Leseraktion : Und vergiss das Wildschwein nicht

Wir haben unsere Leser anlässlich des bevorstehenden 50. Jubiläums gefragt: Was bedeuten Ihnen Asterix und Obelix? Hier eine Auswahl der Antworten

Asterix und Obelix als Irrgarten
Grüne Giganten. Mit den Umrissen von Asterix und Obelix wurde im vergangenen Sommer bei Utting am Ammersee (Oberbayern) ein...Foto: Peter Kneffel / dpa

Wie fast jedes europäische Kind haben Asterix und Obelix mich ein Stück in meiner Kindheit begleitet und vollends begeistert. Oft habe ich mir während Keilereien in der Schule gewünscht, auch ich hätte eine Feldflasche mit Zaubertrank bei mir, das hätte einige Probleme sehr viel schneller gelöst. Neben den Comics, die ich nachmittags gerne in der Bibliothek gelesen habe, sind mir vor allem die Trickfilme in guter Erinnerung geblieben - ganz im Gegensatz zu den Realverfilmungen, die alle Schrott sind. Die habe ich so oft gesehen, dass ich einige fast mitsprechen kann. Wenn es um die Frage geht, welcher der Trickfilme der beste ist, dann würden die Fans vermutlich unisono antworten: Asterix erobert Rom. Ein flott gedrehter Film, der auf keiner direkten Comic-Vorlage basiert und mir lange sehr gut gefallen hat. Nichts ist erquicklicher als Gaius Pupus’ spröder Bürokraten-Charme, mit dem er Asterix und Obelix durch die zwölf unmöglichsten aller Prüfungen begleitet. Unvergessen bleibt für mich wohl sein letzter Satz, bevor er die beiden auf der „Ebene der Toten“ zurücklässt: „Na dann sterbt recht schön.“ Immer wieder ein Lacher für sich. Doch wenn ich mit etwas Abstand zurückblicke, muss ich an dieser Stelle eine Lanze für einen anderen Film brechen, der von Kritikern und Publikum eher negativ bewertet wurde: Asterix – Operation Hinkelstein. Zugegeben, er hat eine etwas schwerfällige Erzählweise und wendet sich ein bisschen von der Lockerheit seiner Vorgänger ab. Doch genau das macht den Reiz des Filmes aus. Im Grunde ist er innerhalb der Asterix-Serie genau das, was „Alien 3“ für die Alien-Saga war: das düsterste, in sich gekehrteste und morbideste Kapitel – künstlerisch, stilistisch und optisch hochattraktiv, doch leider nicht der Massengeschmack. „Operation Hinkelstein“ ist für mich daher so was wie David Finchers Version vom Asterix-Universum. In vielerlei Hinsicht werden hier Brüche mit den bekannten Asterix-Schemata vollzogen. Die Farben und Szenerien sind abschreckend und wenig einladend, sei es die Insel, auf die sich die Gallier zurückziehen, das Lager der Römer oder Miraculix’ Krater, in welchem er aufgrund seiner vorübergehenden Unzurechnungsfähigkeit allerlei Sonderheiten zusammenbraut, nur eben nicht den Zaubertrank. Es handelt sich vermutlich um den einzigen Film, in dem ein Römer als Sympathieträger fungiert. Anfänglich als Baum verkleidet und später als Versuchobjekt für diverse Zaubertränke degradiert, schließt man ihn und seinen gefiederten Begleiter schnell ins Herz. Und wenn es um die Bösewichte in den Asterix-Filmen geht, dann muss sich „Operation Hinkelstein“ nicht verstecken. Kein Schurke hat sich so perfide in das Leben der Gallier hineingeschlichen wie der Seher Lügfix. Im Grunde sah auch keiner vor ihm fieser aus als er. Und selbst der grobschlächtige Zenturio mitsamt seinem minderbemittelten Römergefolge wirkt in diesem Film diabolischer und gemeiner als die römischen Kommandanten vor ihm. Alles in allem ein sehr kontrastreicher und empfehlenswerter Film, den man wohl erst beim zweiten, dritten oder vierten Mal ins Herz schließt, da er nicht so gradlinig daherkommt. Diese Erzählweise allerdings hebt ihn aus der Zahl der übrigen Asterix-Filme heraus und macht ihn zu einem sehenswerten Kleinod.
Marcus Rossow  

Die Gallier-Passion begann ganz harmlos in der Schulzeit in den frühen 70ern. Als jugendliche Leser der Asterix-Reihe haben wir uns früher mit Zitaten und Begebenheiten aus den Heften befragt. Aufgabe war es dabei, mit dem entsprechenden Band und der Textstelle zu antworten. Nicht nur einmal waren wir uns mit der gegebenen Antwort nicht einig.

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Vom Jahr 50 v. Chr. in das Internetzeitalter: Das Asterix-Archiv www.comedix.de lässt kaum eine Frage unbeantwortet.

Die Erinnerung an diese Streitgespräche war 1998 für mich der Anlass die Geschichten um das Jahr 50 v. Chr. in das Internetzeitalter zu befördern. Seitdem betreibe ich schon das Deutsche Asterix-Archiv im Internet (www.comedix.de). Inzwischen ist es, sogar mit Erlaubnis der Urheber, zur größten Asterix-Plattform im Internet gewachsen und die Pflege dieser Seiten zu meinem Hobby.   Auch wenn für hartgesottene Fans die Serie mit dem Tod René Goscinnys im Jahr 1977 gestorben ist, kann ich selbst dem letzten Abenteuer "Gallien in Gefahr" etwas abgewinnen. Jeder neue Asterix-Band ist, selbst wenn er in der Serie die Kontinuität verletzt, immer noch besser als vieles, was es sonst an Comics zu kaufen gibt. Asterix ist für jede Generation eine gute Lektüre. Die älteren Leser lieben die feinen Anspielungen auf Ereignisse der Neuzeit und die Erzählungen der ersten 20 Abenteuer, meine elfjährige Tochter kann auch den neuen Geschichten etwas abgewinnen, die Albert Uderzo in hohem Alter immer noch zeichnerisch auf höchsten Niveau erstellt.   Und schließlich hat Asterix längst in unseren Alltag Zutritt gefunden: "Die spinnen, die Römer!", "Sie sind alle so dumm, und ich bin ihr Chef!", "Orgien, Orgien, wir wollen Orgien!" und "Man kann doch Barbar sein und trotzdem Blumen lieben!" sind Zitate, die inzwischen jeder kennt.  
Marco Mütz  

Das erste mal habe ich Asterix bei meinen Großeltern so um 1977 via Super-8-Projektor auf einer Leinwand gesehen. Damals war ich sieben Jahre alt.  Es waren zwei zusammengesetzte Folgen je zehn Minuten lang aus dem Zeichentrick Film "Asterix und Kleoptra". Auch hatte meine Oma viele Asterix-Buchbände, in denen  wir oft zusammen schmökerten. Ich verbinde also Asterix und vor allem die Episode "Asterix und Kleopatra" mit meinen Kindheitserinnerungen bei meiner Oma.   Als ich älter wurde, geriet Asterix mehr in Vergessenheit. 25 Jahre später zog ich in die USA nach San Francisco. Vor einem Jahr habe ich dann zufällig Asterixbände in einem Laden in hier in San Francisco entdeckt. Alle waren Importe aus England und Frankreich und dementsprechend in Englisch oder Französisch. Ich habe mir dann sogleich "Asterix und Kleopatra" gekauft und beim Schmökern festgestellt, dass in der englischen Fassung einige Name der Darsteller verändert wurden. "Idefix" heisst zum Beispiel in der englischen Fassung "Dogmatix".   Meine Lieblingsfolgen sind "Asterix und Kleopatra" und "Asterix und die Goten". Beim letztgenannten Band kann ich mich immer wieder wegschmeißen vor Lachen.  
Hendrik Kupfernagel  

Ob es die Westgoten sind, die im Osten leben, oder das Wildschwein à la Creme, das man wie Erdbeeren à la Creme zubereitet, nur dass man statt Erdbeeren Wildschwein nimmt, oder das gekochte Wildschwein mit Pfefferminzsoße - "Asterix, das arme Schwein" - die Sammlung der Zitate ist endlos, viele davon durchaus alltagstauglich ("Ich bade nächstes Jahr weiter")! Es gibt ihn nicht, DEN besten Band! Alle sind gut, jeder auf seine Art! Schwer vorstellbar, dass die Engländer Asterix bei den Briten dieselbe Komik abgewinnen wie wahrscheinlich die meisten nicht-englischen Leser, aber vielleicht ist Asterix bei den Goten für die Engländer dafür umso komischer... Ohne Asterix wäre die Literatur deutlich ärmer - wer Asterix kennt, hat Bände, die er besonders mag. Sollte es wirklich jemanden geben, der Asterix noch nicht kennt, der sollte mit einem der mittleren Bände anfangen, da erst diese mit dem vollständigen Ensemble ausgestattet sind, das in den ersten Bänden erst nach und nach dazu kam.
Jörn Möhring

Als Kind hab ich mit meinem kleinen Bruder die Asterix-Hefte verschlungen und wir konnten uns immer köstlich darüber amüsieren. Jetzt ist meine Tochter in dem passenden Alter, und auch sie findet die Geschichten super lustig. Letztens liefen im Fernsehen ein paar Folgen, die haben wir uns zusammen angesehen. Herrlich lustig. Am besten finde ich Asterix bei den Briten.
Silke Göring

Noch bevor ich lesen konnte, habe ich mir immer die bunten Bilder in den Asterix-Heften meines Vaters angesehen. Mein Lieblingsfilm ist „Asterix erobert Rom“, den ich mir (und mein Mann auch) immer wieder gerne sehe. Das „Haus, das Verrückte macht“ ist unser persönlicher Liebling.
Daniela Schmälzger

Asterix und Obelix sind seit der schon lange vergangenen Schulzeit meine Begleiter. Die Hefte sind teilweise schon sehr abgegriffen, aber es ist immer wieder eine Freude, sich in die Geschichten zu vertiefen. Ich habe mich besonders über die Real-Verfilmung Asterix und Cleopatra amüsiert. Als Obelix (alias Gerard Depardieu) die Nase der Sphinx abbricht und der Abraum flugs unter das Denkmal gefegt wird, habe ich mich vor Lachen gekringelt. Ich empfehle besonders die Lektüre der Mundart-Varianten. Asterix auf Hessisch oder Schwäbisch ist einfach köstlich!
Daniel Gläser

"Gute Güte - das ist schockierend, ist es nicht?" / "Versuch doch mal, nicht nach Fisch zu stinken!" / "Mein Garten ist kleiner als Rom, aber mein Pilum ist solider als dein Sternum" / "Er ist großartig!" "Wer" "Na, Ihr!" "Ach, Er" / "Sag einfach, was dir durch den Kopf geht." "Es kommt aber vor, daß da gar nichts durchgeht!" / "Du hast ein 'Orgien' vergessen, Schätzchen!" / "Wo ist die Auskunft?" "Fragt bei der Auskunft, die geben Euch Auskunft!" / "Angenehm, Madame" (mit Eiszapfen an den Sprechblasen) / und, und, und...   Asterix-Zitate gehören für meine Frau und mich ebenso zum allgemeinen Sprachgebrauch wie die berühmten Aussprüche aus Loriot-Sketchen, und das werden sie ganz sicher auch bei unseren noch kleinen Kindern, so etwas pflanzt sich in Familien ja gewöhnlich fort.  

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Ehre den Besiegten. Viele Asterix-Fans haben mit den Geschichten Latein gelernt - und sei es mit Hilfe einer Zellenwand, wie hier...(c) Les Éditions Albert René/Goscinny-Uderzo

Am besten sind ohne Frage die Ausgaben, die noch Réné Goscinny getextet hat, aber auch Uderzos "Der große Graben" sprach mich als Bewohner des geteilten Berlin sehr an. Allerdings habe ich den Eindruck, daß Uderzo, seit er auch textet, weniger Liebe auf die Zeichnungen verwendet; die vielen kleinen Figuren und Ereignisse am Rande, die die älteren Ausgaben immer wieder lesens- und anschauenswert machen, finden sich in den jüngeren Heften viel seltener.   Zu meinen Lieblingsausgaben gehören "Tour de France", "Asterix bei den Briten", "Die goldene Sichel" und "Streit um Asterix". Sehr schön ist auch "Wie Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank gefallen ist", nicht zuletzt, weil seine Erzählweise von üblichen Comics abweicht und mehr als bebilderte Erzählung daherkommt.   Die jüngsten Ausgaben hingegen waren fast durchweg enttäuschend, mit "Gallien in Gefahr" als absolutem Tiefpunkt. Es ist ja lobenswert, daß Uderzo sich hier auf die Seite von Disney und gegen die Invasion der Mangas stellt, aber eine derart langweilige Geschichte, die nicht einmal für den üblichen Heftumfang reicht und durch einen seltsam nachgeschobenen Epilog auf 48 Seiten gestreckt werden musste, hat das Asterix wahrlich nicht verdient.   
Andreas Heinzgen

Die Szene, die für mich bleibende Bedeutung hat, spielt sich in "Asterix und der Kupferkessel" ab und ist ein Lehrstück in Sachen Marktwirtschaft und Philosophie des Geldes, das mir auch ca. 35 Jahre nach der Erstlektüre noch gefällt. Asterix und Obelix fangen im Wald zwölf Wildschweine und treiben sie auf den Markt. Dort verkaufen sie diese und erhalten Geld. Dann fällt ihnen ein, dass sie Hunger haben. Sie kaufen ein Wildschwein zurück. Doch dafür müssen sie das Geld hergeben, das sie für zwölf Wildschweine erhalten hatten. Angebot und Nachfrage, Auf und ab an der Börse. Steckt alles mit drin. Und die Unverschämtheit der Händler (und Banker). Besser ist es, ein Wildschwein in Reserve zu behalten, wenn man mal wirklich Hunger hat. Denn Geld macht nicht satt.
Axel Fachtan

Mit den Gags aus den Asterix und Obelix-Comics habe ich schon in der Grundschule meine Aufsätze aufgepeppt. Heute, als Comic-Buchhändlerin, haben die beiden Gallier für mich aber natürlich zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Die Asterix-Bände gehören einfach zu den Klassikern, die auf gar keinen Fall im Regal fehlen dürfen! Besonders gut gefällt mir die Zeichentrick-Verfilmung von Asterix und Kleopatra. Die Szene, in der Kleopatras Löwe vorgestellt wird, kann ich mir immer wieder ansehen. Zum Lesen empfehle ich die Mundart-Ausgaben im regionalen Dialekt. Das gibt dem Lesespaß gleich noch einmal einen ganz besonderen Beigeschmack.
 Marion Schenkelberg

Mit Asterix und Obelix bin ich groß geworden, ist mein Sohn groß geworden und wird auch mein Enkel groß werden. Es gehört zum aufwachsen als intelligente Comickultur einfach dazu. Meine Lieblingsfolge ist und bleibt „Asterix bei den Olympischen Spielen“. Es zeigte schon vor Jahrzehnten die Machtstruktur des " IOC " in der Antike, die Problematik des Dopings, und wie man Ruhm und Ehre mit einem einzigen Erfolg erreichen kann. Sehr toll ist auch, für mich als Frankreichliebhaber, „Die Tour de France“. Regionale Köstlichkeiten und Animositäten der Franzosen werden sehr schön dargestellt. „Asterix und Latraviata“ ist meiner Meinung nach die schlechteste Folge.
Wolfgang Barthel

Asterix und Obelix bedeutet für ich vor allem treue Begleiter meiner Kindheit und Jugend und, was noch wichtiger ist, ein fantastischer Lehrstoff, da viele Ereignisse der Comics auf tatsächlichen Ereignissen basieren. Gefallen tun mir besonders gut "Asterix als Legionär" und "Asterix und der Avernerschild", weniger gut gefällt mir "Gallien in Gefahr", da hier wenig Bezug zur Realität genommen wurde. Empfehlen würde ich eigentlich alle Geschichten, sollte ich eine besondere auswählen, dann wohl "Streit um Asterix", da man hier einiges über Neid und Missgunst lernen kann.
Andreas Shu

Die Comics sind ein direkter Zugang zu meiner Kindheit, zu den Zeitungen, die ich ausgetragen habe, um mir den nächsten Band zu kaufen, zu den Mädchen, denen man damit imponieren konnte, wenn man als einer der Ersten den neuesten Band hatte und nicht zuletzt der Wortwitz und die schönen, in den Zeichnungen versteckten Gags. Welche Episoden mir besonders gut gefallen? Fast ausnahmslos alle, da kann ich wenige herausheben. Der Käse auf dem Boot in der "Korsikageschichte" ist allerdings neben der "Fondueparty in der Schweiz" unerreicht.
Jens Kahl

Asterix und Obelix bedeuten für mich ein Sprungbrett in die Welt der Comiczeichnung und in die Sprache. In jungen Jahren habe ich sämtliche Deckblätter abgezeichnet und gesammelt. Weiterhin begeisterte mich der kleine Idefix, da er sehr früh den Umweltschutz in jedem weckte (oder besser wecken sollte). Genauso wie ihm blutet bei mir das Herz, fällt auch nur ein Baum auf dieser Welt. Da ich selbst kein Latein hatte, beigeisterte ich mich für die "Zweisprachigkeit" in jedem Asterix, mit Witz und Humor lernte man Kernsätze, die die Welt bewegten, wie: Alea jacta est.

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Wehe, das Brot fällt! Szene aus "Asterix bei den Schweizern".(c) Les Éditions Albert René/Goscinny-Uderzo

Gefallen haben mir die gesetzten Schwerpunkte. Ein Thema, mit alter und aktueller Geschichte gespickt, Helden, Verbrecher, Diktatoren, Schönheiten und grausame Menschen in einer Comicfigur so klein für jedermann dargestellt. Träumereien voller Gedanken über die Reisen, die beide in Ihren Geschichten erleben, Menschen die sie ganz mal eben so auf der ganzen Welt kennen lernen. Einfach wunderbar. Wichtig war für mich vor allem die Gerechtigkeit, das Unbeugsame, der versteckte Witz mit dem das kleine Volk in Gallien Widerstand leistete. Ich habe sämtliche Comics gesammelt und zwar immer die erste Auflage. Das spätere Merchandising, der Kitsch, vor allem jedoch diese unsäglichen Sonderausgaben, Kochbücher, eine neue Geschichte hier und da, die nichts mit dem regelmäßigen Erscheinen des Klassikers zu tun hatten, lehnte ich ab und bleibe bis heute beharrlich dabei. Das hat alles nichts mit dem Asterix zu tun. Einen dicken Wälzer, der die Geschichte rund um Asterix und Zeichnungen beinhaltet, sowie (heimatverbunden) die Mundart-Ausgaben (Saarländisch) habe ich mir jedoch geleistet. Die Kinofilme mit Schauspielern gefallen mir gar nicht. Sie sind insgesamt ein Graus und zerstören jede Phantasie die jede einzelne Ausgabe der Klassiker erweckte. Meine Favoriten? Im Grunde alle, besonders „Asterix bei den Schweizern“, “Olympische Spiele“, „Asterix der Gallier“, „Asterix und die Normannen“.
Uwe Dick

Asterix-Comics kenne ich seit ich lesen kann - schon länger als Micky Maus! Später waren die Bände mit den kleinen Latein-Zitaten und Anspielungen auf römische Lebensart eine lustige Beilage zum Lateinunterricht in der Schule. Besonders gut gefallen mir die Bände, die mit den Eigenheiten und Charakterzügen der europäischen Nationen spielen, so z.B. "Asterix bei den Schweizern", "Asterix bei den Briten" - und ganz besonders "Asterix bei den Goten". So wird im Gewand der Antike die Gegenwart gedeutet. Für Erwachsene mindestens genauso zu empfehlen wie für Kinder!
Jochen Kallenberger

Asterix & Obelix kenne ich seit 1969. Die ersten Ausgaben waren seinerzeit in unserer Schulklasse sehr begehrt. Wer ein Heft besaß, konnte schon mal den einen oder anderen Pluspunkt bei den Mitschüler/innen sammeln. Von Anfang an waren die Geschichten Kult, einige Sprüche und Zitate der ersten Ausgaben fanden sich sehr schnell im Jugendwortschatz wieder. „Veni,vidi,vici“ oder „beati pauperes spiritu“ sind nur Beispiel für die Vielzahl von Sprüchen, die durch die Publikation in Asterixgeschichten ihren Weg in die damalige Jugendsprache fanden. Empfehlen würde ich besonders die Ausgaben Nr. 1 bis Nr. 10, da haben mir die Sprache und der Handlungsstrang am besten gefallen. Dabei fällt es mir schwer, mich für einen bestimmten Titel zu entscheiden. „Asterix und Kleopatra“, „Asterix bei den Schweizern“, „Die goldene Sichel“ finden sich unter den Topfavoriten. Heute besitze ich zwei komplette Ausgaben, davon eine mit allen Erstauflagen. Asterixfilme habe ich erst später, in den 90iger Jahren gesehen, zusammen mit meinem Sohn.
Bernhard König

Asterix und Obelix haben mich in meiner Kindheit und Jugend begleitet. Ich habe kein Heft und keinen Film ausgelassen. Besonders gefielen mir die ersten Hefte und Filme bis 1989, allen voran "Asterix der Gallier". Wenn ein neues Heft erschien, wurden alle anderen Arbeiten verschoben.
Irmtraud Janda

Ich (Jahrgang 1977) bin mit Asterix und Obelix aufgewachsen. Insbesondere die vielen Sprachen, in denen die Magazine erschienen sind, haben es mir angetan. "Asterix in der Schweiz" habe ich in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Latein. Meine Eltern haben damals gehofft, es hilft mir in diesen Fächern besser zu werden. Ob das so war, kann ich nicht sagen, aber auf jeden Fall hat mir das Lesen viel Freude gemacht. Und für das Leben vorbereitet hat es einen allemal, z.B. habe ich gelernt, dass man beim Käse-Fondue auf keinen Fall das Brot hineinfallen lassen sollte.
Werner Mager

Ich verdanke der Lektüre meine sämtlichen Latein-Kenntnisse, zumal ich mit dem Fach in der Schule so gar nicht klar kam. Aber da wurde ja auch kein Asterix gelesen. Besonders gut gefallen mir die Episoden, an denen Goscinny/ Uderzo zusammen beteiligt waren. Ab „Der große Graben“ wurden die Episoden immer schwächer. Herausragend in mehrfacher Hinsicht ist „Asterix und der Kupferkessel“ (auch zeichnerisch).

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Umstritten. Der bislang letzte Band "Gallien in Gefahr" spaltete die Asterix-Anhängerschaft.(c) Les Éditions Albert René/Goscinny-Uderzo

Hier ist der Tonfall zu Beginn ein wenig anders, fast melancholisch, als Asterix aus seinem Dorf verbannt wird. Die Reise, während derer der Kupferkessel wieder mit Sesterzen bestückt werden muss, ist angefüllt mit Kulturkritik und beißender Satire auf "Marktmechanismen", zeitlos fürwahr. Selbst der "Showdown" am Ende wird nicht mit Hilfe des legendären Zaubertranks entschieden. Bei den Filmen verhält es sich problematisch, da sich der subtile Witz des Gezeichneten meist nicht 1:1 überträgt (noch viel weniger bei den Spielfilmen). Alle Zwischenbilder, im Comic nur im Kopf des Lesers vorhanden, werden nun mitgestaltet, nichts bleibt mehr angedeutet. Favorit ist für mich am ehesten „Asterix erobert Rom“, den finde ich am originellsten. Welche Geschichte ich anderen Lesern empfehlen würde? Die Vielschichtigste ist „Asterix und der Kupferkessel“, die witzigsten „Asterix auf Korsika“ und „Asterix und der Avernerschild“.
Andreas Pauli

Ich kenne alle Bände von Asterix und Obelix und könnte die meisten immer wieder lesen. Mir gefallen einfach der Witz, die Handlungen, die tollen Zeichnungen und die Zitate/ lateinischen Begriffe. Die Asterix-Geschichten schildern die Welt zur Zeit des Imperium Romanum mit erstaunlicher Genauigkeit. Mein Favorit ist „Als Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank geplumpst ist“. Man entdeckt die Kindheit von Asterix und Obelix in Aquarellen, Pastelltönen und großformatigen Zeichnungen. Zudem enthält der Band einige überraschende Enthüllungen über den späteren Hinkelsteinlieferanten! Man erfährt, dass Obelix einmal ein schüchternes, gehänseltes und pummeliges Bürschlein war, der ein hölzernes Hündchen auf Rollen spazieren führte. Nicht besonders gefällt mir „Asterix als Legionär“. Tragicomix aus Condate wurde unfreiwillig zur römischen Legion eingezogen und nach Afrika geschickt. Kavalier Obelix tritt mit Asterix freiwillig in die Legion ein, um ihn zu befreien. Anderen Lesern würde ich „Obelix auf Kreuzfahrt“ empfehlen. Hier spürt man die innige Freundschaft zwischen Asterix und Obelix so richtig.
Max Georg Engel

Mit den Galliern bin ich groß geworden. Schon Anfang der 70ger Jahre habe ich die Comichefte verschlungen. Alle Trickfilme habe ich im Kino oder Fernsehen gesehen. Die Filme mit den echten Darstellern treffen nicht meinen Geschmack. Zeichentrickhelden sollten auch Zeichentrick bleiben. Mein Lieblingscomic und auch Film ist „Asterix bei den Briten“. Hier treffen total unterschiedliche Kulturen aufeinander. Die britischen Eigenheiten sind schön übertrieben dargestellt, aber trotz allem sehr sympathisch. Ältere Filme sind technisch natürlich einfacher, was verziehen werden kann. Die Gesangseinlagen finde ich persönlich aber eher störend. Bei allem Kult um die beiden Hauptdarsteller dürfen natürlich nicht die vielen weiteren wichtigen Rollen vergessen werden: Idefix, Miraculix, Majestix und Troubadix und viele weitere Dorfbewohner. Der ewige Streit um „frischen“ Fisch und Sangeskünste sowie das Dorffest am Ende jeder Episode sind ein Muss. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Asterix und Obelix auch den Schulunterricht bereichern können. Eine Fremdsprache lernt sich mit mehr Freude, und etwas Geschichte und Erdkunde ist auch immer dabei.
Thomas Kutz

Ich bin mit Asterix und Obelix groß geworden und kenne Teile einzelner Geschichten auswendig, weil ich sie oft gelesen habe. Meine Lieblingsgeschichte ist wohl "Asterix und Kleopatra", allerdings finde ich es schwer, eine wirkliche Lieblingsgeschichte zu nennen, weil alle etwas Besonderes haben. Es gibt aber einen Unterschied zwischen den alten Geschichten - die besser sind - und den neueren. Ich würde Interessierten empfehlen mit den klassischen Geschichten beim Lesen zu beginnen.
Barbara Lohroff

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