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Schulbeginn in Berlin : Vorsicht, Erstklässler! Polizei blitzte Raser vor Schulen

Am Sonnabend kommen 30.000 Erstklässler in die Schulen. Bald sollen sie allein zur Schule gehen. Die Landesverkehrswacht appelliert an die erwachsenen Auto- und Radfahrer, besonders aufzupassen. Weitere Tipps für einen sicheren Schulweg gibt es hier.

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Marlene und Emilia kleben die "Vorfahrt für Kinder"-Sticker auf einen BVG-Bus. Am Sonnabend werden die Mädchen eingeschult.
Marlene und Emilia kleben die "Vorfahrt für Kinder"-Sticker auf einen BVG-Bus. Am Sonnabend werden die Mädchen eingeschult.Foto: Sylvia Vogt

Am Sonnabend ist Einschulung, dann gehören 30.000 Erstklässler zu den über 400.000 Berliner Schülern. Dann baut die Berliner Polizei auch ihre Radarfallen vor den Schulen der Stadt auf. Wie es aus dem Polizeipräsidium am Freitagmorgen hieß, werde es eine "fünftägige Schwerpunktaktion" geben - auch vor Kindertagesstätten. Stadtweit werden Polizisten vom 1. bis 5. September unterwegs sein und "Autofahrer und Fußgänger insbesondere auf den Schulwegen - beispielsweise an Ampeln und Zebrastreifen - überwachen". Dabei geht es sicherlich auch um Vorbildfunktionen. Auch Autos von Eltern werden überprüft - ob die Kinder beispielsweise richtig gesichert sind.

Auch die BVG weist noch einmal ausdrücklich auf die Sicherheit im Verkehr hin. „Kopfhörer aus den Ohren!“ sagt BVG-Chefin Sigrid Nikutta, „sonst hört man die herannahende Tram nicht“. „Nicht zwischen geparkten Fahrzeugen auf die Straße vortreten“, sagt Andreas Tschisch von der Polizei. „Wenn rot ist, ist rot“, mahnt Landesbranddirektor Wilfried Gräfling und hat „überhaupt kein Verständnis“, wenn Erwachsene an einer Ampel einfach über die Straße gehen und Kinder daneben stehen.

Um die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer ging es gestern auf dem Potsdamer Platz, wo die Landesverkehrswacht ihre Aktion zum Schulbeginn, „Vorfahrt für Kinder“ vorstellte, und dabei waren auch Vertreter von Polizei, BSR, BVG und Feuerwehr, ebenso wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Mit Aufklebern und Plakaten sollen Auto- und Radfahrer dafür sensibilisiert werden, auf Kinder im Straßenverkehr aufzupassen.

Eltern sollten die Kinder am Anfang begleiten und einen sicheren Weg mit ihnen üben, rät Scheeres. Und zwar am besten zu Fuß und nicht mit dem Auto, denn auch die morgendlichen „Elterntaxis“ vor den Schulen tragen zur Gefährdung bei.2013 hatten nach Angaben der Unfallkasse Berlin 745 Grundschulkinder einen Unfall auf dem Schulweg. Insgesamt wurden der Unfallkasse sogar 2350 Unfälle gemeldet, 150 weniger als im Vorjahr.


Im Internet gibt es für jede Grundschule Pläne, auf denen die empfohlenen Wege eingezeichnet und Gefahrenstellen markiert sind, unter www.coega.de.

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