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    Nachbarschaft

    Avitall Gerstetter, 46, jüdische Kantorin aus Schöneweide

    Sie ist eine bekannte Größe im Berliner Kulturleben, Kantorin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Dass sie schon seit Jahren in Schöneweide lebt, wusste man allerdings nicht. Der Berliner Morgenpost erzählte Gerstetter auch, dass sie schon mal Schweinefleisch im Briefkasten hatte und manchmal nachts wach liege und einfach Angst habe, dass etwas passiert. mopo.de

    Doch sie will sich nicht vertreiben lassen, von Neonazis und ihren betrunkenen Hilfskräften, die offenbar wieder häufiger rassistische oder antisemitische Sprüche grölen und dumpfe Propaganda verbreiten. Im Gegenteil: Gerade wegen dieser Umtriebe möchte Gerstetter ein Zentrum für jüdische Kultur im Bezirk schaffen, einen Salon für Gespräche über Religionen und ihre kulturellen Prägungen, aber auch für Ausstellungen und Lesungen, mitten in Oberschöneweide. Mit dem Eigentümer des Kunstzentrums Reinbeckhallen, Sven Herrmann, soll es jetzt Gespräche über das Projekt geben, das zunächst in Charlottenburg geplant war, dort aber nicht zustande kam. Auch der Salon in Schöneweide ist noch nicht in trockenen Tüchern. Trotzdem gibt es schon eine Auftaktveranstaltung: Das erste Shabbat-Dinner von Schöneweide ist am 23. Februar geplant. tagesspiegel.de

    Foto: Imago/epd

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: [email protected]

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Thomas Loy - Redakteur beim Verlag Der Tagesspiegel im Haus am Askanischen Platz in Berlin Kreuzberg. von Thomas Loy tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Treptow-Köpenick,

fangen wir mal mit etwas Praktischem an. Die Redaktion erreichte ein Aufruf von den Fähraktivisten am Wilhelmstrand in Oberschöneweide. Aktivisten-Anführer Bernhard Muschick wünscht allen ein gutes 2019 und der Fähre „Fahrgäste, Fahrgäste, Fahrgäste – und Fahrräder“. Wir schließen uns diesem Wunsch an. Bis Ende 2019 will die Verkehrsverwaltung endgültig entscheiden, ob die F11 weiterpendeln darf oder nicht. Ein Fährfan, Ex-Verkehrs-Staatssekretär Jens-Holger Kirchner, wird ja leider wegen seiner schweren Krebserkrankung künftig in die Senatskanzlei wechseln.

Frohes Neues war auch Thema im Rathaus Köpenick am Samstag. Der traditionelle Empfang zum Jahresauftakt galt erstmals nicht den bezirklichen Würdenträgern und Führungskräften, sondern allen Bürgern, die Lust hatten vorbeizukommen. Es kamen aber gar nicht mehr als sonst, wahrscheinlich hatte sich die Einladung an alle noch nicht herumgesprochen. Pudelwohl fühlte sich auf jeden Fall Rapper Romano, Stargast des Nachmittags. Sein Resumee auf Twitter: „Hammer…“

Und was macht die Schmöckwitzer Insel-Affäre? Die Abgeordneten des Untersuchungsausschusses (offizieller Name jetzt: Zeitweiliger Ausschuss Insel im Rotsch-Hafen) trafen sich Anfang des Jahres vor Ort mit Investor Nico Thiele. Der habe sich professionell und kooperativ präsentiert, sagt Ausschussvorsitzender Paul Bahlmann (SPD). Thiele zeigte Fotos, die beweisen sollen, dass die Insel in tieferen Lagen aus Bauschutt und einem Schwimmbagger bestand, der wohl mal bei einem Unfall ins Hafenbecken gekippt war und anschließend niemanden mehr kümmerte. Der ökologische Wert des Schwimmbagger-Riffs lasse sich wohl nicht mehr abschließend bewerten, ließ Umwelt-Stadtrat Bernd Geschanowski (AfD) am vergangenen Donnerstag bei der Pressekonferenz des Bezirksamts durchblicken. „Röhricht war vorhanden und ein Baum“, soviel sei sicher. Und obendrauf stand eine Datsche.

Ob das für ein Umwelt-Strafverfahren gegen Thiele reicht? Das LKA ermittelt weiter, solange ruhen die Bauarbeiten im Hafen. Thiele soll am 11. März vom Ausschuss zu der Affäre befragt werden.

Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an [email protected]

Unser Tipp für Sie

Bobsek-Burger. Die Burgerwelle schwappt mächtig durch unseren Bezirk. Nach Burger King und McDonald’s hat sich jetzt auch Kentucky Fried Chicken niedergelassen, an der Schnellerstraße 18a, es ist der 13. oder 14. KFC in Berlin. Wer schon da war, möge mal ein paar Eindrücke schildern. Ich habe zuletzt den Burgerladen in Oberschöneweide ausprobiert, Bobsek Burger, offenbar eine Filiale des gleichnamigen Burgerladens in Wilmersdorf. Der „Bartek-Burger“ – die Kreationen kosten so um die acht Euro – schmeckte wirklich saftig und frisch. Bestellt wird an der Theke, dann setzt man sich auf Holzbänke und schaut beim Essen dem Treiben auf der Wilhelminenhofstraße zu.

Bobsek-Burger, Wilhelminenhofstraße Ecke Reinbeckstraße, OSW. facebook.de

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