Noch ist es nur ein Gedankenspiel, aber es hat Charme: Warum sollte Potsdam nicht zwei neue Schwimmbäder bekommen: Ein saniertes Sportbad am Brauhausberg und ein neu gebautes Freizeitbad im Bornstedter Feld? Der Stadt, ihrem sozialen Frieden, würde diese Bad-Variante nützen, und sie würde von einer breiten politischen Mehrheit getragen: Die Linke könnte zufrieden sein, denn sie will den Erhalt der Brauhausberg-Halle; die SPD will Sport- und Freizeitbad, die sich wirtschaftlich rechnen, die CDU will vor allem ein Bad im Norden.
Sabine Schicketanz
Sabine Schicketanz über die Potsdamer Sozialdemokraten, die heute Gelegenheit haben, ihren Oberbürgermeister zu fordern
Stadt soll nur „funktionales Hallenbad“ bekommen / Standortfrage wieder offen
Die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) hat erste Konsequenzen aus der Stadtwerke-Affäre um Geheimsponsoring und gegenseitige Abhängigkeiten gezogen. So dürfen ab sofort Geschäftsführer des Energieversorgers nicht mehr in Vorständen oder Aufsichtsräten der Vereine sitzen, die sie mit Geld unterstützen.

100 Potsdamer bei Demo für Brauhausberg-Halle
In der Spitzel-Affäre um Ex-Stadtwerke- Chef Peter Paffhausen gibt es einen zweiten Fall: Nach dem heutigen Pro-Potsdam- Chef Horst Müller-Zinsius hat Paffhausen im Jahr 2003 auch den ehemaligen Geschäftsführer des städtischen „Entwicklungsträger Bornstedter Feld“, Volker Härtig, und dessen Geschäftspraktiken ausforschen lassen. Das geht aus einem vertraulichen Gutachten der auf Wirtschafsstrafrecht spezialisierten Berliner Kanzlei „Freyschmidt / Frings / Pananis / Venn / Bärlein“ hevor.
Behüteter Hochadel, neugierige Zaungäste, demonstrierende Untertanen, grünes Wasser und ein päpstlicher Segen – Momentaufnahmen des Potsdamer Hochzeits-Samstags

Der Ururenkel des Kaisers heiratet, Potsdam nimmt’s gelassen: „Sollen se doch heiraten, wenn se sich gut verstehen.“

Deutsche Unesco-Kommission schaltet sich in den Konflikt um den Wiederaufbau der Königlichen Matrosenstation Kongsnaes am Jungfernsee-Ufer ein und fordert Informationen von Oberbürger Jann Jakobs.

Die Potsdamer Stadtverordneten fordern per einstimmigem Beschluss eine weitere Aufklärung der Stadtwerke-Affäre. Mehr Transparenz soll es auch bei Chefs und Gehältern geben.
Die Sommerpause ist vorbei, es geht weiter in Sachen Aufklärung der Stadtwerke- Affäre – und das ist gut so. Es stand schließlich zu befürchten, dass in den politikfreien Wochen die Dringlichkeit der Angelegenheit in den Hintergrund geraten könnte.

Stadt will sich von Neubau-Plänen verabschieden, die Stadtpolitik macht das nicht mit: Potsdam braucht ein Tierheim, finden alle

Mitte September beginnt in Babelsberg der Dreh für „Der Wolkenatlas“ – einen Hollywood-Kinofilm, den eine deutsche Produktionsfirma stemmt
Sabine Schicketanz wirbt für einen Diskurs zum Brauhausberg
Der Oberbürgermeister empfiehlt den von Platzproblemen geplagten Wissenschaftlern vom Telegrafenberg, doch in den „Kreml“ einzuziehen. Ein wundersamer Vorschlag.
Sabine Schicketanz freut sich auf die neue Debatte zum Badneubau
Woran liegt es nur, dass im Potsdamer Rathaus mit schöner Zuverlässigkeit bei heiklen Angelegenheiten jedes Fingerspitzengefühl abhanden kommt? Aktueller Fall: Mauerbau-Gedenken.
Der erste Schluss ist schnell gezogen: In Sacrow, zu DDR-Zeiten unmittelbar in Mauernähe, ist offenbar vieles noch so wie früher. Damals lebten im abgeriegelten Grenzstreifen vor allem Regimetreue – klar, dass sie etwas dagegen haben, wenn mitten in ihrem Ort an die Mauer und ihre Opfer erinnert wird, möchte man meinen.

Die Ufer-Anrainer in Groß Glienicke reagieren erbost auf die neue Strategie der Stadt Potsdam. Oberbürgermeister Jakobs hatte angekündigt, ab September Enteignungsanträge zu stellen.

Im Potsdamer Uferstreit setzt die Stadt den Anrainern des Groß Glienicker Sees eine letzte Frist vor der Eröffnung eines Enteignungsverfahrens. Auch am Griebnitzsee.

Groß Glienicker Seeanrainer reagieren erbost auf Ankündigung der Stadt, Enteignungen zu beantragen
Potsdam will am Groß Glienicker See private Eigentümer von Ufergrundstücken enteignen. Das allein ist nicht neu – sehr oft schon ist im Rathaus mit dieser „Ultima Ratio“, der letzten aller Möglichkeiten, gedroht worden.

Potsdam versorgt seine Bürger bisher nicht mit Trinkwasserbeuteln im Falle einer Notsituation. Berlin macht das bereits. Die Potsdamer EWP legt sich jetzt einen Vorrat an.

UPDATE.In Potsdam war seit dem Montagvormittag der Tramverkehr auf mehreren Linien unterbrochen - es fuhren Busse und Taxen. Am Nachmittag normalisierte sich der Verkehr wieder.