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    Nachbarschaft

    Oliver Klingberg, 53, Fan des SC Staaken (im Bild Dritter von links). – Kein Klub in Spandau spielt so hochklassig wie der Verein auf dem Sportplatz am Kurzen Weg (Foto hier). Der SC Staaken gewann am Wochenende 2:1 im Berliner Pokal bei Lichtenberg 47 – eine kleine Sensation, denn Lichtenberg ist Tabellenerster. Jakob Wartchow traf vor 400 Zuschauern in der 95. Minute zum Siegtreffer – mehr hier im lesenswerten Fanblog des SC Staaken. Nächstes Heimspiel der Staakener ist am 28. Oktober, 14 Uhr, wieder gegen Lichtenberg, diesmal aber in der Liga. Hier spricht Klingberg ….

    … über seinen Klub: „In der 5. Liga wird anspruchsvoller Fußball gespielt und Staaken hat eine junge, sympathische Mannschaft mit einem überdurchschnittlich guten Trainer. Der Verein wird seit Jahren solide geführt. Bei den Spielen ist immer ordentlich Stimmung, wir sind eine Truppe von acht Leuten an der Seitenlinie. Der harte Kern der Fans fährt auch auswärts mit – 30, 40 Leute im eigenen Fanbus, ich war mit in Schwerin an der Ostsee, übrigens mit meinem Schwiegervater, und der ist 82. Es ist sehr familiär beim SC Staaken, anders als bei Hertha. Da gehe ich aber auch hin, ich habe eine Dauerkarte. Fanartikel gibt es auch beim SC Staaken: Schlüsselanhänger, Shirts, wobei jetzt eher die Fanschal-Saison beginnt. Ich habe in Staaken sämtliche Jugendmannschaften bis zur B-Jugend durchlaufen, dann aber mit Fußball aufgehört. Heute spiele ich Tennis mit der ganzen Familie, also meiner Frau und den Töchtern, beim Sport- und Tennisverein Olympia Spandau in Hakenfelde, kurz: Sutos … übrigens auch ein toller Verein!“ (Mehr lesen Sie hier im Spandau-Newsletter 07/18)

    … über sein Staaken: „Ich bin in Staaken geboren, in der Gartenstadt aufgewachsen, zur Zeppelin-Grundschule gegangen und dann auf das Kant-Gymnasium. Ich habe BWL an der TU studiert und arbeite jetzt als kaufmännischer Leiter in Potsdam. Ich mag diese Ecke in Spandau – Fahrradfahren zum Eiskeller, in den Stadtforst, Ausflüge zum Hahneberg und ans Havelufer. Ich mag aber auch Kultur und Kulinarik, und da hat Spandau Defizite. Mir fehlen gute Bars, in die ich spontan gehen kann.“

    … ein Tipp: „Die ‚Trattoria Da Francesco‘ im Seegefelder Weg. Ein kleiner Italiener mit wechselnder Karte, sehr authentisch und familiär. Und lecker.“

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von André Görke tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Spandau,

Florida Eis wird’s in Staaken zu eng. Unternehmer Olaf Höhn, 69, ist nicht nur Newsletter-Leser („na klar“), sondern auch Chef von „Florida Eis“. Den Laden an der Klosterstraße übernahm er 1984 („Ich bin Fan von ,Miami Vice‘, das Café sollte deshalb ‚Miami Eis‘ heißen, den Namen gab’s aber schon …“). 2013 kam die Fabrik in Staaken dazu. Sein Eis gibt es längst in Supermärkten und Hotels, doch Höhn hat ein Problem: „Wir wachsen und wachsen, wir sind 240 Mitarbeiter, allein in der Produktion 100 Leute. Hier klingelt dauernd das Telefon. Ich habe damals zu klein gebaut in Staaken, es ist zu eng. Ich schiele aus meinem Büro auf ein Stück Wiese. Dieses Nachbargrundstück will ich kaufen, das liegt hinter der Fabrik, aber die Gespräche sind kompliziert … ich brauche da jede helfende Hand.“ Wirtschaftsstadtrat Gerhard Hanke, CDU, liest hier auch mit – der macht sich bestimmt schon eine Aktennotiz, oder?

„Neues Öko-Café 2019 am Rathaus“. 2019 will Höhn die Florida-Filiale über dem U-Bahnhof Rathaus Spandau auffrischen – die Ellipse ist Baujahr 2005. „Ich will daraus 2019 ein ‚Green Coffee‘ machen, so wie die Öko-Cafés in Friedrichshain“, erzählt Höhn dem Spandau-Newsletter. „Im Sommer bricht die Ellipse zusammen. Ganz anders der Winter: Da stehen wir uns schon mal die Füße platt – wer an den BVG-Bushaltestellen nebenan friert, der will kein Eis auf die Hand, der will warme Füße.“ Höhn: „Ich will keine Buletten verkaufen, sondern guten Kaffee, Kuchen und natürlich Eis. Und das alles soll öko sein.“ Knackpunkt: die Suche nach Baufirmen.

Eis-Trends 2019. Letzte Frage, weil’s gerade so schön warm ist. Die Eis-Trends für 2019? Höhn: „Creme Holunder und Joghurt-Zitrone.“

André Görke ist stellvertretender Berlin-Chef beim Tagesspiegel und groß geworden in Spandau. Kontakt: spandau@tagesspiegel.de

Ganz großes Theater! Unser Tipp für Sie

Erinnern Sie sich an die muntere Truppe von der Theaterwerkstatt Kladow um Udo Franz, 80? Hat er uns im Newsletter einst erzählt: Seit März wurde geprobt, einmal im Jahr stehen sie auf der Theaterbühne im Ernst-Hoppe-Haus (Franz: „12 Leute oben, unten sitzt sogar der Bezirksbürgermeister bei Bulette und Kartoffelsalat…“). Jetzt ist’s wieder so weit – „Pension Schöller“ steht an, hier sind die Termine für 2018: 3. November (Premiere!) und 4. November, dann 10./11. und 17./18.11., jeweils Samstag und Sonntag 17 Uhr. www.theater-kladow.de