Verkehrssicherheit in Berlin : Senatorin erwägt Polizei anstelle von Schülerlotsen

Der Weg zur Schule soll sicherer werden: Nach dem Ärger um Schülerlotsen in Schöneberg und Spandau äußert sich nun Verkehrssenatorin Günther.

Eigentlich wollen die Kinder doch nur zur Schule. Jetzt ist der Schulweg Thema der neuen Verkehrssenatorin.
Eigentlich wollen die Kinder doch nur zur Schule. Jetzt ist der Schulweg Thema der neuen Verkehrssenatorin.Fotos: dpa, Rückeis

Nach der Aufregung um die Schülerlotsenprojekte in Schöneberg und Spandau äußert sich nun auch Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos). "In Schöneberg haben wir ja die Lösung gefunden, die die Polizei unterstützt. Vielleicht ist das auch anderswo notwendig", sagte die Senatorin dem Tagesspiegel. "Aber in einigen Fällen werden auch bauliche Maßnahmen wie Fahrbahnschwellen nötig sein, um Raserei in diesen Gebieten zu verhindern" Sollte sich herausstellen, dass die Missachtung von Schülerlotsen ein stadtweites Problem sei, werde man auch stadtweit darauf reagieren, so Günther.

Zwei Wochen sind bereits vergangen, seitdem das Schülerlotsenprojekt in Schöneberg aufgrund von Sicherheitsrisiken durch Verkehrsrowdys eingestellt wurde. Auch an der Grundschule an der Pulvermühle in Spandau wurden die Lotsen abgezogen. Die Grünen-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof-Schöneberg schlug vergangene Woche die Einführung sogenannter Schulstraßen vor, die jeweils eine halbe Stunde vor Schulbeginn vollständig gesperrt werden. Die Verkehrssenatorin hält das für eine mögliche Option, sagt aber auch: "Über Straßensperrungen muss vor Ort in den Bezirken entschieden werden."

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