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    Nachbarschaft

    Nicole Nowarra, die neue Kinder- und Jugendbeauftragte.

    Seit November hat Reinickendorf eine neue Gemeinsamkeit mit den Bezirken Spandau und Pankow: Erstmals gibt es im Bezirksamt eine Jugend- und Kinderbeauftragte. Nicole Nowarra heißt sie, ist 49 Jahre alt und Mutter einer 13-jährigen Tochter. Aufgewachsen ist sie im Märkischen Viertel, sie hat eine ganze Reihe von Jahren als Schulsozialarbeiterin Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit gesammelt, Sozialarbeit hat sie zudem studiert, war in diesem Beruf unter anderem am Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten tätig und findet ihre neue Aufgabe nicht zuletzt deshalb so spannend, weil sie die erste ist, die sie wahrnehmen kann.

    Der für sie zuständige Bezirksstadtrat Tobias Dollase beschrieb es als Ziel der neuen Mitarbeiterin seines Hauses, Stimme der Kinder und Jugendlichen zu sein: „Kinder und Jugendliche haben nicht nur viele Fragen, sondern auch Rechte, wie zum Beispiel auf demokratische Beteiligung. Dafür brauchen sie die Chance, gehört zu werden.“ Ihr Büro hat Nicole Nowarra am Eichborndamm 215, Raum 398a, ihre Emailadresse lautet: nicole.nowarra@reinickendorf.berlin.de, ihre Telefonnummer ist: 90294 6003.

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-g.appenzeller@tagesspiegel.de

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Gerd Appenzeller, Tagesspiegel. von Gerd Appenzeller tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Reinickendorf,

sorgenvoll haben viele Anwohner des Hermsdorfer Fließtales den steigenden Wasserspiegel registriert. Verursacht hatte ihn ein Biberdamm auf Höhe der Jugendherberge, hinter ihm staute sich Richtung Osten das Wasser, der Wasserspiegel lag um etwa 40 Zentimeter höher als auf der Westseite des Dammes, die der Fließrichtung des Fließes abgewandt ist. Den Damm zu zerstören, bringt wenig, sagten Naturschutzexperten gleich – einmal ganz davon abgesehen, dass Biber geschützt sind und raffinierterweise auch in einem Schutzgebiet ihren Damm errichteten. Biber brauchen den höheren Wasserspiegel, um den Eingang zu ihren Höhlen unter der Wasserlinie anlegen zu können. Käme jemand auf die Idee, den Damm zu zerstören, hätte das nur einen einzige Effekt – die Biber würden sofort einen neuen Damm bauen. Was also tun? Man muss den Biber austricksen, sagten mir Naturschützer. Ein oder zwei Äste werden aus dem Damm entfernt, eine Drainage gelegt, dann sinkt der Wasserspiegel langsam, ohne dass die Biber etwas dagegen tun können.

Das geschah inzwischen – mit großem Erfolg: Die überschwemmten Flächen sind weitgehend wieder frei von Wasser, richtig abtrocknen werden sie aber wegen der vielen Niederschläge im Moment nicht. Dass dies bis zum nächsten Frühjahr geschieht, hoffen nicht nur die Naturschützer – denn dann sollen die Wasserbüffel ja zurückkommen, die vierbeinigen Landschaftspfleger, die von Spaziergängern jeden Alters so geschätzt werden. Anders, als ihr Name vermuten lässt, halten sich Wasserbüffel nicht gerne dauernd im Wasser auf. Wenn wir die Büffel wieder haben wollen, müssen wir also den Bibern den Spaß verderben.

Gerd Appenzeller, geborener Berliner, ist seit 24 Jahren Mitglied der Tagesspiegel-Redaktion, war Chefredakteur und Herausgeber. Als er 1994 mit seiner Familie in die alte Heimat zurückkam, zog er nach Hermsdorf, denn dort hat er auch seine Kindheit verbracht und dort leben auch sein Bruder und dessen Frau. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-g.appenzeller@tagesspiegel.de

Gerd Appenzellers Tipp für Sie

Weihnachtskonzerte im Ernst-Reuter-Saal. Am kommenden Wochenende beginnt eine Reihe von Weihnachtskonzerten im Ernst-Reuter-Saal:

  • Am Sonntag, 16. Dezember, um 16 Uhr und am Montag, 17. Dezember, um 10 Uhr heißt es zunächst: Weihnachtssingen mit Rumpelstil. Wenn das letzte ihrer berühmten Taschenlampenkonzerte gespielt ist, ziehen sich die vier Musiker Brumme, Peter, Max und Blanche in ihre „Rumpelstil“-Villa zurück und proben Weihnachtlieder. Sie haben wieder ein Programm mit Winter- und „Festtags“-Liedern aus dem traditionellen „Rumpelstil“, Vorweihnachts-Musiktheater und Klassikern der Adventszeit zusammengestellt. Da ihnen das Zusammenspiel mit ihrem Publikum sehr wichtig ist, laden sie zum gemeinsamen Weihnachtssingen in den Ernst-Reuter-Saal.
  • A Swinging Christmas steht zwei Tage später, am 19. Dezember, auf dem Programm:

    Tom Gaebel

    kommt mit seinem Orchestra nach dem ausverkauften Konzert im April des Jahres erneut nach Reinickendorf. Deutschlands angesagtester Big-Band-Entertainer der alten Schule sorgt mit Songs von „White Christmas“ über „Jingle Bells“ bis „Let It Snow“ für einen heißen Easy-Listening-Sound. Beginn ist um 20.00 Uhr.
  • Zum Abschluss kommt ein absoluter Weltstar nach Reinickendorf:

    Giora Feidman

    . Am 2. Weihnachtsfeiertag (26. Dezember) gibt er ein einmaliges Weihnachtskonzert mit Gitanes Blondes und der Berliner Sängerin

    Sharon Brauner

    und Ihrer Band. Feidman, Blondes & Brauner präsentieren „Never-Heard-Before“ Songs, jüdische Weihnachtslieder und Evergreens mit Humor und ungebremster Lebensfreude. Kurzweilig und spannend, mal zum Träumen, mal zum Lachen. Beginn ist um 16 Uhr, im Ticketpreis ist das Glas Sekt in der Pause bereits enthalten.