• Hiob

    Nachbarschaft

    Dieser Mann ist mit Worten kaum zu fassen. Der gebürtige Köpenicker hat sich ein Universum aus Bildern geschaffen. Wolfgang Hiob, vor Kurzem 70 Jahre alt geworden, fotografiert seit Anfang der 1970er Jahre alles, was sich ihm in der Natur als schön offenbart. Oftmals verführerisch, betörend schön. Als ambitionierter Hobbyfotogaf hat er viele Preise gewonnen, aber gelegentlich traf ihn auch der Bannstrahl behördlicher Aufsichtsorgane. Seine Aktfotos wurden 2010 aus den Köpenicker Rathausfluren entfernt, 2016 kam es gar nicht erst zur Ausstellung des „Foto Klub Forum“ im Rathaus – erneut ging es um Aktfotos, die nach Ansicht des Bezirksamtes Gefühle von Frauen verletzen könnten.

    Was suchen Sie selbst in ihren Fotos?

    Ganz einfach gesagt, ich bin immer bemüht, schöne, attraktive Fotos zu machen. Fotos, die nicht nur mir, sondern den Betrachtern gefallen. Und wenn ich Menschen fotografiere, ist es mir besonders wichtig, dass die Fotos auch der jeweils abgebildeten Person gefallen. Bisher habe ich damit keine schlechten Erfahrungen gemacht, weder bei Porträt-, Akt- oder Sportaufnahmen.

    Sind Ihre Wände zu Hause auch voller eigener Fotos?

    Da hängen einige Landschaftsmotive auf Leinwand in Großformat

    Verkaufen Sie auch Fotos?

    Ich bin nicht auf den Verkauf von Fotos aus. Wenn jemand gerne ein Motiv als Wandschmuck möchte, kann er das gerne zu einem individuell vereinbarten Preis bekommen. Fotos mit Menschendarstellung (also Akt, Porträt, Sport) verkaufe ich aber nicht.

    Machen Sie weiterhin Aktfotos?

    Nur noch sehr selten. Gelegentlich mache ich bei einem Workshop in kleinem Kreis mit, wenn mir Location und Models zusagen.

    Was sind denn aktuell ihre bevorzugten Motive?

    Mein Schwerpunkt ist derzeit die Sportfotografie, besonders die Rhythmische Sportgymnastik. Mich fasziniert an dieser Sportart die Kombination aus Athletik und technischem Können gepaart mit der Anmut und Grazie der jungen Sportlerinnen. Durch die intensive und sehr freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Turn-Talentschule Corona Berlin aus Zehlendorf konnte ich deren Gymnastinnen in den letzten drei Jahren schon häufig bei Wettbewerben und beim Training begleiten. Für die Zukunft plane ich eine Fotoausstellung, die die besten Fotos aus dieser Zusammenarbeit zeigt. 

    Haben Sie noch weitere Hobbys?

    Nein. Die Fotografie und alles, was dran hängt – Fotoklub, Ausstellungen, Wettbewerbe – kostet viel Zeit. Zum Glück habe ich eine verständnisvolle Frau, die das nicht nur toleriert, sondern mich auch dabei unterstützt.

    In der Ausstellung „Momente“ sind noch bis zum 6. Dezember Fotos von Wolfgang Hiob zu sehen. Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, geöffnet montags bis  donnerstags, 12 – 18 Uhr. berliner-woche.de

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-t.loy@tagesspiegel.de

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Thomas Loy - Redakteur beim Verlag Der Tagesspiegel im Haus am Askanischen Platz in Berlin Kreuzberg. von Thomas Loy tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Treptow-Köpenick,

DC könnte für District of Columbia stehen. Für Dauer-Chaos, Dinosaurier-Comics oder Drüsen-Chemie. Alles falsch. DC ist das Kürzel für DebattenCamp der SPD, das am Wochenende das Funkhaus Nalepastraße in Oberschöneweide füllte. Irgendwann, in 20 Jahren vielleicht, werden sich Sozialdemokraten voller Wonne ans DC erinnern, dem Wendepunkt vom Abwärts zum Aufwärts der SPD. Oder war das nur verzweifeltes Heranwanzen an Jungwähler?

Spiegel Online zeigt sich beeindruckt: „Nahles‘ SPD hat sich an diesem Wochenende an sich selbst berauscht. Zwei Tage, 3400 Teilnehmer, mehr als 60 Diskussionsforen und Streitgespräche. Was vor Beginn wie eine krampfhaft auf modern getrimmte Parteimesse klang, entpuppt sich an diesen beiden Tagen als tatsächlich innovatives Format, das sich von einem normalen Parteitag unterscheidet wie ein Smartphone von einem Telefon mit Wählscheibe.“

Die SPD wählt jetzt digital und möchte ihr Agenda-2010-Trauma hinter sich lassen, kündigte Parteichefin Andrea Nahles an. Weg mit Hartz-IV, links schwenk marsch mitten hinein in die Programmatik der Linkspartei. Lars Düsterhöft, SPD-Abgeordneter aus Treptow, diskutierte mit der SPD-Verordneten Ana-Maria Trasnea und SPD-Fraktionschef Raed Saleh lieber in kleinem Kreis im Industriesalon Schöneweide über die Zukunft der SPD. Was die Partei noch retten könnte? Haltung zeigen, sagt Düsterhöft, Standpunkte einnehmen und nicht wieder aufgeben, keine faulen Kompromisse machen. „Der Dieselskandal, der Skandal um Maaßen oder die Flüchtlingspolitik sind Beispiele, wo unsere Partei und unsere Parteiführung versagt haben und zeigten, dass man am Ende nicht weiß wofür die SPD eigentlich steht.“ facebook.de

Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-t.loy@tagesspiegel.de

Thomas Loys Tipp für Sie

„Lola Blau“ in Adlershof. Die Neue Bühne Senftenberg genießt eine guten Ruf in der deutschen Theaterlandschaft. Und wenn dieses Theater mal eine Produktion an die Berliner Peripherie verschickt, ist das auf jeden Fall einen Besuch wert. Am Freitag, 16 November, um 19 Uhr gastiert die NBS mit ihrer Produktion „Lola Blau“ im Theater Adlershof. In dem „Musical für eine Schauspielerin“ und diverse Musiker geht es um die „Karriere der jungen österreichischen Künstlerin Lola Blau, die durch Faschismus und Weltkrieg ins Stocken gerät“. Der Eintritt kostet 23 Euro. theater-adlershof.de

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