Hier gibt es weitere Favoriten unserer Leser

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Update
Leserumfrage : Die besten Comics des Jahres - die Leserfavoriten
Leserfavorit: "Mikel".
Leserfavorit: "Mikel".Foto: Reprodukt

Hier mein absoluter Comic Favorit für 2016 - und ich bin Comic-Vielleser: "Mikel" von Mark Belido und Judith Vanistendael. Eine herzerweichende Geschichte um einen warmen Gefühlsmenschen, der durch seinen neuen Job vermeintlich zu einer eiskalten Maschine wird. Die Zeichnungen von Judith Vanistendael sind großartig, jede noch so kleine Facette ihrer Charaktere wird so liebevoll und in Ganzheit dargestellt, dass die "Helden" des Buches einem wie echte Freunde vorkommen. Ein Augenschmaus mit spannender Geschichte!
Julia Burghardt-Wentzel

Ich möchte sehr gern den Web-Comic »Lins« von Elizabeth Pichllii« von Elizabeth Pich nominieren. Auf Instagram und damit unglaublich kurz und knackig erzählt, repräsentieren die Strips einerseits Zeitgeist, sind dabei urkomisch und überraschen auch immer wieder mit einem sensiblen und liebevollen Blick auf die Welt.
Franziska Walther

Ich würde als besten Comic des Jahres den Manga "A silent Voice" (Koe no Katachi) von Yoshitoki Oima vorschlagen. Darin wird die Geschichte eines gehörlosen Mobbingopfers und ihres Peinigers geschildert. Aus der Sicht des Peinigers. Das ist an vielen Stellen schwer zu ertragen, doch die einfühlsame Charakterisierung und emotionale Geschichte machen es trotzdem oder gerade deshalb unmöglich, den Manga aus der Hand zu legen. Die Geschichte hat mich sehr berührt und ich halte sie für sehr lesenswert auch für Menschen, die normalerweise keine Manga zu Hand nehmen. In Deutschland sind bisher zwei Bände erschienen, in Japan ist der Manga in sieben Bänden abgeschlossen. Vor kurzem ist dort zudem eine Anime-Verfilmung erschienen.
Adrian Richter

Einer meiner Lieblingscomics des Jahres war "Tales from the Couch". Die Macher des Comics sind Nerds mit sehr gelungenen und lustigem Blick auf Themen, die einen Nerd begeistern können. Es wird jede Woche ein neuer Comic veröffentlicht, der ein aktuelles Thema verwurstet.
Michael Schlinge

Unvorhergesehen kommt ein Comic im richtigen Moment, mit einem weiten Denken: James Tureks "Motel Shangri-La". Ein Reiseführer zum entlegenen Ort der menschlichen Güte. Ein Comic wie ein Versprechen, dass nicht nur die Sprache der Vernichtung zu hören ist, mit der Trump alles übertönt, kein Geschrei, sondern leise berührende Worte. Dieses Buch ist eine wirkliche Inspiration. Ich kann nicht aufhören, immer wieder mal eine Seite aufzublättern.
Waldemar Heppner

Autobiografisch: Nils Oskamps "Drei Steine".
Autobiografisch: Nils Oskamps "Drei Steine".Foto: Panini

Auch in diesem Jahr haben sich wieder ein paar Favoriten für mich ergeben:
"Drei Steine" von Nils Oskamp ist zwar kein neuer Titel, wurde aber dieses Jahr auch gezielt für den Shop- und Buchhandel und erweitert erneut veröffentlicht, was vermutlich auch der Grund sein dürfte, warum ich erst jetzt darauf aufmerksam wurde. Die biographische Graphic Novel schildert geradezu beängstigend stimmungsvoll den braunen Untergrund in der Stadt Dortmund und wie wenig schon seit so vielen Jahren dagegen unternommen wird. Nicht immer auf dem Punkt getroffen, aber sehr atmosphärisch und gut recherchiert. Die Hintergrundinfos im Buch sind daher auch sehr lesenswert. Eine gelungene Graphic Novel, die einen nachdenklich zurücklässt.
"Der Mann, der Lucky Luke erschoss" von Matthieu Bonhomme ist eine gelungene Hommage an Lucky Luke. Man spürt schon die Distanz, die er zu der Figur Lucky Luke hat, weswegen es glatt ein wenig verwundert, dass er ein solches Projekt umgesetzt hat. Gleichzeitig wird aber auch eine komplett neue Seite gezeigt und Lucky Luke in ein Licht gerückt, wie man ihn so in keinem anderen Comic gesehen hat. Das verbunden mit einem tollen Artwork und einer gelungenen Story, führt zu einem für sich stehenden Comic, der toll zu lesen ist und das Prädikat Hommage mit leichten Anspielungen an das Original wunderbar gerecht wird. Auch für Nicht-Lucky-Luke Leser geeignet.
Und zum Abschluss noch zwei Gesamtausgaben von Klassikern, die durch Charme und einer großartigen Auflage bestechen:
"Die Dingodossiers" von Goscinny und Gotlib aus dem Toonfish Verlag, sowie "King und Kong" von Cauvin und Mazel aus dem Finix Verlag. Sicherlich jetzt keine narrativen Meisterwerke, aber herrlich nostalgisch mit einer ganz eigenen Qualität. Zudem glänzen beide Gesamtausgaben durch ihre wunderbare Verarbeitung. Gerade King und Kong ist eine optimale Veröffentlichung von Fans für Fans. In diesem Jahr ist mir in dem Punkt keine bessere Publikation unter die Augen gekommen, als dieser Band von Finix.
Holger Wedeking

Unbedingt auf jede Comic-Bestenliste des Jahres 2016 gehört „Paula – Liebesbrief des Schreckens“.  Paula macht mit ihrer Familie Urlaub am Campingplatz und trifft dabei Toni. Durch einen unglücklichen Zufall wird der Liebesbrief, den sie an diesen schreibt, öffentlich. Natürlich versucht Paula der Peinlichkeit zu entgehen und alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die wahre Verfasserin zu vertuschen. Mit tollen Zeichnungen gelingt es des Österreicherin Sandra Brandstätter die richtige Ferien-Stimmung einzufangen und eine witzige, lockere und authentische Geschichte zu erzählen. Hoffentlich bleibt der Band nicht Paulas einziges Abenteuer, denn das Buch ist für alle, die ihre eigene Kindheit nicht komplett vergessen haben, bestens geeignet.
Stephan Thuswaldner

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