• Nachbarschaft

    Nach dem überraschenden Rücktritt von Stadtrat Johannes Martin soll die Bezirksverordnetenversammlung an diesem Donnerstag (Livestream ab 17 Uhr hier) auf Vorschlag der CDU Nadja Zivkovic (Foto) zu seiner Nachfolgerin wählen. Sie wird zuständig sein für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen. Was kommt auf sie zu? Wir haben Grit Lehmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) Wuhletal gebeten, einen Wunschzettel für das Thema Radverkehr zu schreiben. Hier ist er:

    Der ADFC Wuhletal setzt die Hoffnung in die neue Stadträtin Frau Zivkovic, dass der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in unserem Bezirk Fahrt aufnimmt und nicht weiter hinter den Radverkehrsprojekten in der Innenstadt hinterherhinkt. Der ADFC erwartet von ihr, dass sie das Mobilitätsgesetz anerkennt, der Radverkehrssicherheit einen hohen Stellenwert einräumt und das Angebot des ADFC zur Zusammenarbeit nutzt.

    Die wichtigsten Anliegen des ADFC an Frau Zivkovic sind:

    1. Entschärfen der Gefahren für Radfahrende

      auf der Marzahner Brücke (der Landsberger Allee über S-Bahn und Märkische Allee) schnellstmöglich und nicht erst im Rahmen der Brückensanierung. Konkrete Vorschläge hat der ADFC vorgelegt.

    2. Einsetzen für eine separate Brücke

      für Rad- und Fußverkehr -dies ist der Vorschlag des ADFC für die Marzahner Brücke.

    3. Schaffen sicherer Schulwege.

      Fuß- und Radverkehrsanlagen im Umfeld von Schulen sollten vorrangig und konsequent verbessert werden, um die Sicherheit und Selbständigkeit von Kindern zu gewährleisten.

    4. Fortführen des Beirats zur Verkehrslösung Mahlsdorf.

      Zu den Planungen der Verkehrsführung im Ortsteilzentrum Mahlsdorfer gab es kontroverse öffentliche Diskussionen. Ein Beirat aus Anwohnern, Gewerbetreibenden und Bürgerinitiativen (u.a. dem ADFC und dem Verein Mahlsdorfer Bürger) wurde durch Stadtrat Martin per Los zusammengestellt. Senatsverkehrsverwaltung und Senatorin signalisieren nun, dass sie keine Mitwirkung des Beirats „benötigen“. Das kann der ADFC so nicht hinnehmen, schon weil es dem Demokratieverständnis des Fahrradclubs widerspricht. Wir bitten Frau Zivkovic, hier zu vermitteln, schnellstmöglich eine Beiratssitzung einzubestellen und einen Termin mit der Senatsverkehrsverwaltung zu erwirken.

    Die ADFC-Stadtteilgruppe Wuhletal trifft sich jeden vierten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Stadtteilzentrum Kompass, Kummerower Ring 42. Das nächste Treffen ist am 22. Januar. Interessierte sind willkommen. Mehr Informationen: adfc-berlin.de

    Fotos: CDU Wuhletal, Britta Pedersen/dpa

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-i.salmen@tagesspiegel.de

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von Ingo Salmen tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Marzahn-Hellersdorf,

die dollste Geschichte der Woche ist eine von der Sorte „Vom Tellerwäscher zum Millionär“, hier in der Variante „Vom Kommunikationselektroniker zum Millionär“. Es geht um einen Mann, den Sie mit ziemlicher Sicherheit auch schon mal gehört haben, dem jeden Tag 1,4 Millionen Berliner lauschen, den deutschlandweit Abermillionen Fahrgäste kennen. Und er kommt aus: Biesdorf. Ingo Ruff ist die Stimme der Bahn und damit auch der S-Bahn in Berlin. Weil er 1992 zufällig in einem Tonstudio arbeitete, als die automatischen Durchsagen eingeführt wurden, kam er an den Job. Inzwischen hat er 6000 verschiedene Ansagen eingesprochen, allein 130 neue für den Fahrplanwechsel am vergangenen Wochenende. Auch Servicehinweise zum Fußball oder Karneval waren dabei und Versatzstücke, aus denen ein Computer je nach Bedarf Ankündigungen für Gleiswechsel oder ähnliches generiert.

Dass er vollständig von der Maschine ersetzt werden könnte, glaubt Ruff nicht: Sein Vertrag geht noch bis 2028. Ruffs Geschichte hat Kollegin Birgitt Eltzel drüben bei „LiMa+“ erzählt. Sie hat ihn auch in der S-Bahn begleitet und Durchsagen live sprechen lassen. Davon gibt es zwei herrliche Videos, die Sie hier finden. Nächster Halt: Biesdorf.

Ingo Salmen ist Online-Redakteur beim Tagesspiegel. Und bei Twitter ist er auch zu finden. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-i.salmen@tagesspiegel.de

Ingo Salmens Tipp für Sie

Wie Dietmar Wischmeyer sich das Paradies vorstellt? Wir wissen es nicht. Doch eine blühende Phantasie beweist er immer wieder. Erst kürzlich sagte er bei „radioeins“ über die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer: „Ein Name wie Panzerketten, die über Kopfsteinpflaster rasseln.“ Das ist die Wortgewalt, mit der wir es bei Wischmeyer zu tun haben – und die jetzt auch die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Schreibwerkstatt Marzahn erleben durften. Der Autor und Satiriker war ihr Counterpart beim jüngsten „Storytausch“. Normalerweise entstehen dort Fortsetzungsgeschichten. Diesmal war es jedoch eher ein Rollentausch.

Wischmeyer gab sich als Leitender Direktor von „Paradise Island“ aus, einem Zufluchtsort für vermögende Verrückte, und die jungen Leute mussten sich schriftlich um einen Platz auf der Insel bewerben. In einer zweiten Stufe schlüpften sie in die Rolle des Jurors, der über die anderen Bewerbungen zu befinden hatte. Im dritten Schritt wurde die Gruppe in „Premiumgäste“ und „Bewacher“ aufgeteilt. „Im Nachhinein fand ich (meine) Spielidee, die sich erst im weiteren Verlaufe endgültig entwickelt hat, als zu verworren“, resümierte Wischmeyer selbst. „Positiv ist mir aber deutlich geworden, welch riesige Bedeutung der schriftliche Ausdruck für unsere Rolle als zivilisierter Mensch hat.“

Der gesamte Schriftverkehr ist auf 184 Seiten dokumentiert und über die Website der Mark-Twain-Bibliothek als PDF erhältlich. Wischmeyer stellt das Projekt jedoch auch an diesem Sonnabend, 15. Dezember, ab 17 Uhr bei einer Lesung in der Bibliothek vor. Die befindet sich bekanntlich im Freizeitforum in der Marzahner Promenade 55. Der Eintritt ist frei, eine Spende erwünscht. Anmeldung erbeten über die Website oder unter Tel. 030/54704142. Der Partner des Storytauschs 2019 steht übrigens auch schon fest: Es wird der Schriftsteller Thomas Brussig sein.

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