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    Nachbarschaft

    Wem gehört Berlin? Das wollen wir gemeinsam mit Ihnen ab sofort herausfinden. Die Recherche ist eine Kooperation des Tagesspiegels mit dem gemeinnützigen Recherchezentrum Correctiv. Auf www.wem-gehoert-berlin.de können Sie den Redaktionen mitteilen, wer der Eigentümer Ihrer Mietwohnung ist und welche Erfahrungen Sie mit Ihrem Vermieter gesammelt haben. Mithilfe dieser Daten suchen wir nach unverantwortlichen Geschäftspraktiken und einflussreichen Playern.

    Die Recherche soll aufdecken, welche großen Firmen, Investoren und Fonds in Berlin Häuser besitzen – und wer mit illegalen oder zwielichtigen Geschäftspraktiken arbeitet. „Es geht uns darum, wieder Transparenz zu schaffen, um eine Diskussion zu ermöglichen“, sagt Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt, „denn die Frage, wie wir in Zukunft bezahlbar leben können, werden wir nur gemeinsam beantworten.“ Immer mehr Menschen spürten derzeit, dass durch die exorbitante Spekulation der Berliner Wohnungsmarkt ins Wanken gerate.

    Die Werkzeuge und Auswüchse des Renditekapitalismus im Wohnsektor erlebt der Architekt und Stadtplaner Markus Appenzeller bei seiner Arbeit weltweit. Er sieht Berlin wegen des hohen Mietwohnungsanteils als besonders gefährdet an und fordert: „Berlin muss sich gegen Investoren wappnen.“ Und zwar schnell. Er schlägt Immobilienexperten in den Ämtern eine schärfere Baugenehmigungspraxis und das Streichen der Modernisierungsumlage vor. Andernfalls drohe der gesellschaftliche Zerfall: „Wenn man nicht schnell deutliche Schritte unternimmt, besteht aus meiner Sicht ein reales Risiko, dass sich das zu einem explosiven Gemisch aus ökonomischem Druck, Zukunftsangst und Xenophobie entwickelt.“ Das ganze Interview finden Sie hier.

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-c.hoenicke@tagesspiegel.de

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Unser Tipp für Sie

„Wirtschaft erzählt“. Am Dienstag (23. Oktober/18 Uhr) findet der zweite Pankower Erzählsalon dieser neuen Veranstaltungsreihe statt. Dabei erzählen ehemalige und jetzige Wirtschaftskapitäne und -experten von ihren Schlüsselerfahrungen des Wirtschaftens mit unterschiedlichen Eigentumsformen. Ihre Erfahrungen zeigen, dass sich auch in der DDR privatwirtschaftliche Strukturen hielten. Initiiert und veranstaltet wird der Erzählsalon von „Rohnstock Biografien“, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung. Schönhauser Allee 12 (über Eingang Saarbrücker Straße), der Eintritt ist frei, mehr Infos hier.