine vom „Netzwerk angestellter Lehrkräfte“ organisierte Podiumsdiskussion statt. Erwartet werden CDU-Schulpolitikerin Hildegard Bentele, Ina Czyborra (SPD), Harald Kuhn vom Schulleiterverband IBS, Landeselternsprecher Günter Peiritsch, Ralf Treptow von der Vereinigung der Oberstudiendirektoren und Torsten Ulrich von der Initiative „Verbeamtung Jetzt“. svo/sve

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