Modellprojekt der Berliner Bildungsverwaltung : Berlin will Schulen schneller bauen - hier sind die Standorte

Die Bildungsverwaltung hat ein Modellvorhaben zur Beschleunigung des Schulbaus erarbeitet. Vier bis fünf Jahre sollen gespart werden. Hier sind die elf Standorte in Berlin.

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Transparent am Fichtenberg-Gymnasium in Steglitz. Die Schule ist zum Symbol des Sanierungsstau geworden. Das marode Gebäude soll jetzt saniert werden. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Transparent am Fichtenberg-Gymnasium in Steglitz. Die Schule ist zum Symbol des Sanierungsstau geworden. Das marode Gebäude soll...Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Acht oder neun Jahre, so lange dauert es in Berlin in der Regel, bis eine neue Schule fertig ist. München oder Hamburg brauchen nur halb so lang. Nach dem Willen von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) soll das auch in Berlin bald deutlich schneller gehen. Ihre Verwaltung hat ein Modellvorhaben zur Beschleunigung des Schulbaus erarbeitet, das gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Finanzverwaltung umgesetzt werden soll und das die Bauzeit auf vier bis fünf Jahre reduzieren soll. Zehn bis zwölf Schulbauten sollen damit bis 2020/21 entstehen, bis 2018/19 sieben neue Sporthallen. Das Projekt soll noch in dieser Legislaturperiode beginnen, muss aber noch vom Parlament beschlossen werden. Ende Mai wird es in den Senat eingebracht.

Kern des Projekts ist die Einrichtung einer „Task Force“: Vertreter der beteiligten Senatsverwaltungen, der Bezirke und der Schulen sollen sich von Anfang an abstimmen, auch Architekten sollen früh hinzugezogen werden. Vorgesehen ist eine „arbeitsintensive Phase“ von etwa einem halben Jahr, in dem sich die Vertreter regelmäßig treffen. Dadurch sollen Planungsfehler vermieden werden. Auch die parlamentarischen Genehmigungsverfahren könnten so verkürzt werden.

Elf Standorte für die Bauten

Senat und Parlament arbeiten derzeit ebenfalls an einem Vorhaben, mit dem Bauprojekte beschleunigt werden sollen. Das werde aber erst in der neuen Legislaturperiode fertig, sagte Scheeres. „So lange können wir nicht warten.“ Denn neue Schulplätze werden dringend gebraucht. Schätzungen gehen von 75 000 zusätzlichen Schülern bis zum Schuljahr 2024/25 aus. Noch vor einem Jahr lag die Prognose bei 35 000 Schülern mehr. Besonders betroffen sei der Nordosten Berlins, wo es große Neubauprojekte gibt.

Die Bildungsverwaltung hat elf Standorte für die Bauten vorgeschlagen:

Mitte: Grundschule (Chausseestr./Boyenstr.)

Friedrichshain: Grundschule (Modersohnstr.)

Pankow: Erweiterung Jeanne- Barez-Schule (Hauptstr.), Sporthalle Tesla-Schule (Rudi-Arndt-Str.).

Spandau: Grundschule (Goltz-/Mertensstr.), Erweiterung Wolfgang-Borchert-Schule (Blumenstr.), Ersatzbau Heinrich-Böll-Schule (Am Forstacker).

Marzahn-Hellersdorf: Sekundarschule (An der Schule 13-19),

Lichtenberg: Grundschule (Wartiner Str.),

Charlottenburg-Wilmersdorf: Erweiterung OSZ (Gierkezeile), Neubau Anna-Freud-OSZ (Halemweg).

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