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    Nachbarschaft

    Christa Schostag, 74, aus Unterfranken.

    „Hallo liebe Leute, ich wohne in der Rhön, Unterfranken, ich will 2019 nach Spandau ziehen. Es ist mein größter Wunsch, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Ich habe 30 Jahre in Fürstenwalde an der Spree gelebt, bin so oft nach Berlin gefahren, aber nach Spandau durfte ich nicht …. Nach der Wende habe ich mir Arbeit im Westen gesucht. Letztes Jahr ist eine Freundin nach Spandau gezogen. Sie hatte wie ich: Sehnsucht nach Berlin. Ich habe mich über Spandau informiert, finde den Stadtteil schön. Man ist schnell in der Stadt, hat viel Grün ringsherum. Ich bin zwar schon 74 Jahre jung, aber stehe noch voll im Leben. Jetzt möchte ich meine letzten Jahre in Berlin verbringen. Ich wünsche allen Spandauern eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachten und ein gesundes und friedliches neues Jahr 2019. Ihre hoffentlich zukünftige Bewohnerin – Christa Schostag aus Mellrichstadt.“ Schön, oder?

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von André Görke tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Spandau,

Berlins unpünktlichster BVG-Bus: ein Staakener! Es geht um die unpünktlichste BVG-Buslinie, die tagsüber durch die Stadt kurvt. Routiniers von der zugestauten Heerstraße rufen jetzt tapfer: „Bestimmt der X49!“ Und die liegen richtig. Das geht aus der neuen BVG-Jahresstatistik hervor. Der, hust!, Schnellbus raus nach Staaken ist tagsüber mit nur 74 % Pünktlichkeit die schlimmste BVG-Linie in ganz Berlin. Kein Wunder, bei dem täglichen 3-km-Stau zwischen Stößenseebrücke und Wilhelmstraße, oder? Und der Clou: Der X49 hat sogar souverän Platz 1 verteidigt.

Berlins pünktlichster BVG-Bus: ein Gatower! Und weil die BVG uns so gern hat („Weil wir Spandau lieben“), liegt das andere Extrem ebenfalls bei uns im Bezirk – der pünktlichste Bus in ganz Berlin. Routiniers aus dem Habichtswald erahnen es: „Bestimmt der 334er!“ Bingo. Dieser schnuckelige Mini-Bus von Gatow rollt über die Felder, durch den Wald und kurvt in die versteckte Künstlersiedlung hinterm Flugplatz Gatow. Pünktlichkeit: 99 %. Nur: Wie kann dieser BVG-Bus eigentlich auch nur 1 % unpünktlich sein, wenn er doch gar keinen Fahrplan hat? Der 334er ist ein Rufbus. Die Busfahrer dösen in ihrem Mini-Gefährt an der Badewiese in Alt-Gatow. Fahrgäste müssen in der BVG-Zentrale in Friedrichshain anrufen, der weckt den Fahrer über Funk in Gatow („Ich sitze hier manchmal stundenlang ohne Fahrgäste“) – und rollt dann los in den Wald, um den einsamen Fahrgast einzusammeln. Ohne Übertreibung: ein abgefahrener Ausflug!

André Görke ist stellvertretender Berlin-Chef beim Tagesspiegel und groß geworden in Spandau. Tipps, Termine, Leserbriefe: spandau@tagesspiegel.de

Unser Adventstipp: das große Weihnachtsmarkt-Wochenende

Der 2. Advent steht an, und in allen Ecken laden Kiez-Weihnachtsmärkte ein. Hier der schnelle Überblick fürs Wochenende.

1.) Feuerwache Nord. Rot ist hier nicht nur der Weihnachtsmann: Die Feuerwache Spandau-Nord (Triftstraße) hat auch in diesem Jahr ein schönes Weihnachtsvideo gebastelt und lädt am Sonnabend, 8. Dezember ein. Was geboten wird? Wachführungen, Grill, Punsch, Basteln, Feldküche … und natürlich Blaulicht! 8. Dezember, 12-18 Uhr. Infos: Feuerwache Nord
2.) Kladow. Urig am Hafen, mit Weihnachtsgeschichten von Pfarrer Nicolas Budde, der Big Band der Musikschule Spandau und dem Weihnachtsmann, der Samstag und Sonntag mit dem Schiff aus der Dunkelheit kommt. Dieses Bild vergessen die Kinder nicht so schnell! 8. und 9. Dezember, 12 bis 19 Uhr. Info: Kladower Christkindlmarkt
3.) Wilhelmstadt. Dort findet der „2. Wilhelmstädter Adventsmarkt“ statt – schon am Freitag, 7. Dezember, 14 bis 19 Uhr. Wo? Auf dem Metzer Platz. Der Kiez stößt an. – Infos: Wilhelmstädter Adventskalender
4.) Falkenhagener Feld. Auch das klingt nach einem richtig netten Nachbarschaftsabend: „Adventsmarkt“ auf dem Kirchvorplatz an der Westerwaldstraße – am Freitag, 7. Dezember, ab 16 Uhr warten 20 Marktstände, alle geschmückt mit Lichterketten, auf ihre Besucher. „Anders als bei anderen Märkten bleibt der lautstarke Kommerz hier außen vor“, heißt es in der Einladung. Der Weihnachtsmann kommt mit dem Esel – und bringt seinen Hund mit.

Noch mehr Weihnachtsmärkte in der Stadt: tagesspiegel.de/weihnachten