• tierlieb

    Nachbarschaft

    Angelika Mähle-Eis, 61, Tierschützerin aus Müggelheim.

    Gegen das Hundeelend. Mir ist es einfach wichtig, mich in meiner freien Zeit ehrenamtlich zu engagieren. Und weil ich sehr tierlieb bin, habe ich mich für den Tierschutz entschieden. Seit vielen Jahren übernehme ich immer wieder Hunde aus Tierheimen und gebe ihnen ein schönes neues Zuhause.

    Bitte zur Nachkontrolle. Für den Tierschutzverein Berlin bin ich seit rund drei Jahren ehrenamtlich unterwegs. Ich mache Nachkontrollen, freundlicher gesagt: Nachbesuche bei den Menschen, die sich ein Tier aus dem Tierheim Berlin geholt haben. Diese Tierschutzbesuche gibt es bei allen vermittelten Tieren, neben Hunden und Katzen also auch bei Meerschweinchen, Kanarienvögeln, Wellensittichen, Schildkröten bis hin zu Exoten wie Bartagamen. Ich komme unangemeldet und schaue, wie es den Tieren geht, ob sie artgerecht gehalten werden und in ihrem neuen Zuhause gut angekommen sind. Die Tierhalter wissen, dass es diese Nachkontrollen gibt, das ist im Übergabevertrag mit dem Tierheim geregelt.

    Außer Vollzug. Die meisten freuen sich über meinen Besuch und sind stolz darauf, dass sich ihr neuer Mitbewohner gut eingelebt hat. Bei rund 95 Prozent der Kontrollen ist alles in Ordnung, um die anderen Fälle kümmern sich hauptamtliche Tierschützer. Wir ehrenamtlichen Nachbesucher sind nicht berechtigt, Tiere wegzunehmen, auch wenn wir sehen, dass sie nicht artgerecht gehalten werden. Wir informieren dann das Tierheim.

    Sinnfrage geklärt. In der Regel finden die Nachbesuche nach einigen Wochen statt, so dass die Tiere sich eingelebt haben. Wenn viele Tiere aus dem Tierheim geholt wurden, kann es aber auch mal länger dauern. Mir geht immer wieder das Herz auf, wenn ich sehe, wie gut es den Tieren geht und wie glücklich die neuen Tierhalter sind. Ich habe eine sinnvolle Aufgabe, die mich erfüllt und mir Freude macht und das hält jung. Ich kann also jedem raten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Der Tierschutzverein Berlin bietet dazu viele Möglichkeiten. Es lohnt sich, nachzufragen.

    Text: Claudia Berlin, Foto: Reginald Gramatté

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-t.loy@tagesspiegel.de

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Thomas Loy - Redakteur beim Verlag Der Tagesspiegel im Haus am Askanischen Platz in Berlin Kreuzberg. von Thomas Loy tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Treptow-Köpenick,

das Schöne an den Sozialen Medien ist ja, dass jeder jederzeit mitmachen und jeder mit jedem jederzeit ins Gespräch kommen kann. Unser Bezirkschef Oliver Igel ist schon länger dabei, beantwortet auch Fragen auf Facebook. Jetzt gehört auch sein Chef, der Regierende Bürgermeister Michael Müller, dem weltweiten FB-Netzwerk an. Der Zeitpunkt seines Einstiegs ist etwas unglücklich (viele sind gerade ausgestiegen, wegen des Datenskandals), aber so ein Regierender wie Müller regiert eben antizyklisch. Schauen wir mal hinein in die ersten Kommunikationsversuche: Rayko Menzel schrieb am 8. Mai: „hahaha, BER und ICC lassen grüßen, wie immer ist Berlin zu spät dran für irgendwas, alle verlassen FB, und Berlin kommt gerade an“. Darauf der Regierende: „Spät dran: Ja. Aber: Wir sind schneller als der BER.“ Dazu muss man wissen: Nicht Michael Müller haut da in die Tastatur, sondern ein Mitarbeiter seines „Social Media Teams“. Bei Oliver Igel komme dagegen alles direkt von Oliver Igel, versichert seine Sprecherin Sabine Kirmse. Das ist das Schöne an den Berliner Bezirksämtern. In der digitalen Welt ist das Personal dasselbe wie in der realen.

Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-t.loy@tagesspiegel.de

Thomas Loys Tipp für Sie

Apfel- und Bananen-Curry. Indisch essen geht auch in Rahnsdorf, wir haben es bei Ajad ausprobiert und waren mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Bis auf den kleinen Beilagensalat, der ist mit einer mageren Joghurtsauce angemacht, keine gute Lösung. Chicken-Curry mit Banane und Apfelschnitzen kann ich dagegen wärmstens empfehlen, mit einem Mango-Shake dazu weiß man, dass der Tag an seinem Höhepunkt angekommen ist. Die Terrasse, nur mit einer Hecke vom Verkehr auf der Fürstenwalder Allee geschützt, ist nicht das Nonplusultra, aber wir sind ja nicht an der Côte d’Azur.

Ajad, Fürstenwalder Allee 62, tägl. geöffnet von 11.30  bis 23 Uhr

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