Fast 69 000 Potsdamer haben bereits ihre Stimme abgegeben – mehr als bei der Kommunalwahl
Sabine Schicketanz
Potsdam ist unwiderstehlich. Alle, die hier schon ihr ganzes Leben oder zumindest ein paar Jahre wohnen, wissen das längst.
Am Freitag, dem 11. Mai, soll feststehen, ob Potsdams neues Sport- und Freizeitbad auf dem Brauhausberg oder im Bornstedter Feld gebaut wird: An diesem Tag will Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) das Ergebnis der am Montag startenden Bürgerbefragung bekannt geben.

Die Rathauskooperation und die Linke bringen Anträge ein, die sich für Plattners Offerte stark machen - doch die Linke will keine „Fixierung“ auf den Standort Mercure.
Nach wochenlangen Debatten über die Bad-Befragung, teilweise ermattenden Auseinandersetzungen über kleinste Details des Procederes zum Bürgervotum, ist es nun soweit: Am kommenden Montag beginnt die Befragung. Bis dahin macht der Stadtjugendring ordentlich Wellen in der Stadt: Die Aktion „Potsdam geht baden – aber wo!
Jetzt sind ausgezeichnete Fähigkeiten im Krisenmanagement gefragt: Zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung in der Gedenkstätte Leistikowstraße am Mittwoch wird es Proteste geben. Der Gedenkstättenverein und die Zeitzeugeninitiative haben zu einer Menschenkette aufgerufen, die nicht nur an die Opfer des einstigen Terrors erinnern soll.

Potsdam debattiert über den Standort für Hasso Plattners Kunsthalle. Der Lustgarten, wo heute das Hotel Mercure steht, ist der Favorit – nicht nur des Mäzens.
Der Unternehmer Hasso Plattner will der Stadt eine Kunsthalle spendieren. Fast einhellige Euphorie herrscht darüber bei Politikern und Promis in Potsdam.
Sabine Schicketanz fordert Potsdam auf, ein Geschenk anzunehmen

Hasso Plattner zeigt sich wieder von seiner spendablen Seite: Der Softwaremilliardär will in Potsdam eine Kunsthalle schaffen. Der Neubau könnte am Standort des Hotel Mercure entstehen. Politiker zeigen sich hoch erfreut.
Kunsthalle statt Mercure: Plattners Interesse könnte Abriss des einstigen Interhotels ermöglichen
Der Appell ist ein wenig abgegriffen: Das Sterben, heißt es immer wieder, gehöre zum Leben. Als Teil des Lebens wird der Tod dennoch viel zu selten behandelt.
Sabine Schicketanz über gutes Timing in Potsdam
Potsdam muss 2012 mindestens 80 Menschen neu aufnehmen / Ausländerbehörde soll besser werden
Potsdams Stadtverordnete haben endlich den Stimmzettel beschlossen: Die Bürger votieren über einen Badneubau am Brauhausberg oder im Bornstedter Feld.
Potsdam wird erneut seine Bürger befragen, um in einer seit Jahren währenden Dauerdebatte endlich zu einer Entscheidung zu kommen: In rund zwei Wochen startet die Bürgerbefragung zum Schwimmbad-Neubau. Schon beim Standort für den Landtagsneubau konnte der Stadt nur die Bürgerbefragung helfen.
Stadtspitze ändert Fragebogen für Schwimmbad-Befragung. Die alte Brauhausberg-Halle ist aus dem Rennen
Sabine Schicketanz über die neue Positionsbestimmung im Rathaus
Es wird nicht schöner, das Gezerre um die Bad-Befragung: Jetzt muss die Kommunalaufsicht des Innenministeriums prüfen, ob die Befragung in der geplanten Form überhaupt zulässig ist. Das Problem: Vor einigen Jahren, als die Potsdamer zum Standort des Landtagsneubaus befragt wurden, hatte es schon vor der Befragung, aber auch danach, erhebliche Debatten über die Zulässigkeit und Sinnhaftigkeit der Befragung gegeben.
Der Energieversorger plant einen Kundenfonds nach dem Vorbild des Bürgerfonds in Brandenburg/Havel und soll noch 2012 starten.
Es sind gute Nachrichten, die da von Potsdams Energieversorger kommen: Noch dieses Jahr soll es einen Kundenfonds geben, mit dem die Potsdamer, die ihren Strom bei der EWP beziehen, ganz lokale Klimaschutzprojekte unterstützen können. Dass dieses Konzept funktionieren, ja sogar zum Selbstläufer werden kann, zeigen die Stadtwerke-Kollegen der Potsdamer in der Stadt Brandenburg an der Havel.

Verein könnte marodes Gebäude für einen Euro kaufen – um einen Kredit für die Sanierung zu beantragen
Finanzlücke für Sanierung bisher nicht geschlossen / Stadtverordnete kritisieren Auskünfte der Verwaltung
Aus vier mach drei: Die 131 000 Potsdamer, die im April per Bürgerbefragung über das neue Schwimmbad entscheiden sollen, haben nur noch drei Wahlmöglichkeiten.