• Pangea_Haus_Musik.jpg

    Nachbarschaft

    Pangea nennen Wissenschaftler den urzeitlichen Superkontinent, auf dem die großen Landmassen eine Einheit bildeten. Im Pangea-Haus, das seit neun Jahren an der Trautenaustraße 5 im Güntzelkiez besteht, symbolisiert der Name die „interkulturelle, kontinentübergreifende Begegnungsstätte“. Wie schon im vorigen Jahr beteiligt man sich an der Fête de la Musique am 21. Juni und verbindet dies ab 15 Uhr mit einem Tag der offenen Tür.

    Im Musikprogramm gibt es türkisch-deutschen Rap von Fürkan um 16 Uhr, Afro-Chansons von Gérard Nguanji um 17 Uhr, Elektro-Reggae von Seph and the Streets um 18 Uhr, „Nato Beat“ von der Balkan Kombo um 19 Uhr und „Iranian Fusion Rock“ vom Ansan Ensemble um 20 Uhr. Angekündigt sind außerdem ein Integrations-Quiz unter dem Motto „Wie deutsch bist du?“, eine Hüpfburg für Kinder und ein Salsa-Kurs ab 20.30 Uhr.

    Das Haus gehört dem Bezirksamt und dient 21 Mietern – darunter Migrationsberatungen, Integrationskursträger und Bildungseinrichtungen, der deutsch-iranische Fernsehsender IRTV Berlin, die Iranische Gemeinde in Deutschland, der deutsche Zentralrat der Serben und der Verband Griechischer Gemeinden. Ende 2017 kam im Parterre das „Café Pangea“ hinzu.

    Für den bezirklichen Integrationsbeauftragten Leon Friedel und sein Team ist das Haus „ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit“. In den nächsten Jahren werde das frühere Volkshochschulgebäude saniert und das Café mit einer neuen Fläche „in den Kiez geöffnet“, kündigt er an. Um das Haus „auch inhaltlich voranzubringen“, will Friedel mit den Mietern und Anwohnern einen „Leitbildprozess“ starten.

    Das ganze Programm der Fête de la Musique in Charlottenburg-Wilmersdorf finden Sie hier. Dazu gehören auch Veranstaltungen im Institut français im Maison de France, im Café-Theater Schalotte und in der Art Stalker Bar & Galerie.

    Foto: Mohammad Zahoor-Pasdar

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter:  leute-c.dobberke@tagesspiegel.de

von
bis
Bitte geben Sie hier den Suchbegriff ein!
von Cay Dobberke tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Charlottenburg-Wilmersdorf,

haben Sie wieder Lust auf Autokorsos auf dem Ku’damm? Einen Vorgeschmack darauf, wie es während der Fußball-Weltmeisterschaft auf dem Boulevard aussehen könnte, gibt meine Fotogalerie von der Fußball-EM 2016. Alle möglichen Autos und Fußballfans waren dabei vom „Trabant“-Cabrio aus Brandenburg bis zu Sportwagen, in denen muslimische Frauen mit Kopftuch die deutsche Fahne schwenkten. Außerdem feierten auch Anhänger anderer Nationalmannschaften deren Siege. So ähnelten die Korsos manchmal ein bisschen dem Karneval der Kulturen.

Nur das damit verbundene Verkehrschaos dürfte erneut viele Auto-, Bus- und Taxifahrer ärgern. Ich finde aber: Wenn große Teile des Ku’damms wie am vorigen Wochenende tagelang für ein Oldtimerfestival gesperrt werden, sollten auch ein paar Stunden Korso hinnehmbar sein – zumal die Polizei die Straße oft gar nicht wegen der cruisenden Autos sperrt, sondern wegen fahnenschwenkender Fußgängermassen auf der Fahrbahn.

Weiter unten in unseren Sportmeldungen steht noch mehr zur Fußball-WM aus bezirklicher Sicht.

Cay Dobberke, geboren in Berlin, wohnt seit mehr als 25 Jahren in Wilmersdorf. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-c.dobberke@tagesspiegel.de

Cay Dobberkes Tipp für Sie

Die Natur in der Stadt erkunden. Mit innerstädtischem Wald auf 161 Quadratkilometern, großen Parks, vielen Gewässern und unzähligen Naturrefugien ist Berlin die „grünste Metropole Europas“. Das schreibt die Stiftung Naturschutz Berlin zu ihrem diesjährigen „Langen Tag der Stadtnatur“, der sich genau genommen über zwei Tage erstreckt (Sonnabend und Sonntag, 16. und 17. Juni). Ein 26-Stunden-Ticket kostet 7, ermäßigt 5 Euro. Karten für einzelne Angebote sind für 4 Euro erhältlich. Kinder und Jugendliche in der Begleitung von Erwachsenen müssen nichts zahlen.

Im Grunewald gibt es eine „Förstertour“ zur Freiluftausstellung „Wald.Berlin.Klima.“ mit Vertretern der Berliner Forsten und Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD). Die Führung beginnt am Sonntag um 11 Uhr an der Havelchaussee 61 gegenüber dem Grunewaldturm. Interessenten müssen sich anmelden und das 26-Stunden-Ticket besitzen.

Eine „umweltkritische Radfahrt“ zur „bedrohten Stadtnatur“ an der Spree und im Grunewald organisiert das Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin am Sonntag von 10 bis 13 Uhr. Startpunkt ist das Iburger Ufer an der südlichen Spreeseite gegenüber dem Kraftwerk Charlottenburg.

Auf den Teufelsberg führt eine Wanderung, bei der das „Aktionsbündnis Teufelsberg“ am Sonntag ab 11 Uhr seine Forderung erläutert, aus der Ex-Abhörstation der Alliierten einen öffentlichen Ort zu machen. Treffpunkt ist der Parkplatz am Treppenaufgang zum Drachenberg.

Der geplante große Park am Westkreuz ist das Thema zweier Spaziergänge, zu denen die „Initiative Westkreuzpark“ um Joachim Neu einlädt (am Sonnabend und Sonntag um 15 Uhr, Treffpunkt: Rönnestraße 29 vor der Kleingartenanlage Bahn-Landwirtschaft Bezirk Berlin).

Alle 26 Veranstaltungen im Bezirk finden Sie hier und die stadtweite Übersicht mit insgesamt 515 Angeboten hier.

Außerhalb des Programms widmet sich auch die Buchhandlung Hacker und Presting der Stadtnatur. Im Schaufenster an der Leonhardtstraße 22 zeigt die Illustratorin Claudia Bernhardt bis zum 25. Juni ihre Ausstellung „Vogelgezwitscher“. Spatzen, Krähen und Amseln sind als Zeichnungen und Siebdrucke zu sehen. Zusätzlich präsentiert Bernhardt das von ihr bebilderte Buch „NaturgeschichteN“.