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    Nachbarschaft

    Maik Bischoff, 43, Krimiautor aus Wilhelmstadt.

    Er hat sein erstes Buch veröffentlicht: „Die Seeburg-Verschwörung“ (7 Euro, Infos hier). Sie wissen schon: Seeburg ist dieses Dorf zwischen Hahneberg und B2, das kurioserweise weder einen See, noch eine Burg hat, aber das nur am Rande. Worum es im Buch geht: Der pensionierte LKA-Kommissar Werner Böhme und sein Kumpel Fabian Dost geraten in die Ermittlungen zu einem Mordfall, den die Polizei versehentlich als Selbstmord eingestuft hat. Die Geschichte führt sie auf die Tiefwerder Wiesen, auf die Haveldüne, nach Gatow und Seeburg. – Krimi-Autor Bischoff (www.maik-bischoff.de) war bis 2017 in der Partei „Wählerinitiative soziales Spandau“ aktiv. Er arbeitet in der Zentrale der Feuerwehr.

    Herr Bischoff, wie kamen Sie auf die Idee, einen Krimi zu schreiben – so langweilig ist’s in der Feuerwehr-Zentrale nun auch nicht. „Langweilig ganz sicher nicht, aber es ist ein Ausgleich dazu erforderlich. Körperlich geht das mit sehr viel Sport, aber auch im Kopf muss man abschalten. Deshalb lese ich sehr viel und fing irgendwann einfach damit an, selbst zu schreiben. Darüber hinaus hält sich tapfer die Legende, dass meine Frau einst sagte: ‚Schreib jetzt mal ein Buch!‘ – und ich habe diesen Auftrag um des lieben Ehefriedens Willen brav befolgt.“

    Ihr Lieblingsort in Spandau? „Ganz klar der Jürgengraben in ‚Klein-Venedig‘, den ich oft mit dem Paddelboot durchfahre.“

    Und was stört Sie in Spandau? „Mich stört, und hier beschränke ich mich mal auf die Wilhelmstadt, dass die Gegend zunehmend abgewohnt wirkt. Kleine Lädchen werden durch Wettbüros ersetzt, die Menschen geben immer weniger Acht darauf, den Kiez sauber zu halten und man redet immer seltener miteinander.“

    P.S.: Nächstes Woche stellen wir hier den Autor eines Buchs über Haselhorst vor – und verlosen auch ein paar Exemplare an Sie, die Leserinnen und Leser des Spandau-Newsletters.

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von André Görke tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Spandau,

Danke für Ihre Kiez- und & Körnerliebe! Unser Tagesspiegel-Spandau-Postfach … Pling! … läuft gerade über, weil … Pling! … dauernd frische Mails von Ihnen eintreffen. Wir hatten Sie nach dem besten Bäcker in Spandau gefragt und seitdem … PlingPlingPlingPling! 

Spandaus bester Bäcker. Die einen haben den Glauben an einen echten Bäcker aufgegeben („Wohne seit 7 Jahren in Spandau, vergesst es!“), andere wähnen sich im „Backwarenparadies“. Leserin Regine Gerhard aus Staaken schrieb uns diese zauberhafte Mail: „Wir sind vor fünf Jahren aus Prenzlauer Berg zugezogen und möchten für kein Geld der Welt mehr zurück. Die Auswahl an Handwerksbäckern in Spandau hat uns schier umgehauen. Im Kollwitzkiez gab es fast ausschließlich teure Bio- oder Spartenbäcker (glutenfrei etc.) oder eben fade Aufbackstationen in den Supermärkten.“ Auch diesen Brief bekamen wir: „Wir haben erfahren, dass Sie Spandaus beliebtesten Handwerksbäcker suchen …“, schrieb uns plötzlich ein gewisser Johannes Kamm, der sich nicht nur als Newsletter-Leser, sondern auch als Chef der Bäckerinnung Berlin entpuppte – und kluge Tipps für uns hatte. Auch dafür: Danke!

Hallo nach Staaken! Wir haben durchgezählt, hier der Zwischenstand: Ein Bäcker liegt weit vorn mit der Hälfte aller „Leute“-Leserstimmen (sogar mit ausführlichen und liebevollen Begründungen): Wolfgang Zimmermann von der „Bäckerei Zimmermann“ aus Staaken am Magistratsweg, gefolgt von der „Ritterfeld Landbäckerei“ aus Kladow. Wir sammeln noch eine Woche Ihre Stimmen und stellen den Gewinner dann in einer der nächsten Ausgaben hier im Spandau-Newsletter vor. Pling!

André Görke ist stellvertretender Berlin-Chef beim Tagesspiegel und groß geworden in Spandau. Ihre Mails, Tipps, Termine bitte an: spandau@tagesspiegel.de.

Der Tipp von André Görke für Sie

Neue Achterbahn. Eltern empfehlen wir einen Entspannungstee fürs Wochenende. Der Nachwuchs könnte aufgekratzt sein: Kurz hinter der Stadtgrenze wird am Sonnabend, 21. April, 10 Uhr, die neue Attraktion in „Karls Erdbeerhof“ in Elstal eröffnet: eine Achterbahn. Karls-Chef Robert Dahl nennt hier die Fakten: „500 Meter lang, 20 Meter hoch, 60 km/h schnell“. Eintritt: 4,50 Euro. Wo: immer die Heerstraße runter, direkt an der B5.

Neues Erdbeer-Dorf. Das „Erlebnisdorf“ wird ab 2018 für mehr als 100 Mio Euro ausgebaut: Nach dem Abriss vieler russischer Kasernen entstehen in der ersten Etappe ab April 2019 ein Hotel und 60 Ferienhäuser, die aussehen sollen wie – kein Witz – Erdbeeren. Übrigens, diesen „Karl“ gab es wirklich: Er ist der verstorbene Großvater des heutigen Chefs. – Neubau-Simulationen: Tagesspiegel.de

Der Busshuttle ab Spandau. Die Ausflugslinie A05 rollt übrigens über die Heerstraße nach Elstal und fährt ab Bushaltestelle Alt-Pichelsdorf (der Bus kommt vom Bahnhof Zoo und könnte voll sein). Preis: VBB-Ticket + 2,50 Euro Aufschlag; Kinder + 1 Euro. – Info: VBB