
© dpa/Rolf Vennenbernd
Zwei schwere Unfälle in Berlin-Mitte: Autofahrer schleift Polizisten mehrere Meter mit – Fußgänger lebensgefährlich verletzt
Gleich zwei Autounfälle ereignen sich am frühen Neujahrsmorgen in Berlin-Wedding. Ein Polizist wird bei einer Kontrolle mitgeschleift. Ein Senior wird bei einem anderen Unfall lebensgefährlich verletzt.
Stand:
An Neujahr hat es in Berlin-Mitte zwei schwere Autounfälle gegeben. Bei einer Kontrolle eines haltenden Autos in der Seestraße in Wedding ist dabei in den frühen Morgenstunden ein Polizist verletzt worden. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit.
Gegen 5 Uhr kontrollierten demnach zivile Einsatzkräfte mit dem Wagen eines 21-Jährigen. Während der Überprüfung erhärtete sich der Verdacht eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, teilte die Behörde mit. Daraufhin sollte das Fahrzeug, mit dem der 21-Jährige unterwegs war, nach staatsanwaltschaftlicher Anordnung untersucht werden.
Der Fahrer weigerte sich der Polizei zufolge jedoch: Anstatt aus dem Auto zu steigen, startete er den Motor. Durch das geöffnete Fenster habe ein Polizist noch versucht, den Motor des Autos abzuschalten, um den jungen Mann an der Flucht zu hindern.
Der 21-Jährige beschleunigte jedoch und fuhr los. Dabei schleifte er den Polizisten mehrere Meter mit, sodass dieser auf die Straße fiel und sich an den Händen und Beinen verletzte. Der Tatverdächtige flüchtete und fuhr über mehrere rote Ampeln. Der verletzte Polizist musste seinen Dienst beenden. Der Führerschein des 21-Jährigen wurde beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.
Fußgänger in Berlin-Wedding lebensgefährlich verletzt
Etwa zur selben Zeit ereignete sich ebenfalls im Ortsteil Wedding ein Autounfall, bei dem ein Fußgänger lebensbedrohlich verletzt wurde. Wie die Polizei mitteilte, überquerte ein 72-jähriger Fußgänger gegen 5 Uhr die Markstraße und wurde dabei von einem 18-jährigen Autofahrer angefahren. Dabei erlitt der Senior schwere Verletzungen an Beinen, Kopf und Rumpf.
Alarmierte Rettungskräfte brachten den Mann in ein Krankenhaus. Der 18-jährige Fahrer und sein gleichaltriger Beifahrer blieben unverletzt. Eine Atemalkoholkontrolle ergab bei beiden jungen Männern 0,0 Promille.
Da die Polizei jedoch nicht ausschließen konnte, dass sie unter dem Einfluss berauschender Mittel standen, wurden sie zu einer richterlich angeordneten Blutentnahme in ein Polizeigewahrsam gebracht. Danach konnten die beiden 18-Jährigen gehen.
Die Markstraße war nach dem Unfall von 5.10 bis 9.20 Uhr gesperrt. Der Verkehr der BVG war nicht betroffen. Die weiteren Ermittlungen zu dem Fall laufen.
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