Schule : Tückische Glatteisfallen drohen auch bei Plusgraden

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DER SICHERHEITSTIPP

Sehr hohes Autobahntempo und dann plötzlich eine Eisplatte auf einer Brücke bei ansonsten griffigen Fahrbahnen - da hilft selbst die Fahrdynamikregelung ESP meist nicht mehr, wenn man auf der Eisfläche plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert. Spektakuläre Unfälle der letzten Tage haben das wieder erschreckend deutlich gemacht. Vor allem dann, wenn man bei Sonnenschein unterwegs ist, rechnet man nicht mit so tückischen Glatteisfallen. Gerade deshalb sollte man besonders sorgfältig auf die Außentemperaturanzeige achten, die inzwischen so gut wie alle modernen Autos haben. Die blinkt nämlich nicht ohne Grund bereits von drei Grad plus an. Eine Warnung, die man unbedingt ernst nehmen sollte. Ebenso wie die Verkehrszeichen, die als Warnzeichen auf Schleudergefahr hinweisen und insbesondere vor hohen Brücken oft auch noch den Hinweis tragen, dass Vereisungsgefahr besteht. Denn solche Brücken gehören zu den vielen Glatteisfallen, die es sowohl im Stadtgebiet als auch im Umland gibt und auf die man in den nächsten Tagen und Wochen besonders gut vorbereitet sein sollte. Denn auch wenn das Thermometer noch einige wenige Grade über Null anzeigt, kann man an solchen Stellen auf gefährliches Glatteis geraten, weil die unter der Brücke hindurchziehende Winde die Fahrbahnen auf der Brücke extrem auskühlen. Und dann friert es hier schon, auch wenn die Luft noch nicht den Nullpunkt erreicht hat.

Wehe dem, der das nicht ernst nimmt. Mancher Autofahrer erlebte bereits, dass er plötzlich ohne Reifenhaftung unkontrolliert über die Straße rutschte. Und wenn dann in der ersten Panik noch ein paar heftige und unkontrollierte Lenkbewegungen dazukommen, kann man sich glücklich schätzen, wenn in einer solchen Situation kein Gegenverkehr herrscht und man vielleicht ohne Kontakt mit einem Laternenmast, einem Baum oder ohne heftigen Aufprall auf den Bordstein das Fahrzeug doch noch irgendwie zum Stand bekommt.

Vor allem wer in den nächsten Tagen mit seinem Auto früh startet, sollte sich gedanklich auf Glatteis einstellen. Das vor allem, wenn er schon vor dem Start mit dem Eiskratzer Raureif von den Scheiben entfernen muss. Dann kann es bereits im Stadtgebiet an exponierten Stellen überraschend glatt sein. Besonders groß wird die Gefahr im Umland, wo die Nächte meist ein wenig kühler sind. Hier gibt es zwischen Wäldern und Feldern und insbesondere in der Nähe der zahlreichen rund um Berlin verstreuten Seen, Flüsse und Kanäle und anderen kleinen Gewässer und feuchten Niederungen eine Fülle richtiger Glatteisfallen.

Neben den bereits erwähnten so tückischen Brücken gehören dazu auch Straßenabschnitte, die nach längeren Verlauf durch den Wald plötzlich ins freie Feld übergehen. Und auch dort, wo man am Straßenrand mit Raureif bedeckte Pflanzen oder Begrenzungspfähle erkennt, droht Gefahr. Dann heißt es das Tempo zu reduzieren, die Sicherheitsabstände zu vergrößern und auf Glätte vorbereitet zu sein - auf sanftes Gegenlenken und notfalls schnelles Auskuppeln, um das Fahrzeug zu stabilisieren. Sehr hilfreich dabei sind die modernen Fahrdynamikregelungen, die hier vollautomatisch eingreifen - aber eben nur dann auch erfolgreich, wenn man nicht allzu schnell unterwegs ist. ivd

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