Schreibwettbewerb : Wenn Kinder in Deutschland was zu sagen hätten

Schüler aus Gropiusstadt schreiben, was sie tun würden, wenn sie Bundeskanzler wären. Am vergangenen Donnerstag lasen sie ihre Wünsche im Rathaus Neukölln vor. Unser Schülerpraktikant Hendrik hat auch zugehört. Lesen Sie hier seine Eindrücke und eine Auswahl der Texte.

Hendrik Fittkau
Florian Heyn aus der 5a der Sankt-Marien-Schule ist gegen Atomkraftwerke.
Florian Heyn aus der 5a der Sankt-Marien-Schule ist gegen Atomkraftwerke.Foto: Promo/Simon

Was würden Kinder tun, wenn sie Bundeskanzler wären? Schüler aus zehn Schulen des Bildungsverbundes Gropiusstadt haben Texte zum Thema „Wenn ich in Deutschland was zu sagen hätte...“ geschrieben. Die besten Texte konnten die Schüler in der vergangenen Woche im Rathaus Neukölln Bildungsstadträtin Franziska Giffey (SPD) und anderen BVV-Vertretern vortragen und mit den Politikern über die Themen zu diskutieren. Fast alle Kinder beschäftigten sich mit den Themen Umwelt und Armut. Sie wünschen sich unter anderem mehr Spielplätze, dass mehr Menschen Fahrrad fahren anstatt Auto, grünere Parks oder auch dass die reicheren Menschen einen höheren Steuersatz zahlen sollen als die Menschen mit weniger Geld.

Eine interessante Idee kam von einem Jungen namens Florian, der genau durchgerechnet hat, dass man alle Atomkraftwerke wenn man jetzt in den Sommerferien anfangen würde bis 2018 schließen könnte. Dazu hat er außerdem einen genauen Plan gezeichnet und beschwert sich, dass noch nicht früher damit angefangen wurde, denn dann hätten die Atomkraftwerke schon bis 2015 alle geschlossen werden können.

Einige Schüler hätten gerne weniger Arbeitsstunden für ihre Eltern, damit sie selbst nicht so lange alleine zu Hause sind oder auch einfach eine Gehaltserhöhung für alle, in einer Höhe, so dass jeder davon gut leben kann.

In die Richtung Bildung gab es auch einige Vorschläge, unter anderem wurde gefordert, dass mehr Lehrer an Schulen arbeiten, damit weniger Stunden ausfallen oder auch Schule ab 9 und ein gemeinsames Frühstück, damit auch die Kinder Frühstück bekommen, bei denen die Eltern sich nicht so viel leisten können.

Manche Forderungen waren jedoch ein bisschen zu optimistisch wie zum Beispiel Schule ab 10 und 4 Tage in der Woche Schule, welches mit unserem Schulsystem wahrscheinlich nicht möglich ist.

Hier eine Auswahl der Texte:

1

Ich bin Darnell und gehe in die 5a der Lisa-Tetzner-Grundschule. Wenn ich Bundeskanzler wäre, würde ich …

… mehr auf Sonnen- und Windenergie setzen.

… mehr Elektroautos herstellen, um die Umwelt zu schonen.

… Kinder in der Politik mehr mitreden lassen, damit sie auch mehr Rechte bekommen.

 … mehr Spielplätze bauen lassen, sodass jedes Kind in 

     seiner Nähe einen Spielplatz hat.                

… die Schulen bunter anstreichen lassen, damit die 

     Kinder mehr Lust auf Schule bekommen.              

… genügend Lehrer einstellen, sodass kein Unterricht mehr ausfällt.

 

2

Ich bin Ben-Luca aus der 6. Klasse der Katholischen Schule St. Marien.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel!

Ich wollte schon immer Bundeskanzler von Deutschland werden. Dafür habe ich schon einen Plan.

Wenn ich Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wäre, dann würde ich alle illegalen Drogen abschaffen. Ich würde mehr Spielplätze bauen, sicherere Wohnungen und Häuser schaffen sowie mehr Kameras zum Überwachen von dunklen Gegenden einrichten.

Ich finde, dass Sie Ihre Arbeit sehr gut machen.

 

4

Ich bin Lena Kamradt aus der Klasse 6c der Lisa-Tetzner-Grundschule. 

Wenn ich Bundeskanzlerin wäre, würde ich mich für unsere Umwelt einsetzen. Denn immer wenn ich rausgehe, bemerke ich, dass Tag für Tag Bäume, Büsche und viele Pflanzen, die wir zum Leben brauchen, verschwinden. Und dann steht dort, wo einst eine lebenswichtige Pflanze war, ein Supermarkt oder gar eine große Fabrik. Dies würde ich ändern!

Ich würde nicht wie andere Menschen, tausende Organisationen gründen. Nein! Ich würde persönlich auf die Straßen Deutschlands gehen und  versuchen, unsere Umwelt zu schützen. Dabei würde ich euch fragen, ob Ihr eure eigene Welt zerstören wollt…? Sicher werdet ihr mir mit „NEIN“ antworten und mir somit höchstwahrscheinlich helfen, unsere Welt zu retten. Das alles klingt jetzt vielleicht sehr nach einem fantasievollen Abenteuer.  Aber es ist möglich - mit euch!

 

5

Ich heiße Shan und bin aus der 6B der Hugo-Heimann-Grundschule.

Wenn ich Bundeskanzler wäre, würde ich die Wälder und Parks in Ruhe lassen, zum Beispiel den Tempelhofer Flughafen. Ich gehe gerne mit meinen Freunden und meiner Familie raus und skate. Also ich würde die Parks NOCH grüner machen. Ich würde da Eis- oder Hot-dog-Stände aufbauen lassen. Ich würde NIEMALS zulassen, dass der Tempelhofer Flughafen bewohnt wird.

                                                              

                                

6

Bei uns Berlinern ist es anders,

Als bei andern.

Reden nützt nichts!

Ist halt so. Los tut was!

Wenn Euch die Natur wichtig ist! 

 

Wenn Euch die Natur wichtig ist,

Dann wartet nicht, wozu?

Sagt Eure Meinung!

 

Sagt Eure Meinung!

Berlin ist eine offene Stadt,

Sehr Freedom! Für die Natur tun

Wir alles!

 

Für die Natur tun Wir alles,

Sagt Ihr!

Los! Sagt es!

Eure Meinung ist uns wichtig!

 

Was Ihr tun könnt:

Fahrt nicht so viel Auto!

Schmeißt keinen Dreck auf die Straßen!

Trinkt nicht so viel aus Plastikflaschen,

Ihr könnt aus Glasflaschen trinken!

 

           TUT DAS ALLES! IHR WERDET SEHEN, WIR WERDEN LÄNGER LEBEN!

Von Inci Sila Taibe Celik, 8. Klasse, Walter-Gropius-Schule

 

7

Mein Name ist Florian Heyn, ich bin aus der 5a der Sankt-Marien-Schule.

Es gibt 13 Atomkraftwerke in Deutschland. Diese stellen ein Problem für das Ökosystem dar. Die Regierung will die Atomkraftwerke erst 2022 abschaffen, aber wenn man will, würde das auch bis 2018 möglich sein.

Professoren haben einen Plan zusammengestellt, der eigentlich schon 2012 in Kraft treten sollte. Nach diesem Plan würden 2015 alle Atomkraftwerke vom Netz sein. Das hat sich nicht durchgesetzt.

Doch der Plan könnte noch bis 2018 abgeschlossen sein. Dazu müsste man 2014 anfangen und das funktioniert so: Im Sommer 2014 kann z. B. das Atomkraftwerk Ems vom Netz genommen werden und dafür der Hochsee-Windpark in Kraft treten.

2015 wird ein weiteres AKW abgeschaltet und ein bereits gebautes Wasserkraftwerk eingeschaltet.

Ich schreibe die ganze Zeit über einen Plan. Hier sehen Sie ihn.

 

8

Wir sind Yasmina und Miriam aus der Klasse 5b der Regenweiher-Grundschule. 

An unserem ersten Tag als Bundeskanzlerinnen würden wir einen Professor beauftragen, eine Maschine zu bauen, die den Dreck automatisch wegmacht.

An unserem zweiten Tag ordnen wir an, dass es für alle Rentner und alle, die arbeiten, eine Gelderhöhung gibt.

An unserem dritten Tag würden wir dafür sorgen, dass Tiere artgerecht behandelt werden und mehr Freilauf im Zoo und im Stall haben.

An unserem 4. Tag sorgen wir dafür, dass es nicht so viele armselige Menschen gibt und sie nicht auf den Straßen leben müssen.

An unserem 5. Tag kümmern wir uns darum, für alle Menschen Wohnungen zu bauen.

An unserem 6. Tag beenden wir alle Kriege auf der Welt, damit nicht so viele Menschen sterben müssen, das ist nämlich sehr schlimm.

An unserem 7. Tag ruhen wir uns aus und genießen unsern Wellness- Tag!

 

9

Liebe Frau Merkel,
ich heiße Mario Mlinar, bin 10 Jahre alt und wohne in Berlin-Neukölln. Ich bin aus der 5b der Schule St. Marien und finde eigentlich Deutschland schön, doch mich stört es, dass meine Eltern jeden Tag acht Stunden arbeiten müssen und deswegen relativ spät nach Hause kommen. Mein Wunsch wäre, dass sie und die anderen Eltern weniger arbeiten müssen, damit ich auch mal Zeit habe, mit ihnen etwas zu unternehmen. Ich würde mich freuen, wenn alle nur 6 Stunden arbeiten müssen. Es wäre sehr schön, wenn Sie es so umändern könnten.

10

Denis Novakovic, 13 Jahre alt, Liebig-Schule.

Wenn ich in Deutschland etwas zu sagen hätte, würde ich 3 Dinge ändern:

1. Es müssten gerechte Steuern für jedermann eingeführt werden. Alle, ob arm oder reich, sollten den gleichen Prozentsatz zahlen. Alle Religionen haben dafür eine Lösung und zwar „gib den 10. “ Das heißt, jeder bezahlt 10% von seinen Einnahmen ohne zu tricksen oder etwas absetzen zu können.

2. Der Kinderschutz muss in das Grundgesetze geschrieben werden, die Tiere sind ausdrücklich geschützt, warum nicht die Kinder in Deutschland?

Ich würde auch für alle Schüler den Unterricht erst um 09:00 Uhr mit

einem gemeinsamen Frühstück beginnen lassen. Denn wenn die Schüler ausgeschlafen haben und satt sind, lernen sie besser. Hausaufgaben gibt es keine, weil Eltern nach 8 Stunden Arbeit ja auch Feierabend haben und nichts mehr für die Arbeit machen müssen.

3. Alle, die arbeiten gehen, sollen einen Mindestlohn bekommen, der so hoch ist, dass man davon gut leben kann. Bei 600€ Miete können das nicht nur 1200€ sein. Und die Rentner sollen nach so viel Arbeit im Leben auch eine gute Rente haben, damit sie nicht gezwungen sind, Flaschen sammeln zu gehen, denn das ist menschenunwürdig!

 

11

Ich bin Eveline aus der 6b der Walt-Disney-Schule.

Wenn ich Bundeskanzlerin wäre, würde ich mehr Bäume pflanzen lassen, denn das ist gut für die Umwelt. Ich würde Alkohol und Zigaretten verbieten, weil diese der Gesundheit schaden. Ich würde mehr Fahrräder und weniger Autos bauen lassen, denn das Abgas verschmutzt die Umwelt. Obdachlosen würde ich einen Job als Müllsammler anbieten, damit die Straßen auch schön sauber sind.

 

12

Ich bin Lucie Klar aus der 5a der St. Marien-Grundschule.

Liebe Frau Merkel,

Wie wär's mit einer Umweltpolizei? Die könnte aufpassen, dass die Umwelt weniger verdreckt wird.

Hätten wir buntere Häuser, hätten wir auch bei nicht so schönem Wetter trotzdem etwas leuchtend Buntes in der Gegend.

Außerdem brauchen wir ein gerechteres Strafmaß, denn es ist ziemlich unfair, dass z. B. berühmte Leute, die etwas Schlimmeres als andere getan haben, kürzer ins Gefängnis müssen. Stellen Sie sich mal vor, Sie wären ein ganz normaler Bürger und hätten 5.000 Euro Steuern hinterzogen. Und dann kommt ein Promi, der 1.000.000 Euro Steuern hinterzogen hat und der muss kürzer ins Gefängnis als Sie. Das wäre doch ganz schön unfair.

Vielleicht könne Sie ja noch mal über das eine oder andere Thema nachdenken. Muss ja nicht alles sein.

 

13

Wir sind Mara, Burak und Natalia aus der 5a der Christoph-Ruden-Schule.

Wenn wir auf der Welt oder in Deutschland etwas zu sagen hätten, dann würden wir sagen, dass die Leute, die Geld haben, jeden Monat an die Armen spenden müssen. Personen, die kein richtiges Haus haben, sollen von der Polizei nicht fortgejagt werden, sondern könnten von anderen Unterkunft bekommen.

Es dürften keine Tiere, wie Nashörner oder Elefanten wegen der Hörner oder anderer Dinge gejagt werden. Keine Person auf der Erde sollte mit dem Geld übertreiben.

Den armen Kindern sollte von den reichen Leuten mindestens ein süßes Kuscheltier gespendet werde.

 

14

Ich bin Maxima Viktoria Wysocka aus der 4aJanusz-Korczak-Schule.

Wenn ich einen Tag lang Königin wäre, würde ich dafür sorgen, dass die Menschen in Afrika Anziehsachen bekommen.

 

15

Hallo, ich bin Finn und gehe in die 5b der Katholischen Schule St. Marien. Ich bin 11 Jahre alt.       

Ich lebe in Berlin, Neukölln und fühle mich relativ wohl.

Ich frage mich, ob die Obdachlosen auch eine Schule besuchen oder besucht haben. Das fände ich nämlich für sie sehr wichtig. Auch dass sie ein Dach über dem Kopf haben. Alle sollten alle zwei Wochen ein Gehalt von 50€ bekommen und wenn sie krank sind, sollten sie in einem Krankenhaus behandelt werden.                                 Ich finde, das ist nur menschlich.

 

16

Ich bin Nuha Youssef aus der Klasse 8.3 der Walter-Gropius-Schule.

Es war ein Donnerstagnachmittag. Auf dem Weg nach Hause sah ich viele bettelnde Leute. Manche sahen nicht so wie Deutsche aus. Die Leute haben mir sehr leid getan. Sie waren traurig. Es hat mich aufgeregt. Sie hatten nichts zu trinken, nichts zu essen und auch nichts Warmes zum Anziehen. Es war Winter und sehr kalt.

Wenn ich in Deutschland was zu sagen hätte, würde der Bezirk Neukölln mehr Geld für die armen Leute geben und billigere Sachen, z.B. Kleidungsstücke oder Schuhe. Ich würde wieder Sonne in die Herzen dieser Menschen bringen.

 

17

Ich bin Dilouan Alkis aus der Klasse 4a der Janusz-Korczak-Schule

Wenn ich einen Tag lang König wäre, würde ich den Hunger ausrotten, indem ich mit einem Flugzeug Essen in Syrien abwerfe. Ich würde überall Statuen von mir bauen.

 

18

Ich heiße Alisa und gehe in die 4g Klasse der Marienfelder Grundschule.

Ich ärgere mich über die gesprayten Graffitis an den schönen Gebäuden. Nach meiner Meinung sollten die, die erwischt werden, eine Strafe bekommen und alles wieder sauber machen.

Manchmal bin ich traurig, weil unser Geld nur für das Essen reicht. Ich möchte gern ein eigenes Haus für meine Eltern und mich haben. Es soll ja kein teures Haus sein und auch keine Villa. Es reichen vier Zimmer, ein Bad und eine Toilette.

Ein Teil unserer Familie lebt in einem anderen Land. Es sollte nicht so teuer sein, dahin zu reisen.

 

19

Ich bin Jannis Staacks aus der 4a der Katholischen Schule St. Marien.

Sehr geehrte Frau Doktor Merkel!

Ich schreibe Ihnen, weil ich ein spezielles Anliegen habe.

Ich war letztens beim Fußballtraining, wo ein Flüchtlingsjunge mit uns trainiert hat. Er erzählte uns, dass er es in seinem Heimatland nicht schön hatte, weil auf seine Familie geschossen wurde. Er musste fast alle seine Sachen zurücklassen.

Aus diesem Grunde wünsche ich mir, dass Sie den Flüchtlingen Gelder zur Verfügung stellen, damit sie es auch bei uns schön haben.

 

20

Meine Ängste
Ich könnte  keine Freunde in der Schule finden,
ich könnte  keinen Abschluss schaffen,
ich könnte keine Arbeit bekommen,
ich könnte auf der Straße leben,
ich könnte mir kein Essen kaufen,

ich könnte beleidigt werden,

ich könnte meine Eltern verlieren,
ich könnte geschlagen werden,

ich könnte sterben.

Hätte ich in Deutschland was zu sagen,
würde keiner über solche Ängste klagen.

Maurice Glöckner, Klasse 8.3, Walter-Gropius-Schule          

 

21

Ich bin Mert aus der 6a Marienfelder Grundschule.

Ich wünsche mir, dass die Schule erst um 09.00 Uhr beginnt, weil das frühe Aufstehen uns anstrengt. Ein zwölfjähriges Kind braucht 10 Stunden Schlaf. Wir Ganztagsschüler haben erst um 16.00 Uhr Unterrichtsschluss. Der Weg nach Hause dauert eine halbe Stunde Und da wir zehn Stunden Schlaf brauchen, gehen wir schon um 21.00 Uhr ins Bett. Für ein Privatleben bleibt dann nicht mehr viel Zeit. Sogar Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wir uns um 08.00 Uhr noch nicht konzentrieren können.

 

22

Ich heiße Kevin und bin aus der 4a der Janusz-Korczak-Schule. 

Wenn ich einen Tag lang König wäre, flöge ich nach London. Es gibt gesundes Essen. Und dann flöge ich zurück.

 

23

Ich bin Diana aus der 6a, Marienfelder Grundschule.

Wenn ich in Deutschland etwas zu sagen hätte, würde ich dafür sorgen, dass alleinerziehende Mütter mehr Aufmerksamkeit bekämen. Sie haben es schwer, manche finden keinen Job, weil keiner auf ihr Kind aufpassen kann, während sie arbeiten gehen. Es sollte mehr Betreuungsplätze für solche Kinder geben, am besten kostenlos, denn manche Mütter haben wenig Geld und können gerade so die Miete bezahlen. Manche Mütter müssen zur Abendschule, um ihren Schulabschluss nachzuholen. Das Jugendamt beschwert sich dann, weil das Kind allein gelassen wird. Die Schule muss dann abgebrochen werden. Eine alleinerziehende Mutter kann nicht alles schaffen, besonders wenn sie Ausländerin ist, keinen kennt und ihr niemand in dieser schwierigen Situation hilft.

 

24

Ein Haus für arme Familien

Sehr geehrte Frau Merkel, wir sind Hanna und Nelly von der St. Marien Grundschule und wir haben eine Idee, wie arme Familien gut starten können.

Die Organisation heißt „ein Haus für arme Familien “. In diesem Haus können Familien ihr Anfangsleben schaffen. Kinder können dort essen, trinken, mit anderen Kindern spielen, zur Schule gehen, betreut werden und Spaß haben. Die Eltern können so lange dableiben, bis sie eine gut verdienende Arbeit und einen festen Wohnort (Haus oder Wohnung) gefunden haben und die Kinder gut ernähren können. Dann können alle als glückliche Familie umziehen und leben.

Während die Kinder tagsüber in die Schule gehen, können die Eltern sich auch im Haus als Koch oder Erzieher ausbilden lassen. Wenn die Eltern festangestellt sind, müssen sie einen Teil ihres Geldes abgeben.

Die Kinder und auch die Eltern können sich mit einem kleinen Bild und dem Namen an der Außenwand verewigen.

Wir hoffen, dass diese Idee in die Realität umgewandelt werden kann, das wäre schön für die armen Familien und für Sie zu wissen, dass es ihnen gut geht.

 

25

Ich heiße Israa Zid und komme aus der Klasse 6a der Regenweiher-Grundschule. 

Wenn ich in Deutschland etwas zu sagen hätte, dann würde ich mir 5 Punkte vornehmen:

Der 1. Punkt ist das Schulsystem. Die Schulsysteme aller Bundesländer sollen sich angleichen. Der Staat verlangt von jedem, dass er flexibel ist und sein Bundesland leicht verlassen kann, was aber mit Familie sehr schwierig ist, denn die Kinder haben sich dem Schulsystem angepasst und wenn sie dann ihr Bundesland wechseln sind sie über- bzw. unterfordert.

Der 2. Punkt ist die Miete. Es sollen mehr Wohnungen gebaut werden, deren Miete sich jeder, aber auch wirklich jeder, leisten kann. Auch in der Innenstadt. Es kann doch nicht sein, dass die Armen am Stadtrand leben müssen und ausgeschlossen werden.

Der 3. Punkt ist der Mindestlohn. Der Mindestlohn soll auf mindestens 10 Euro pro Stunde gesetzt werden, ohne Ausnahme, ob Bäcker, Verkäufer  oder Putzkraft. Außerdem sollen mehr Arbeitsplätze für Bürger Deutschlands geschaffen werden, statt billige Arbeitskräfte aus dem Ausland zu holen.

Der 4. ist Familie und Beruf. Vollzeit soll nicht mehr 40 Stunden in der Woche sein sondern 30 Stunden in der Woche. Früher ist der Mann 40 Stunden in der Woche arbeiten gegangen und die Frau hat sich um die Familie gekümmert. Heute könnte man mit diesem Prinzip nicht überleben. Deswegen sollen Mann und Frau 30 Stunden in der Woche arbeiten gehen und noch Zeit für die Familie haben. So sind Familie und Beruf vereinbar.

Der 5. und letzte Punkt ist die Rente. Es soll wie früher sein, man soll mit 63 Jahren in Rente gehen und wie früher soll das Geld auch ausreichen.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.      

 

26

Ich heiße Imran, gehe in die Klasse 4a der Janusz-Korczak-Schule.

Die armen Kinder in Afrika sollen zu trinken haben. Wenn ich König wäre, würde ich Brunnen bauen.

 

27

Okan Dinckan Klasse 6B, Hugo-Heimann-Grundschule

Wenn ich Bundeskanzler wäre, würde ich gegen Rassismus kämpfen. Weil ich es gemein finde, dass man komisch angeguckt wird, wenn man zum Beispiel in der Heimatsprache spricht. Ich wurde schon öfters als Kanacke beleidigt. Man macht Ausländern sofort Vorwürfe, und bei Muslimen mit Bart denkt man sofort an Terroristen. Oder bei polnischen Mitbürgern sofort, dass sie irgendwas geklaut haben. Das ist echt gemein, weil wir die deutschen Mitbürger auch nicht gleich als Nazis beleidigen. L 

 

28

Guten Tag, ich heiße Justin und bin 10 Jahre alt. Ich gehe in die Klasse 5b der Sankt-Marien-Grundschule in Neukölln.

Mein Wunsch wäre es, dass es weniger Baustellen gibt. Auf Baustellen ist es laut und staubig. Manchmal muss ich den Fußgängerweg wechseln, das ist dann gefährlich. Es kommen viele Autos. Und manchmal komme ich an einer Baustelle vorbei, wo gar kein Bauarbeiter arbeitet. Da wurde nur ein großes Loch in den Bürgersteig gebuddelt. Es wäre viel besser, wenn viele Bauarbeiter auf einer Baustelle arbeiten würden. Sie sind dann viel schneller fertig. Und erst wenn sie fertig sind, wird woanders eine neue Baustelle aufgemacht. Das ist mein Wunsch.

 

29

lch heiße Merlin und bin 10 Jahre alt. lch gehe auf die St.Marien-Grundschule in

Neukölln. lch fühle mich gut an meiner Schule.

Wenn ich etwas ändern könnte, wären es folgende Dinge:

Die Schule sollte erst um 10.00 Uhr anfangen

Es sollte weniger Steuern geben.

Es sollte nur an vier Tagen in der Woche Schule sein. Der Rest sollte frei

sein.

Begründung:

lch muss um 6.30 Uhr aufstehen und bin dann immer so müde. Und dann

kann ich in der Schule auch nicht so gut lernen.

Wegen der Steuern streiten sich meine Eltern und dadurch werde ich traurig.

lch sehne mich nach Freizeit. Das Wochenende reicht einfach nicht aus,

um sich auszuruhen.

Vielleicht können wir ja zu einer Einigung kommen.

 

30

Ich bin Nicolai aus der Klasse 4a der Janusz-Korczak-Schule.

Wenn ich einen Tag lang König wäre, dann würde ich dafür sorgen, dass es mehr Fußballplätze in Berlin gibt. Und dass mein Freund Kai mein Bruder wird.

 

31

Ich heiße Fahad Alderi und komme aus der 6a, Katholische Schule St. Marien.

Sehr geehrte Frau Merkel,

Sie arbeiten als Bundeskanzlerin wirklich sehr gut, aber wäre ich ein Bundeskanzler wie Sie, würde ich:

·                     ärmeren Ländern, wie Bulgarien und Rumänien, helfen, ihre Demokratie und ihr Bildungssystem zu verbessern,

·                     Migranten (Ausländer), die einen akademischen Schulabschluss haben, sollen die Chance besitzen, eine guten Arbeitsplatz zu bekommen,

·                     Ausländer, die besonders lange in Deutschland leben und immer noch kein gutes Deutsch sprechen können, sollten Sprachschulen besuchen und bis mindestens Sprachstufe B2 lernen.

Ich bedanke mich für Ihr Verständnis und würde mich freuen, wenn Sie es tun. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg dabei.

 

32

Ich heiße Shirin El-awad und bin aus der 6b der Hugo-Heimann-Schule.   

 Wenn ich Bundeskanzlerin wäre, würde ich ein Riesenlager bauen lassen und dann ein Flugzeug nach Palästina schicken, um die Menschen vor dem Krieg zu retten und sie in das Lager bringen zu lassen. Dort können sie verarztet und gepflegt werden. Ich würde auch ein  Flugzeug voll Essen nach Afrika zu den armen Menschen schicken. Und ich würde wollen, dass alle Kinder und Erwachsenen so angenommen werden, wie sie sind und nicht ausgeschlossen werden, nur weil sie ein Kopftuch tragen oder dunkelhäutig  sind.

 

33

Liebes Kanzleramt,

wenn wir - Mariella und Tobi, Klasse 5b, Christoph-Ruden-Grundschule – in Deutschland etwas zu sagen hätten, dann würden wir die Gleichbezahlung bei gleicher Arbeit für Frau und Mann fordern, weil Männer oft mehr verdienen.

Wir wünschen uns, dass man Kinder liebevoll und gut behandelt, weil sie sonst auf die schiefe Bahn geraten.

Wir wollen, dass es mehr Lehrer in den Schulen gibt, damit keine Stunden ausfallen und Kinder besser lernen können.

Außerdem möchten wir, dass die Mieten günstiger werden, weil manche Menschen ihre Mieten nicht mehr bezahlen können.

 

34

Ich heiße Juliana und bin 10 Jahre alt. Ich gehe in die Klasse 5b der Katholischen Schule St. Marien.

Ich lebe in Berlin und ich freue mich darüber. Trotzdem gibt es Dinge, die mich stören und die ich verändern würde, wenn ich könnte.
Es gibt so viele Hunde in dieser Stadt und das ist ja nicht schlecht. Aber ich finde, viele Hundebesitzer übernehmen keine Verantwortung für ihre Tiere. Immer noch machen sie "ihr Geschäft" auf dem Bürgersteig und ich muss aufpassen, dass ich da nicht reintrete. Das stört mich sehr.
Außerdem erlebe ich, dass viele Hartz-4-Empfänger mit dem wenigen Geld, das sie bekommen, ihre Familien nicht richtig ernähren können. Was kann man denn da tun?
Außerdem habe ich gehört, dass viele Frauen immer noch sexuell belästigt werden. Vielleicht ist es eine Lösung, wenn die Männer bei fremden Frauen immer einen Abstand von mindestens zwei Metern einhalten müssen.
Kinder sollten nicht misshandelt werden. Oft sehe ich in meiner Umgebung, dass Eltern ganz schön gemein zu ihren Kindern sind. Das darf eigentlich nicht sein.

35

Ich heiße Lily Muth und bin aus der 6. Klasse, Walt-Disney-Grundschule.

Wenn ich Bundeskanzlerin wäre, würde ich einen Park bauen lassen, in den keine Hunde rein dürfen, damit sich die Leute auf die Wiesen legen können, ohne. aufpassen zu müssen. Dann lasse ich Häuser bauen für Flüchtlinge, damit die nicht im Winter erfrieren und gut lernen können für die Schule.

Dann würde ich Tütenspender überall aufbauen lassen, damit die Straßen sauberer werden. Später stelle ich mehr Lehrer ein, damit die Kinder besser ausgebildet werden. Ich würde Kinder, die schlecht in der Schule sind, mehr fordern.

Danach würde ich Kinder die Straßen sauber machen lassen, wenn sie wollen, und jedem einen Sack Geld geben.

 

36

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

mein Name ist Franziska und ich wohne in Berlin-Neukölln und gehe in die 6. Klasse, der Katholischen Schule St. Marien .

Ich würde mich freuen, wenn sich in Deutschland einiges ändern würde.

Mein erster Vorschlag wäre, dass die Schülermonatskarte billiger wird und dass die Busse öfter fahren- Bundesland übergreifend-(Berlin-Brandenburg Tarif BC).

Mein zweiter Vorschlag wäre, dass mehr Schwimmbäder gebaut werden und dass Kinder in Schwimmbädern weniger Eintritt zahlen müssen.

Mein dritter Vorschlag wäre, dass es mehr Sicherheit auf der Straße und auf den

 U-Bahnhöfen geben sollte, dies durch mehr Polizisten und Sicherheitsleute.

Gerne würde ich mich auch mit Ihnen darüber unterhalten.

Unter der Nummer: 01774601371

 

37

Ich heiße Colin und bin 10 Jahre alt. Ich bin auf der Katholischen Schule Sankt Marien und damit sehr glücklich. Ich würde mich darüber freuen wenn man etwas intensiver gegen die Spionage von Amerika vorgehen würde. Denn ich finde es nicht schön, dass sie unser Privatleben ausspionieren.

Außerdem möchte ich nicht, dass die Ideen unserer Firmen gestohlen werden und sich andere auf UNSERE Kosten bereichern. 

 

38

Ich heiße Yvienne und bin aus der 6b, Hugo-Heimann-Grundschule.

Ich finde es ein bisschen blöd, dass wir, also die Bürger, unser verdientes Geld an Griechenland geben. Klar benötigt Griechenland das Geld, aber andere auch. In Afrika gibt es tausende Menschen, die an Hunger  sterben. Es gibt Familien, die die Schulbücher und auch Klassenfahrten vom Staat bezahlt bekommen. Und die anderen müssen alles selber bezahlen und dann auch noch die Steuern. Das ist ganz schön viel Geld.

 

39 

Ist es denn so, dass ich nichts zu sagen habe?

Ist es denn so, dass ich nicht mitbestimmen darf?

Muss ich mir alles gefallen lassen?

Darf ich nur dabei stehen, zusehen, wie andere es sehen?

 

Wird es so immer bleiben?

Werden wir immer darunter leiden?

Müssen wir immer still sein?

Hört keiner unser Schrein?

Nein, denn ich darf auch was sagen.

Nein, ich darf auch mitbestimmen, was passiert.

Nein, ich lasse nicht alles mit mir geschehen

ich werde nicht nur zusehen.

 

Wir sind die Zukunft!

Wir sind nicht still!

Wir werden unsere Meinung nach außen tragen,

es ist nicht egal, was wir sagen.

 

Ich sag`s auf allen Wegen

macht was dagegen!

 

Linda-Gayle Coleman, Klasse: 8.3, Walter-Gropius-Schule in Berlin Neukölln

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