Sind die Voten im Stadtparlament besonders knapp, handelt es sich für gewöhnlich um wirklich kniffelige politische Entscheidungen. Die zur Voltaire-Gesamtschule am gestrigen Mittwoch gehörte dazu.
Sabine Schicketanz
Wie die CDU das „Drewitz-Center“ retten wollte
Schlösserstiftungs-Generaldirektor Hartmut Dorgerloh forderte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) auf, eine Verhandlungsdelegation zu bestimmen, um über Kompromisse zu sprechen, die Potsdamer beim geplanten Pflichteintritt entlasten. Noch vor der Sommerpause soll die Entscheidung über den Eintritt fallen.
Es ist vollbracht: Die Bad-Werkstatt hat ein Ende gefunden, und ein erfolgreiches noch dazu. Zumindest, wenn man die Festlegung auf vier mögliche Varianten für ein neues oder saniertes Potsdamer Schwimmbad als Erfolg werten möchte.
In der Potsdamer Schwimmbad-Frage sind die Weichen für die Bürgerbefragung endgültig gestellt: Im April sollen die Potsdamer aus vier Bad-Varianten ihren Favoriten auswählen. Das ist das Ergebnis des am Samstag zu Ende gegangenen Werkstattverfahrens zur Zukunft der Potsdamer Schwimmbäder.
Die Zeit ist ganz offensichtlich mal wieder reif in dieser Stadt. So wie vieles, was jahrelang nicht veränderlich schien – oder keiner ändern wollte –, kommt jetzt bei den Potsdamer Transparenz-Bemühungen auch der Haushalt an die Reihe.
Vielleicht muss man einmal die Ebene wechseln, um sich zu vergegenwärtigen, was da am Dienstagmittag im Rathaus abgelaufen ist. Man stelle sich vor, Potsdam wäre ein Bundesland, dann wäre Oberbürgermeister Jann Jakobs der Ministerpräsident, Baubeigeordneter Matthias Klipp der Bauminister und Finanzbeigeordneter Burkhard Exner – logisch – der Finanzminister.
Landeshauptstadt: Champagner und Schnitzel für die Stars Mehr als 1000 Gäste gratulierten dem Studio
Die Anziehungskraft des Mythos Babelsberg ist ungebrochen: Mehr als 1000 Menschen, darunter zahlreiche bekannte Schauspieler, Regisseure und Produzenten, feierten am Montagabend in Berlin den Geburtstag von Studio Babelsberg. Auf dem roten Teppich, der in die Veranstaltungshalle der „Station“ führt – dem ehemaligen Postbahnhof in Kreuzberg – staute sich zeitweilig die Prominenz.
Es klingt fast zu einfach, um wahr zu sein: Kann es wirklich unkompliziert werden, beim Potsdamer Haushalt durchzublicken? Kann die Stadtpolitik es wirklich schaffen, ohne endloses Gezänk und Gezerre, ohne Abstimmungsverweigerung und Blockade-Strategien das Zahlenwerk zu beschließen?
Ein Knistern in den Lautsprechern – dann ist sie da. Ihre unverwechselbare, rauchige Stimme.
Gross Glienicke - Rund 50 Menschen haben am Sonntag auf dem zugefrorenen Groß Glienicker See für einen öffentlichen Uferweg auf dem ehemaligen Mauerstreifen demonstriert. Auf dem Eis konnten die Aktivisten der Potsdamer Bürgerinitiative „Freies Seeufer Groß Glienicke“ auch an den 16 Seegrundstücken vorbei gehen, deren Besitzer den Uferweg abgesperrt haben.

Als der frühere Chef der Potsdamer Stadtwerke Peter Paffhausen wegen einer Spitzelaffäre seinen Job verlor, fiel mit ihm ein ganzes System in sich zusammen. Wie Potsdam einen Neuanfang versucht.
Als der frühere Chef der Potsdamer Stadtwerke Peter Paffhausen wegen einer Spitzelaffäre seinen Job verlor, fiel mit ihm ein ganzes System in sich zusammen. Wie Potsdam einen Neuanfang versucht.
„Happy Birthday, Studio Babelsberg“: Am Sonntag wird die Potsdamer Filmfabrik 100 Jahre alt

Konsequenzen aus der Potsdamer Stadtwerke-Affäre: Die Verwaltung erarbeitet jetzt verbindliche Transparenzregeln. Dabei gibt es noch Streit Streit um einen Ehrenkodex für Aufsichtsräte.
„Happy Birthday, Studio Babelsberg“: Am 12. Februar wird die Filmfabrik vor den Toren Berlins 100 Jahre alt, ein guter Anlass, die hellen und die düsteren Momente ihrer Filmgeschichte Revue passieren zu lassen. Das Festival ehrt Babelsberg mit einer SONDERREIHE.

Hollywood will jetzt auch Fernsehen in Babelsberg machen: Die „Stargate Studios“ mit Hauptsitz in Los Angeles haben 1,5 Million Euro in eine Babelsberger Dependance investiert.
Neue Fragen zum Gewoba-Modell, mit dem Potsdam vor mehr als zehn Jahren städtische Immobilien im Wert von 120 Millionen D-Mark verkauft hat, warf am Freitag die Fraktion Die Andere auf. Ihr Verdacht: Die Veräußerung der Grundstücke an die kommunale „Gemeinnützigen Wohn- und Baugesellschaft“ (Gewoba) könnte real gar keine gewesen sein.
Sabine Schicketanz über Potsdam bei klirrender Kälte
Die Grünen wollen alle neun Bad-Varianten prüfen und fordern Geld für den Kostenvergleich
Potsdam floriert, wächst, gedeiht – doch die Zahl der Kinder, die in dieser Stadt in armen Verhältnissen aufwachsen, wird nicht annähernd im selben Tempo geringer. Mehr als jedes fünfte Potsdamer Kind unter drei Jahren ist arm, weil seine Eltern von Sozialleistungen leben.
Das ist neu: Erstmals legt die Potsdamer Stadtverwaltung eine Liste mit Grundstücken vor, die 2012 verkauft werden sollen - und die Stadtverordnete entscheiden.
Es ist ein Experiment – und das bedeutet auch, es kann scheitern: Womöglich wird das Werkstattverfahren zur Schwimmbad-Frage ein Fiasko statt eines Erfolgs. Dass diese Gefahr besteht, muss den Verantwortlichen der Stadt und dem von ihnen beauftragten Veranstalter aus der Schweiz allerdings jederzeit klar gewesen sein.
Stadt zahlte für 3141 Kinder und Jugendliche vor allem Zuschüsse für Schulbedarf und Mittagessen